(Minghui.org)

Seien Sie gegrüßt, verehrter Meister! Seid gegrüßt, Mitpraktizierende!

Ich bin ein Falun-Dafa-Praktizierender aus San Francisco und wanderte 1998 in die USA aus. Im März 1999 reiste ich wieder nach Guangzhou in Festlandchina zurück, wo ich an meinem früheren Arbeitsplatz das Fa erhielt. 

Im Folgenden möchte ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse mit euch austauschen.

Fester Glaube und Beharrlichkeit

Am 21. Oktober 2000 kam der Meister nach San Francisco, um auf der Fa-Konferenz im Westen der USA einen Vortrag zu halten. Das war das erste Mal, dass ich den Meister persönlich sah. Ich war so bewegt, dass ich kein Wort herausbrachte – ich weinte einfach nur. Nach der Konferenz erreichten uns immer wieder Nachrichten aus China darüber, wie die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) Falun Dafa verfolgt. Praktizierende in San Francisco und dem Buchtgebiet veranstalteten Sitzstreiks vor dem chinesischen Konsulat und forderten die KPCh auf, die Verfolgung zu beenden.

Anfangs kamen viele Praktizierende. Mit der Zeit begannen einige, für The Epoch Times, New Tang Dynasty TV oder Radio Sound of Hope zu arbeiten, und verbreiteten die Fakten über die Medien in der ganzen Welt. Außerdem richteten wir einen Stand zur Aufklärung über die wahren Umstände von Falun Dafa und der Verfolgung auf der Straße neben dem Konsulat ein. Passanten, die täglich wegen Visa und anderer konsularischer Angelegenheiten dorthin gingen, konnten unsere Schautafeln sehen.

Wir boten den Menschen zahlreiche Informationsmaterialien an: Einige stellten Falun Dafa vor und erklärten, wie Dafa weltweit praktiziert wird; andere beschrieben, wie Dafa in San Francisco praktiziert wird, oder sie sprachen über die bemerkenswerten gesundheitlichen Vorteile von Dafa. Flugblätter berichteten darüber, wie das US-Repräsentantenhaus am 4. Oktober 2004 einstimmig die Resolution 304 verabschiedet hatte; andere handelten von den mehr als 450 Millionen Chinesen, die aus der KPCh und den ihr angegliederten Organisationen ausgetreten sind. Es gab auch Informationen darüber, wie die KPCh Praktizierende foltert; andere deckten das Verbrechen der KPCh auf, nämlich den erzwungenen Organraub gegen Praktizierende.

Wir stellten zwei Transparente auf, die zur Straße hin ausgerichtet waren und jeweils etwa fünf Meter lang waren – eines war blau mit weißer Schrift und trug die Aufschrift „Zerschlagt die KPCh, beendet die Verfolgung“, das andere war gelb mit roter Schrift: „Falun Dafa ist gut“. Beide waren auf Chinesisch und Englisch verfasst und für vorbeifahrende Autos gut sichtbar.

Seit dem Jahr 2000 sind nun 26 Jahre vergangen. Neben den Praktizierenden aus San Francisco schlossen sich uns nach und nach auch Menschen aus Oakland und der South Bay an. Wir sind dort, um Dafa zu bestätigen – manche machen die Übungen, um den Menschen zu zeigen, was Falun Dafa ist; manche verteilen Informationsmaterialien, andere sprechen mit den Menschen und ermutigen sie zum Parteiaustritt. Warum haben wir das so lange durchgehalten? Weil es sich um das chinesische Konsulat handelt – die Hochburg der KPCh in San Francisco. In San Francisco leben 180.000 bis 200.000 chinesisch stämmige Mitbürger. Jedes Jahr reisen von hier aus etwa Zehntausende Menschen nach China zurück, um ihre Familie zu besuchen, Geschäfte zu tätigen oder zu reisen. Wenn sie nach China gehen, nehmen sie die Informationen über Falun Dafa mit, die sie hier erfahren haben, und teilen sie mit Freunden und Familie. So entlarven sie die Verleumdungen der KPCh gegen Falun Dafa, und das hilft mehr Menschen, die wahren Umstände zu erfahren. Deshalb haben wir diesen Ort zur Aufklärung über die wahren Umstände so viele Jahre lang aufrechterhalten.

Meine Frau half Menschen von außerhalb bei ihren Visumsangelegenheiten. Einmal, während der Bearbeitung eines Visums, fragte ein Mitarbeiter sie: „Ist dieser alte Mann, der immer da draußen steht, Ihr Mann?“ Meine Frau bejahte. Der Mitarbeiter sagte: „Sagen Sie ihm, er soll nicht mehr kommen, sonst bearbeiten wir Ihre Unterlagen nicht mehr.“

Als sie nach Hause kam, erzählte sie unserer Tochter davon. Als ich an diesem Abend nach Hause kam, sagte meine Tochter zu mir: „Papa, bitte geh nicht mehr dorthin. Sonst kann nicht nur Mama nicht mehr nach China zurückkehren, sondern ich in Zukunft auch nicht mehr. Du musst dir das gut überlegen.“ – „Nein, ich muss dorthin gehen“ antwortete ich. Wir beharrten beide auf unserer Meinung und der Streit eskalierte. Mein Schwiegersohn, der erkannte, dass diese Angelegenheit auch seine eigenen Interessen beeinträchtigte, erklärte, er wolle sich von meiner Tochter scheiden lassen. In der Familie herrschte große Aufregung.

