(Minghui.org) In den letzten Jahren habe ich nicht nur die Verfolgung meines Mannes erlebt, sondern war auch selbst von den ständigen Schikanen der Polizei betroffen. Das hat mich dazu veranlasst, mich mithilfe rechtlicher Mittel zu wehren und den Polizisten in den Polizeistationen die wahren Umstände zu erklären. Es war eine schwierige Zeit für mich, aber auch ein Prozess, in dem ich meine menschlichen Anhaftungen losgeworden bin. Ich schaffte es, einen Großteil meiner Angst und meines Grolls loszulassen und meine Denkweise zu ändern. Früher dachte ich, dass die Gesetze der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) nur der Partei dienen würden. Jetzt verstehe ich, wie wichtig es ist, mithilfe des rechtlicher Mittel der Verfolgung entgegenzuwirken und Lebewesen zu erretten.
Mein Mann wird von Polizisten schikaniert
Vor einigen Jahren fand bei uns eine gesetzwidrige Hausdurchsuchung statt. Danach wurde mein Mann gegen Kaution bis zum Verhandlungstermin freigelassen. Die Polizisten hörten jedoch mit den Schikanen nicht auf, weshalb er gezwungen war, sein Zuhause zu verlassen. Danach riefen uns die Polizisten ständig an und verlangten von uns, ihnen seinen Aufenthaltsort mitzuteilen.
Angesichts dieser Schikanen versuchte ich ihnen aus dem Weg zu gehen oder sie passiv hinzunehmen. Ich weigerte mich, irgendwelche Einschreibebriefe zu unterzeichnen und öffnete der Polizei auch nicht die Tür. Ich verhielt mich ihnen gegenüber feindselig. Infolgedessen wurden die Polizisten aggressiver und schikanierten uns noch häufiger. Sie riefen sogar andere Familienmitglieder an und belästigten sie. Sie drohten, meinen Mann trotzdem zu verurteilen, selbst wenn sie ihn nicht finden könnten. Meine Familie stand unter enormem Druck und hatte große Angst.
Hinzu kam, dass sich bei mir in dieser Zeit körperliche Beschwerden einstellten. Mein Bein schmerzte so stark, dass ich kaum noch Treppen steigen und auch nicht in die Hocke gehen konnte. Ich wusste nicht, was ich tun sollte.
Menschliche Anschauungen ändern und mich mithilfe des Gesetzes gegen die Verfolgung wehren
Die Beamten der Polizeiwache aber auch Mitarbeiter des Gemeindekomitees sagten mir, dass meine Probleme zur Verfolgung meines Mannes geführt hätten. Mir war bewusst, dass diese Schwierigkeit verursacht wurde, weil ich zu viel Zeit mit meinem Handy und dem Lesen von Romanen verbracht hatte, anstatt mich fleißig zu kultivieren. Das war auch der Grund, warum ich nicht wusste, was ich in dieser Situation tun sollte. Meine Angst und meine menschlichen Anschauungen hielten mich davon ab, meinem Mann zu retten. Schließlich wurde mir eines klar: Egal welchen Weg ich wählen würde, um der Verfolgung entgegenzuwirken, ich musste das Fa mehr und besser lernen und alle möglichen anormalen Zustände korrigieren.
Danach lernte ich systematisch alle Schriften und Artikel des Meisters. Ich las auch viele Erfahrungsberichte auf der Minghui-Website, wie sich Praktizierende mithilfe des Gesetzes gegen die Verfolgung gewehrt hatten. Dadurch konnte ich meine Anschauung ändern, dass „das Gesetz der KPCh nur dazu da ist, ihr zu dienen“. Alles in dieser Welt existiert für das Fa. Das Gesetz dient nicht nur der KPCh. Durch die Berichte der Praktizierenden verstand ich, wie ich das Gesetz richtig und auf angemessene Weise nutzen konnte, um den Menschen die wahren Umstände näherzubringen.
