(Minghui.org) Irgendwann im Laufe unseres Lebens beginnen wir unweigerlich, uns zu fragen: Was ist der Sinn des Lebens? Doch selbst wenn uns diese Frage bewusst wird, scheint die Antwort oft unerreichbar zu sein und ein langer, einsamer Weg der Suche liegt noch vor uns. Auch Zeng Xiangfu begab sich viele Jahre lang auf diese Suche.

Zeng wurde 1967 geboren. Schon als Kind war er vorsichtig und diszipliniert. Später arbeitete er bei einem Zeitschriftenverlag und leitete ein Nachhilfezentrum. Sein Leben schien geordnet und beständig zu verlaufen. Doch bereits während seiner Studienzeit verspürte er einen inneren Antrieb, als würde ihn eine Kraft unaufhörlich dazu drängen, nach Antworten zu suchen.

Um seine innere Verwirrung zu überwinden, wechselte er an der Nationalen Zentraluniversität vom Fachbereich Mathematik zum Fachbereich Chinesische Literatur. Er hoffte, durch Geisteswissenschaften und Philosophie eine Orientierung für sein Leben zu finden.

Eine zufällige Begegnung in einer Buchhandlung

Eines Tages im Januar 2001 betrat der damals 33-Jährige eine Buchhandlung. Unter den zahlreichen Büchern in den Regalen fiel sein Blick auf ein Buch mit goldenem Einband, das „Zhuan Falun“. Er nahm es in die Hand, blätterte einige Seiten durch, legte es wieder zurück und suchte weiter nach anderen Büchern. Doch keines der Bücher, die er ursprünglich hatte kaufen wollen, nahm er mit. Stattdessen griff er erneut zum „Zhuan Falun“. 

Als er am Ausgang der Buchhandlung stand und das Buch in den Händen hielt, war er verwirrt und erstaunt. „Ich kann mich kaum daran erinnern, wie ich bezahlt habe. Der ganze Vorgang fühlte sich so an, als hätte mich eine unsichtbare Kraft dazu bewegt.“

Zu Hause angekommen, las er das Buch innerhalb von drei Tagen vollständig durch. Seine damaligen Eindrücke beschreibt er als „erschütternd“ – eine Erfahrung, die ihn zugleich überwältigte und begeisterte. Er beschreibt sie folgendermaßen: „Ich habe früher viele anspruchsvolle Bücher gelesen. Doch tiefgründig zu sein, bedeutet nicht unbedingt, das Herz zu berühren. Das „Zhuan Falun“ ist da anders. Die Inhalte werden umfassend und klar erläutert. Vieles beantwortete Fragen, über die ich lange nachgedacht, die ich jedoch nie wirklich verstanden hatte. Außerdem behandelt das Buch Themen, über die ich zuvor nie nachgedacht hatte, die jedoch von grundlegender Bedeutung sind.“

Xiangfu sagt, seit dem Tag, an dem er das „Zhuan Falun“ zum ersten Mal in die Hand genommen habe, habe er es nie wieder aus der Hand legen wollen

Von der Erfahrung zur Erkenntnis – einhergehend mit einer Veränderung von Körper und Geist 

Nachdem Xiangfu das „Zhuan Falun“ zu Ende gelesen hatte, begann er, alle weiteren Schriften des Dafa zu lesen. Dabei veränderte sich unmerklich sein Körper. Er hatte lange Zeit unter schweren Hämorrhoiden gelitten und ursprünglich geplant, sich nach Neujahr operieren zu lassen. Eines Tages fiel ihm plötzlich auf, dass sich seine Beschwerden deutlich gebessert hatten und eine Operation nicht mehr notwendig war. Er erinnert sich: „Ich hatte überhaupt nicht erwartet, dass sich mein Körper verändern würde. Als es dann tatsächlich geschah, wurde mir klar, dass das, was im Buch beschrieben wird, nicht nur eine abstrakte Theorie ist.“

Auch seine Erfahrungen während der Meditation hinterließen bei ihm einen tiefen Eindruck. „Oft spüre ich eine feine, zugleich aber kraftvolle Energie, die sich wie Wellen oder Wind über meinen Körper bewegt, als würde sie eine bestimmte Substanz um meinen Körper herum beseitigen.“

Er schildert außerdem die folgende Erfahrung: „Ein anderes Mal hatte ich das Gefühl, dass unzählige Blasen ständig aufstiegen. Jede einzelne schien einen Gedanken zu enthalten, der sich noch nicht vollständig gebildet hatte und bereits fortgetragen wurde, bevor er entstehen konnte. Anfangs waren es unzählige Blasen, doch allmählich wurden es immer weniger, bis sie schließlich ganz verschwanden. Am Ende kehrte nach und nach völlige Ruhe ein.“