Als meine Tochter sah, wie schlimm die Lage geworden war, sagte sie: „Na gut – dann verlass dieses Haus und komm nicht zurück.“ Ich blieb ruhig und stritt nicht mit ihr. Ich antwortete nur: „Okay, ich gehe. Aber gib mir zwei Tage Zeit, um eine Unterkunft zu finden – du kannst doch nicht erwarten, dass ich heute Nacht auf der Straße schlafe.“ Sie dachte darüber nach und sagte okay.

In der Situation ging ich nach draußen, ohne zu wissen, was ich tun oder wohin ich gehen sollte. Da fiel mir die Koordinatorin unserer Fa-Lerngruppe ein und ich ging zu ihr, um mit ihr zu sprechen. Ich erzählte ihr alles, was passiert war – von Anfang bis Ende. Ihre Mutter war auch dabei.

Sie trösteten mich und sagten: „Es ist in Ordnung, wir sind alle Dafa-Praktizierende. Bleib vorerst bei uns, wir finden schon eine Lösung.“ Auf dem Heimweg dachte ich darüber nach, wie klein ihre Wohnung war und wie unbequem es für einen Mann wie mich sein würde, dort einzuziehen. Aber es schien keine andere Möglichkeit zu geben. Als ich nach Hause kam, dachte ich immer noch darüber nach. Niemand sprach mich an. Ich wusch mir das Gesicht und ging ins Bett. In dieser Nacht hatte ich einen Traum: Ich saß im Rollstuhl und fuhr auf einer Bahn vorwärts. Plötzlich tauchte vor mir eine Bogenbrücke auf. Ich stieg aus, trug den Rollstuhl in den Händen und überquerte die Brücke. Als ich aufwachte, war der Traum noch lebhaft und klar in den Gedanken. Mir wurde klar, dass der Meister mir einen Hinweis gab – dass mein Sitzen im Rollstuhl keine echte Behinderung war, sondern eine trügerische Erscheinung. Was war diese trügerische Erscheinung?

Um Mitternacht stand ich auf, um die Übungen zu machen. Plötzlich kam meine Tochter herüber, kniete sich vor mich hin, schlang beide Arme fest um meine Beine und sagte weinend: „Papa, geh nicht weg! Ich habe mich geirrt.“ – „Was ist mit deinem Mann? Wollte er sich nicht scheiden lassen?“ Sie antwortete: „Er hat gesagt: ,Vergiss es!‘ Vergiss, dass er das jemals gesagt hat.“ Ich streichelte ihr über den Kopf, half ihr auf und sagte: „Ich verstehe, wie du dich fühlst. Papa geht nicht weg.“

Als ich nach den Übungen im Bett lag, dachte ich sorgfältig darüber nach und verstand plötzlich: Diese ganze Sache war eine Prüfung gewesen – eine große Hürde, die ich auf meinem Kultivierungsweg überwinden musste: Würde ich mich weiter kultivieren, wenn die Konsulatsangelegenheit meine Familie an den Rand des Zerfalls treiben sollte, oder nicht?

Mit festem Glauben an den Meister und an Dafa hielt ich standhaft an meiner Verpflichtung fest, Dafa vor dem chinesischen Konsulat zu bestätigen. Ich habe diese Prüfung überwunden, ich habe diese Bewährungsprobe bestanden – und dadurch änderte sich die Einstellung meiner Tochter und die meines Schwiegersohns.

Das Fa lernen, mein Herz kultivieren und ein fleißiger Praktizierender sein

Der Meister sagt:

„Das Buch lesen und Fa lernen. Fast bei jeder Fa-Erklärung fordere ich euch ohne müde zu werden auf, das Buch zu lesen, das Buch lesen, das Buch lesen. Solange ihr das Buch lest, werdet ihr noch bessere Dinge bekommen, Dinge, die ihr euch kaum vorstellen könnt.“ (Fa-Erklärung auf der europäischen Fa-Konferenz, 30–31.05.1998)

Plötzlich verstand ich, was Kultivierung wirklich bedeutete. Spiegeln sich nicht all die verschiedenen Anhaftungen, Begierden und menschlichen Anschauungen eines Menschen – spiegeln sich nicht all diese menschlichen Anhaftungen in seinem Denken wider und zeigen sich in seinem Verhalten? Wenn ich sie ablehne, wenn ich mich weigere, an ihnen festzuhalten, bedeutet das dann nicht genau, nach innen zu schauen und an meiner eigenen Einstellung zu arbeiten? Ist das nicht gerade Kultivierung? Von da an stellte ich das Lernen des Fa und die Kultivierung meines Herzens an erste Stelle. Sobald ich bemerkte, dass ein schlechter Gedanke in meinem Kopf auftauchte, wies ich ihn sofort zurück . Das hielt mich ständig in einem Zustand der Kultivierung.

Ich werde die Lehre des Meisters immer fest in meinem Inneren bewahren. Ich glaube fest daran, dass wir als Falun-Dafa-Praktizierende in Zeit der Fa-Berichtigung, die große Stürme durchlebt haben, den letzten Abschnitt des Kultivierungsweges sicherlich gut gehen werden, solange der Meister und das Fa existieren. Weil wir Lebewesen sind, die durch Dafa erschaffen wurden. Weil wir ein Teilchen im großen Fa des Kosmos sind. Weil wir wahre Kultivierende des Meisters sind!

Danke, Meister! Danke, euch allen!