(Minghui.org) Eine 69-jährige Frau aus Urumqi in der Provinz Xinjiang starb am 3. Oktober 2025, während sie eine Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten ableistete, zu der sie wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verurteilt worden war. Die Gefängnisleitung ließ den Leichnam ohne Benachrichtigung der Angehörigen einäschern.

Mit dem Tod von Luo Chuanmei endete die jahrzehntelange Verfolgung, die sie wegen der Ausübung ihres verfassungsmäßigen Rechts auf Glaubensfreiheit erleiden musste. Ihre letzte Haftstrafe resultierte aus ihrer Festnahme Ende Februar 2025. Sie war angezeigt worden, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Beamte der Polizei des Bezirks Shuimogou durchsuchten ihre Wohnung und ließen sie kurz darauf gegen Kaution frei. Anfang März 2025 brachten sie sie unter einem Vorwand dazu, sich nochmals bei ihnen zu melden, und nahmen sie erneut fest.

Luo wurde in das vierte Untersuchungsgefängnis von Urumqi gebracht und so lange misshandelt, bis sie so schwach war, dass sie nicht mehr gehen konnte. Ein Gericht verurteilte sie zu drei Jahren und acht Monaten Haft. Einzelheiten der Anklage und ihres Prozesses werden noch untersucht. Es ist unklar, wann sie in das zweite Gefängnis der Provinz Xinjiang überführt wurde, wo sie am 3. Oktober 2025 starb.

Frühere Verfolgung

Vor ihrer letzten Inhaftierung wurde Luo über Jahre hinweg mehrfach verhaftet. Im Jahr 2000 wurde sie zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und zweimal zu drei Jahren Haft verurteilt. Eine dieser Haftstrafen resultierte aus ihrer Verhaftung am 8. März 2006. Die Behörden informierten ihre Familie weder über die Anklage noch über den Prozess oder die Verurteilung. Ihre Mutter, die mit ihr zusammen lebte, erfuhr von ihrer rechtswidrigen Verurteilung durch die Wärter des Gefängnisses.

Die Mutter durfte Luo im Gefängnis nicht besuchen, da sie ebenfalls Falun Dafa praktiziert. Die beiden durften sich schließlich persönlich sehen, jedoch nicht miteinander sprechen.

Luo weigerte sich, die Gefängnisuniform zu tragen, und wurde von den Wärtern misshandelt. Im Winter erhielt sie nur Sommerkleidung und musste frieren. Im Sommer zwang man sie, Pullover zu tragen. Ihre Haut war entzündet und roch unangenehm.

Am 27. Juli 2010 erfolgte Luos nächste Festnahme und sie wurde in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht. Kommunale Mitarbeiter hatten sie vor ihrer Verhaftung zweimal schikaniert. Am 10. Januar 2013 wurde sie erneut verhaftet und an einem unbekannten Ort festgehalten.

Weitere Details der Verfolgung von Luo Chuanmei in den vergangenen über zwei Jahrzehnten werden noch untersucht.

Frühere Berichte:

Zwei Frauen aus Xinjiang inhaftiert und bis zur Handlungsunfähigkeit misshandelt

Falun Dafa Practitioners Persecuted in Xinjiang Province