Letztendlich beschloss ich, eine Anzeige gegen die Polizeibeamten einzureichen, die an der Verfolgung meines Mannes beteiligt waren. Mit Hilfe von praktizierenden Anwälten bereitete ich eine schriftliche Anzeige vor und schickte eine Kopie an die örtliche Polizeiwache, die für den Fall zuständige Polizeidienststelle, die Provinzkommission für Disziplinarkontrolle, das städtische Aufsichtsamt, das Gemeindekomitee, das Petitionsbüro und die Stadtverwaltung. Als die Fristen für ihre Stellungnahmen abgelaufen waren, begann ich, sie anzurufen und mich nach dem Verfahrensstand zu erkundigen. Der Druck vor jedem Anruf war enorm. Während dieser Telefonate kamen wieder Ängste und das Gedankenkarma zum Vorschein. Die Polizeibeamten weigerten sich jedoch, mir direkt zu antworten, und brachten alle möglichen Ausreden vor. Und so rief ich mehrmals bei der zuständigen Polizeidienststelle an und fragte, wann sie das Verfahren gegen meinen Mann einstellen würden. Die Polizeidienststelle wies darauf die Leute vom Gemeindekomitee an, zu mir nach Hause zu gehen, um mich zu schikanieren.
Aber die Leute vom Gemeindekomitee fragten mich lediglich, ob ich noch praktizieren würde, dann gingen sie wieder. Nach ihrem Besuch kehrte meine Angst zurück, vor allem die Angst davor, Telefonate zu führen. Außerdem konnte ich mich beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken nicht konzentrieren. Ich schaute nach innen und stellte fest, dass ich selbstgefällig geworden war, weil ich der Meinung war, meine Anzeige hätte sie davon abgehalten, mich weiter zu schikanieren. Außerdem bemerkte ich bei mir den Wunsch nach Vergeltung. Die Praktizierenden rieten mir jedoch, zum Gemeindekomitee zu gehen, um den dortigen Mitgliedern die wahren Umstände zu erklären. Und so stellte ich Informationsmaterialien zusammen und suchte sie auf. Als ich ein Mitglied des Komitees auf das rechtswidrige Verhalten des zuständigen Polizeibeamten hinwies, antwortete er mir, die Polizeibeamten würden lediglich das Verfahren bearbeiten und hätten es nicht wirklich darauf abgesehen, mich ins Visier zu nehmen.
Seine Worte stärkten mein Selbstvertrauen. Danach rief ich weiter bei der örtlichen Polizeidienststelle und der Polizeiwache an und bat sie darum, das Verfahren gegen meinen Mann einzustellen. Schließlich wurde ich zu einem persönlichen Gespräch auf die örtliche Polizeiwache gebeten.
Am nächsten Tag fuhr ich zur Polizeiwache. Als der zuständige Beamte mich sah, erschrak er und wurde wütend. Ich bat ihn, die Anzeige zurückzuziehen. Er sagte, das könne er nicht. Ansonsten war er sehr unhöflich und sprach kaum mit mir. Er fragte mich nur, wenn mein Mann keine Straftat begangen habe, warum er dann geflohen sei. Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte, und so ging er schnell in sein Büro zurück.
Als ich nach Hause kam, war ich aufgebracht und ärgerte mich über mich selbst, weil ich nicht gesagt hatte, was ich eigentlich hatte sagen wollen. Weil ich keine Antwort auf seine Frage parat hatte, hatte ich das Gefühl, mein Gesicht verloren zu haben. Später wandte ich mich an einen praktizierenden Anwalt der Plattform. Er analysierte den Fall für mich und erklärte mir, dass mein Mann ja keine Straftat begangen habe, er könne hingehen, wohin er wolle. Der Sachbearbeiter habe sich jedoch einer Straftat schuldig gemacht. Warum sollte mein Mann mit seinem Verfolger kooperieren? Mein Mann habe das Haus nur deshalb verlassen, weil er nicht wollte, dass der Polizeibeamte eine Straftat begeht.