Nachdem Xiangfu die Übungen praktiziert hat, erlebt er deutliche Veränderungen – sowohl körperlich als auch geistig

Diese Erfahrungen beschränkten sich nicht nur auf körperliche Veränderungen, sondern spiegelten sich auch in seinem Gemütszustand wider. „Früher beschäftigten mich unangenehme Erlebnisse oft noch lange“, berichtet er. „Später stellte ich jedoch fest, dass dieses Gefühl von Unmut und Unzufriedenheit schon am nächsten Tag spurlos verschwunden war. Da wurde mir bewusst, dass dies genau dem entspricht, was im Buch beschrieben wird: dass Geist und Materie eins sind.“

Veränderung in Konflikten – nach innen schauen

Die eigentliche Bewährungsprobe kam im Arbeitsalltag. Ein Kollege verdrehte einmal seine Worte, wodurch sein Vorgesetzter ihn missverstand. Für jemanden, dem sein guter Ruf immer wichtig gewesen war, waren das Gefühl der Ungerechtigkeit und der dadurch entstandene Druck kaum zu ertragen. Die Blicke und das Tuscheln seiner Kollegen beschäftigten ihn zunehmend und jeder Arbeitstag fühlte sich wie eine Qual an. Doch anstatt davonzulaufen, entschied er sich, zu bleiben und jeden Tag das Fa zu lernen.

Einen Monat später hatte sich sein Gemütszustand grundlegend verändert. „Dieses bedrückende und schmerzhafte Gefühl war plötzlich verschwunden und wurde durch eine tiefe Freude ersetzt, sodass ich am liebsten gelacht hätte“, erzählt er. „Meine Kollegen fragten mich ständig, ob etwas Schönes passiert sei.“

Obwohl sich die äußeren Umstände nicht verändert hatten, war seine innere Haltung nun völlig anders. Rückblickend sagt er: „Ohne Kultivierung hätte ich längst gekündigt. Ich hätte diesen Monat gar nicht durchgestanden.“

Noch wichtiger war jedoch, dass er begann, nach innen zu schauen und sich selbst zu prüfen. Seitdem kann Xiangfu bei ähnlichen Konflikten ruhig bleiben und zunächst seine eigenen Worte und sein Verhalten hinterfragen.

„Manchmal verletzen mich die Worte anderer“, stellt er fest. „Doch dann erinnere ich mich schnell daran, dass ich andere früher genauso behandelt habe. Erst in diesem Moment erkenne ich wirklich, dass das Problem nicht bei den anderen liegt, sondern bei mir selbst. So lerne ich, nach innen zu schauen und mein eigenes Verhalten zu überprüfen.“

Ein erweiterter Horizont

Mit seiner fortschreitenden Kultivierung veränderte sich auch Xiangfus Verständnis von „Gott“ grundlegend. „Wenn ,Gott‘ nicht mehr nur ein Begriff ist, sondern zu einer realen Existenz wird, verändert sich das Verständnis des Universums sowie die Beurteilung von Gut und Böse grundlegend“, erklärt er. „Das alte Sprichwort: ,Einen Meter über dem Kopf gibt es bereits Gottheiten‘ hat für mich eine völlig neue Bedeutung bekommen.“

Als gewissenhafter Mensch hat Xiangfu nie etwas einfach ungeprüft hingenommen. Doch seit dem Tag, an dem er das Zhuan Falun zum ersten Mal in die Hand nahm, hat ihn das Buch kaum noch verlassen. „Je öfter ich es lese, desto deutlicher erkenne ich meine eigenen Unzulänglichkeiten und desto mehr bewundere ich seine unermessliche Tiefe.“

Er sagt: „Viele Menschen haben das Buch Hunderte oder sogar Tausende Male gelesen und lesen es dennoch immer weiter. Warum? Weil es Wahrheiten enthält, die sich niemals vollständig erschließen lassen. Mit jeder Vertiefung des eigenen Verständnisses offenbart der Inhalt neue Bedeutungsebenen. Genau das ist das Wunderbare am Dafa!“

Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

Diese Fragen haben unzählige Menschen ihr Leben lang beschäftigt, ohne dass sie eine Antwort darauf fanden.

Nach einer langen Zeit des Suchens und Nachdenkens fand Xiangfu schließlich im „Zhuan Falun“ einen Weg, den er bereit ist, sein Leben lang zu gehen.

Vielleicht liegt die Antwort gar nicht in weiter Ferne, sondern in jenem flüchtigen Augenblick, in dem man dieses Buch aufschlägt – in dem Moment, in dem man wirklich beginnt zu lesen, darüber nachzudenken und bereit ist, sich selbst zu verändern.