(Minghui.org) Der 13. Mai [Welt-Falun-Dafa-Tag] ist für mich immer ein besonderer Tag, ein Tag großer Dankbarkeit.
Denke ich an die zurückliegenden Jahre, in denen ich Falun Dafa praktiziert habe, so wird mir zunehmend bewusst, dass das Kostbarste im Leben nicht nur die körperliche Gesundheit, der berufliche Erfolg oder die harmonische Familie ist. Noch bedeutender ist die Fähigkeit, im Chaos Orientierung zu finden; wieder auf die Beine zu kommen, nachdem man gestolpert ist; im Leiden die Hoffnung des Lebens zu sehen und schließlich zur Vollendung zu gelangen.
Bevor ich Falun Dafa übte, war mein Verständnis vom Leben sehr oberflächlich. Mir war zwar bewusst, dass ich freundlich, ehrlich und tolerant sein sollte; in der Realität schaffte ich es jedoch häufig nicht, ein entsprechendes Verhalten an den Tag zu legen, sobald ich mich mit verschiedenen Interessen, Konflikten, Streitigkeiten oder Verlockungen konfrontiert sah.
Liefen die Dinge auf der Arbeit nicht so, wie ich es wollte, tendierte ich dazu, mich zu beschweren. Hatte ich privat Druck, suchte ich mein Heil in der Flucht. Ich war süchtig nach Videospielen, mit denen ich eine Unmenge an Zeit verschwendete, und ließ mich, gesteuert von der Begierde, zu pornografischen Inhalten treiben. Von außen betrachtet führte ich mein Leben unverändert fort, aber innerlich fühlte ich mich oft leer, unerfüllt und stumpf.
Was mich wirklich dazu gebracht hat, mein Leben zu überdenken, war die Krebserkrankung meiner Frau. Bei ihr wurde eine aggressive Krebsform im Endstadium diagnostiziert, was unsere ganze Familie wie aus dem Nichts mit unheimlicher Wucht traf. Ich sah, wie zerbrechlich das Leben ist, und erlebte die Hilflosigkeit und Furcht, die mit solchen Schicksalsschlägen einhergehen.
Meine Frau leiden zu sehen, die allgegenwärtige Ungewissheit auszuhalten und doch nichts tun zu können – das alles raubte mir den Schlaf. Dinge, die mir früher wichtig waren, schienen plötzlich belanglos zu sein. Ansehen, Geld, Streitereien, Vergnügungen – alles verblasste im Vergleich zu dem, was wirklich zählt.
Am Tiefpunkt kam ich in Kontakt mit Falun Dafa. Zunächst hatte ich nur den Wunsch nach etwas Positivem in meinem Leben. Aber nachdem ich das Zhuan Falun zum ersten Mal gelesen und erfahren hatte, wie das Fa mit den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht die Menschen zum Guten anleitet, war ich berührt bis ins Mark.
Plötzlich war mir klar, dass man nicht erst in schwierigen Zeiten oder wenn man Probleme hat, nach Frieden und Sicherheit suchen sollte. Stattdessen sollte man im Alltag seinen Charakter verbessern und im Kern ein wirklich freundlicher, aufrichtiger und verantwortungsbewusster Mensch sein.
Falun Dafa hat mir aufgezeigt, dass das Leben einen tieferen Sinn besitzt. Es half mir zu verstehen, dass viele Ereignisse kein Zufall sind; dass Leid manchmal eine Gelegenheit sein kann, sich zu besinnen und dem eigenen Leben eine neue Richtung zu geben.
Mit meinem Einstieg in die Kultivierung im Falun Dafa änderte sich meine Einstellung und damit auch die Atmosphäre bei uns zuhause. Ich reagierte auf die Erkrankung meiner Frau nicht mehr nur mit Angst oder Ablehnung. Stattdessen lernte ich, gutherzig zu ihr zu sein, sie geduldig zu unterstützen und unser Familienleben mit positiver Kraft zu stützen.
Zwar praktizierte meine Frau selbst nicht, aber ich erlebte, was der Meister im Zhuan Falun sagt:
„Überall, wo Buddhas Licht erstrahlt, herrschen Schicklichkeit, Redlichkeit, Harmonie und Klarheit“ (Zhuan Falun, 2019, S. 173)
Wenn ein Mensch beginnt, sich selbst zu korrigieren und seinen Charakter zu verbessern, werden seine Familienangehörigen ebenfalls davon profitieren. Nach und nach besserte sich die gesundheitliche Verfassung meiner Frau, bis sie diese schwere Erkrankung schließlich überstanden hatte. Das war vor elf Jahren. Heute geht es ihr besser als je zuvor.