Die Antwort des Anwalts öffnete mir die Augen, denn ich hatte die Denkweise, verfolgt zu werden, anscheinend immer noch nicht losgelassen.
Anschließend reichte ich nacheinander meine Beschwerdeschrift bei den übergeordneten Stellen ein. Die Polizeibeamten trauten sich nicht, zu mir nach Hause zu kommen oder uns telefonisch zu belästigen, sondern ignorierten meine Anträge einfach. Allmählich ließen meine Beinbeschwerden nach.
Ein Polizist bedankt sich
Schließlich beantragte ich bei der örtlichen und ebenso bei der städtischen Polizeidienststelle, dass sie bestimmte Informationen zu dem Verfahren offenlegten. Gleichzeitig stellte ich bei der Stadtverwaltung einen Antrag auf verwaltungsrechtliche Überprüfung. Später reichte ich meine Beschwerdeschrift auch bei den verschiedenen Volksgerichten ein. Alle Instanzen wiesen meine Beschwerde ohne Angabe von Gründen zurück. Daraufhin wandte ich mich an den Obersten Volksgerichtshof, der meine Beschwerde an das zuständige Mittlere Volksgericht weiterleitete. Dort drückte man sich jedoch weiter vor der Verantwortung und weigerte sich, meinen Fall zu bearbeiten. Zwischenzeitlich änderte die Polizei ihre Haltung und rief mich an, um ihre Gesprächsbereitschaft zu bekunden. Sie vereinbarten einen Termin mit mir.
Vor dem Gespräch konsultierte ich die praktizierenden Anwälte auf der Plattform und ließ mich sorgfältig beraten. Sie gaben mir professionelle Ratschläge und empfahlen mir Artikel zum Lesen. Außerdem rieten sie mir, die Fragen der Beamten nicht zu beantworten, um zu verhindern, dass sie die Antworten als Vorwand nehmen würden, um andere Praktizierende zu verfolgen. Es wäre jedoch in Ordnung, ihnen die wahren Umstände aus meiner Sicht darzulegen.
Vor dem Treffen las ich die empfohlenen Artikel sorgfältig durch und lernte einige rechtliche Bestimmungen auswendig. Vor allem aber änderte ich meine Einstellung gegenüber den Polizeibeamten. Ich durfte sie nicht länger als Feinde betrachten, sondern sollte ihnen gütig die wahren Umstände erklären, um sie zu erretten. Zu dieser Zeit sandte ich verstärkt aufrichtige Gedanken aus und bat auch andere Praktizierende, aufrichtige Gedanken für mich auszusenden.
Als ich an der Polizeiwache ankam, wurde ich gebeten, in der Eingangshalle zu warten. Ich begann, aufrichtige Gedanken auszusenden, und spürte, wie das riesige Wort „mieh“ die gesamte Polizeiwache erfüllte. Innerlich gefestigt spürte ich, dass der Meister an meiner Seite war. Meine aufrichtigen Gedanken wurden immer stärker.
Im Besprechungsraum befand sich ein Polizeibeamter der Zweigstelle der örtlichen Polizeidienststelle. Er war Rechtsexperte. Die beiden anderen Beamten kamen von der örtlichen Polizeiwache. Nachdem wir Platz genommen hatten, fragte ich nach ihren Namen und Dienstgraden. Sie trauten sich nicht, mir ihr Namen zu nennen, sondern erklären mir, dass dieses Gespräch nicht aufgezeichnet werden würde und sie nicht verpflichtet seien, ihre Namen anzugeben. Dann fragten sie mich nach Informationen über meinen Mann, beispielsweise nach seinem Charakter und warum er Falun Gong praktiziere. Ich sagte scherzhaft: „Tut mir leid, diese Informationen kann ich Ihnen nicht geben.“ Darauf sagten sie, mein Mann habe illegale Handlungen begangen.
