(Minghui.org) Eine Frau aus der Stadt Daqing, Provinz Heilongjiang war nach einer Operation wegen Rektumkarzinoms noch ans Bett gefesselt, als ein örtliches Gericht ihre Rückführung in die Haft anordnete. Sie war wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu drei Jahren Haft verurteilt worden, die sie zuvor in Hausarrest verbringen konnte. Der Gesundheitszustand von Cong Ruimin verschlechterte sich durch die Inhaftierung weiter. Sie wurde im Oktober 2024 freigelassen und verstarb im Dezember 2025 im Alter von 68 Jahren.
Congs Leidenszeit begann am 1. August 2019, als ihr Personalausweis bei einer Sicherheitskontrolle am Bahnhof von Daqing einen Alarm auslöste. Sie stand im staatlichen System als Falun-Dafa-Praktizierende auf einer schwarzen Liste.
Polizisten durchsuchten ihre Tasche und fanden Informationskarten über Falun Dafa. Am selben Tag durchsuchten mehrere Beamte ihre Wohnung und beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher, ein Porträt des Begründers von Falun Dafa, zwei Computer, einen Drucker, einen Locher, einen Papierschneider sowie leere DVDs.
Die Bahnpolizei und ein Beamter des Büro 610 mit dem Nachnamen Dai versprachen, Cong freizulassen, wenn sie eine Erklärung zur Abkehr von Falun Dafa unterzeichnen würde. Sie weigerte sich und wurde zur Polizeiwache Longnan gebracht. Am nächsten Tag überstellte die Polizei sie in die Haftanstalt Daqing und übergab ihren Fall einen Monat später an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Ranghulu. Die Anklage lautete, sie habe mit einer „Sektenorganisation die Strafverfolgung untergraben“. Diese Anklage wird standardmäßig benutzt, um Falun-Dafa-Praktizierende zu kriminalisieren.
Nach 40 Tagen Haft litt Cong unter starken Bauchschmerzen. Nachdem Wärter sie am 22. Oktober 2019 ins Krankenhaus gebracht hatten, wurde bei ihr Rektumkrebs diagnostiziert. Die Polizei hielt sie noch einen weiteren Monat in Haft und entließ sie am 3. Dezember gegen Kaution. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie den günstigsten Zeitraum für eine Behandlung bereits verpasst.
Staatsanwalt Feng Guang von der Staatsanwaltschaft des Bezirks Ranghulu erhob zu einem nicht bekannten Zeitpunkt Anklage gegen Cong. Am 29. Dezember 2019 verurteilte das Bezirksgericht Ranghulu sie zu einer dreijährigen Haftstrafe sowie einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Yuan (etwa 2.600 Euro). Wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes wurde ihr Hausarrest gestattet. Allerdings wurde sie angewiesen, sich monatlich bei der Justizbehörde des Bezirks Ranghulu zu melden.
Am 14. März 2022 nahmen Beamte der Polizeiwache Longnan Cong jedoch in ihrer Wohnung fest und brachten sie auf Anordnung des Bezirksgerichts Ranghulu zur ärztlichen Untersuchung in das Krankenhaus Longnan. Cong wurde zunächst einen Monat lang in der Haftanstalt des Kreises Dumeng festgehalten und anschließend in die Haftanstalt der Stadt Daqing verlegt. Ihrer Familie wurden jegliche Besuche verweigert.
Cong wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt in das Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang eingewiesen. Sie musste körperliche und seelische Qualen erleiden, weil sie sich weigerte, ihren Glauben aufzugeben. Als sie im Oktober 2024 freigelassen wurde, war sie extrem geschwächt und litt unter starken Bauchschmerzen, Atembeschwerden sowie schwerer Schlaflosigkeit. Ihre Blutbildung war unzureichend, sodass sie zum Überleben auf Bluttransfusionen angewiesen war. Dennoch hörten die Polizei und örtliche Gemeindemitarbeiter nicht auf, sie zu schikanieren.
Cong hatte nach ihrer Haftentlassung 14 Monate lang mit einem sich verschlechternden Gesundheitszustand gekämpft, bis sie im Dezember 2025 verstarb.
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