Ihre Genesung war ein Segen für unsere Familie und eine Erfahrung, die meine Seele berührte. Ich spürte die Güte des Fa mit jeder Faser meines Körpers und das half mir, mein Leben, meine Familie und die Chance zur Kultivierung mehr zu schätzen.
Auch auf der Arbeit bemerkte ich die Veränderung. War ich früher auf Probleme gestoßen, hatte ich an erster Stelle die Fehler der anderen ins Auge gefasst, war unausgeglichen und fühlte mich übervorteilt. Durch die Kultivierung lernte ich, zuerst mich selbst zu hinterfragen. War mein Ton unfreundlich gewesen? Hatte ich mich zu sehr auf das Ergebnis fixiert? Hatte ich es versäumt, die Sache aus der Perspektive des anderen zu betrachten? Was lag im besten Interesse der Firma? Sobald ich anfing, höhere Anforderungen an mich selbst zu stellen, lösten sich viele Konflikte wie von selbst.
Auf der Arbeit läuft es reibungsloser und zwischenmenschlich ist alles harmonischer. Ich verstand, dass wenn wir uns selbst ändern, sich auch unsere Umgebung wandelt. Ist unser Herz aufrichtig, wird der Weg, den wir beschreiten, breiter.
Aber ich sehe, dass ich noch viele Unzulänglichkeiten habe. Auch wenn ich den Weg der Kultivierung eingeschlagen habe, gelingt es mir nicht, mich immer vorbildlich zu verhalten. Manchmal lasse ich mich gehen und falle, verleitet von Bequemlichkeit und Begierde, in alte Muster zurück; verschwende Zeit mit Videospielen oder bleibe bei unangemessenen Inhalten hängen, was ich jedes Mal sehr bereue.
Kultivierung ist mehr, als seine Dankbarkeit in Worte zu fassen oder sich nur dann dem Fa zuzuwenden, wenn man Schwierigkeiten hat. Vielmehr geht es darum, sich jederzeit wirklich an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu messen. Die wirkliche Prüfung ist, ob ich, konfrontiert mit Versuchungen, meine Anhaftungen loslassen, mich selbst disziplinieren und aufrichtige Gedanken bewahren kann.
Die Erkrankung meiner Frau hat mich zu Falun Dafa geführt und ich durfte Glück erfahren; jetzt sollte ich die Chance zur Kultivierung umso mehr schätzen, anstatt nur meine Dankbarkeit in Worte zu fassen und gleichzeitig meinen Unzulänglichkeiten weiterhin nachzugeben.
Künftig will ich das besser machen, die Zeit wertschätzen und Videospiele sowie andere destruktive Verlockungen aufgeben; mich mehr meiner Kultivierung, meiner Familie und den wichtigen Dingen widmen.
Ich möchte mich gegenüber meiner Frau rücksichtsvoller, gegenüber meiner Familie verantwortlicher und gegenüber meinen Kollegen und Freunden freundlicher und toleranter verhalten. Wenn es Konflikte gibt, will ich nicht vorschnell urteilen, wer Recht oder Unrecht hat, sondern als Erstes in mich gehen und meine eigenen Schwächen ergründen. Und ich will keine Ausflüchte mehr für schlechte Gewohnheiten gelten lassen, sondern ganz bewusst meine aufrichtigen Gedanken bewahren.
Der 13. Mai ist für mich mehr als nur ein Jahrestag. Er erinnert mich daran, mich selbst zu prüfen und meinen inneren Kompass zu justieren. Ich bin Falun Dafa sehr dankbar, dass es mir geholfen hat, meinen Weg zu finden, als ich verloren war. Ich bin dem Meister für seine gütige Führung sehr dankbar, die mir den Wert des Lebens verständlich gemacht hat.
Ich wünsche mir, künftig einen geradlinigeren Weg unter der Anleitung von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht einzuschlagen und dass mehr Menschen die Schönheit von Falun Dafa erfahren. Auch hoffe ich, dass ich die drei Dinge gut erfüllen und mehr Menschen erretten kann!
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