Dann unterhielten sie sich eine Weile. Um sie zu unterbrechen hob ich meine Hand und fragte sie: „Sie sagten, mein Mann habe gegen das Gesetz verstoßen. Darf ich fragen, gegen welches Gesetz er verstoßen hat?“ Einer der Beamten sagte, es handle sich um das Staatssicherheitsgesetz. Ich bat sie, mir zu zeigen, gegen welchen Paragrafen des Staatssicherheitsgesetzes er verstoßen habe. Der Beamte suchte den Paragrafen in seinem Handy und wollte ihn mir gerade zeigen. Doch der Beamte neben ihm hielt ihn davon ab, nachdem er einen Blick auf das Handy geworfen hatte.
Ich fuhr fort: „Mein Mann hat gegen kein Gesetz verstoßen. Aber die Polizisten haben eindeutig gegen das Gesetz verstoßen. Sie haben meine Wohnung ohne schriftlichen Durchsuchungsbeschluss durchsucht und sich deshalb eines Vergehens der unrechtmäßigen Durchsuchung meiner Wohnung schuldig gemacht. Der Fall war zu diesem Zeitpunkt nicht offiziell erfasst und aktenkundig gemacht worden. Das war wieder ein Verstoß gegen diese gesetzliche Bestimmung. Die Polizisten haben mein privates Eigentum mitgenommen, ohne eine Liste der mitgenommenen Gegenstände vorzulegen. Auf meine Aufforderung die Gegenstände zurückzugeben, verweigerten sie die Rückgabe. Dadurch haben sie sich des Diebstahls schuldig gemacht. Eine Wohnung ohne Durchsuchungsbefehl zu durchsuchen, ist nach dem Gesetz Hausfriedensbruch. Sie haben meinen Mann festgenommen, der kein Verbrechen begangen hatte. Somit haben Sie sich der unrechtmäßigen Festnahme und des Freiheitsentzugs schuldig gemacht.“
Anschließend behaupteten die beiden Beamten, Falun Gong sei eine Sekte und mein Mann habe illegal Materialien über Falun Gong im Besitz gehabt. Ich erklärte ihnen, dass Falun Gong keine Sekte ist. Falun Gong sei in der gemeinsamen Bekanntmachung des Generalbüros des Zentralkomitees der KPCh, des Staatsrats und des Ministeriums für öffentliche Sicherheit unter den 14 Sektenorganisationen nicht aufgeführt.
Ich sagte ihnen, dass die Verbreitung von Falun-Gong-Materialien somit legal sei und dass die Behörde für Veröffentlichungen das Verbot von Falun-Gong-Büchern aufgehoben habe.
Ein Polizeibeamter hörte mir schweigend zu. Er schien über meine Worte nachzudenken. Ich erklärte ihnen, dass ein Bürger laut Verfassung das Recht auf freie Meinungsäußerung und Glaubensfreiheit habe. Ein anderer Beamter unterbrach mich und hinderte mich daran, über solche Themen zu sprechen. Ich fragte ihn, ob er jemals ein amtlich unterzeichnetes Dokument gesehen habe, seit sie den Befehl zur Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden ausführten. Der Beamte blickte schweigend zu dem Rechtsexperten. Auch er schwieg. Dann standen beide auf und gingen. Ich folgte ihnen nach draußen und sagte: „Die vom Regime unter Jiang Zemin ausgelöste Verfolgung ist eine politische Kampagne. Sie wird irgendwann enden. Bis dahin werden die Verfolger strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden. Ich hoffe, Sie werden nicht zum Sündenbock der Partei.“ Einer von ihnen sagte: „Danke. Das werden wir nicht.“
Schlusswort
Auch wenn das Verfahren gegen meinen Mann bis jetzt nicht eingestellt wurde, hat sich aber zumindest meine Einstellung geändert. Mein Ziel ist es, diese Form zu nutzen, um den Menschen im Justizsystem die wahren Umstände zu erklären und sie zu erretten. Wenn sie die Wahrheit verstanden haben, wird sich die Welt bestimmt verändern.
Vielen Dank, Meister! Vielen Dank auch den Mitpraktizierenden!
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