(Minghui.org) „Wir stehen heute gemeinsam hier, weil es Menschen gibt, die nicht in Freiheit leben dürfen. Menschen, die wegen etwas verfolgt werden, das in jeder freien Gesellschaft selbstverständlich sein sollte: wegen ihres Glaubens, ihrer Überzeugungen und ihrer spirituellen Praxis“, sagte Hans Egli, Zürcher Kantonsrat und Vertreter der Eidgenössisch-Demokratischen Union.
Egli sprach am 18. Juli 2026 bei einer Veranstaltung von Falun-Dafa-Praktizierenden in Bern, der Hauptstadt der Schweiz. Die Veranstaltung sollte auf die seit 27 Jahren andauernde Verfolgung dieser spirituellen Praxis aufmerksam machen. „Falun-Gong-Praktizierende werden seit 1999 systematisch unterdrückt, gedemütigt, gefoltert und ihrer Rechte beraubt“, erklärte er.
Dr. Eva Keller, ehemalige Kantonsrätin des Kantons St. Gallen, nahm am 25. Juli an einer weiteren Veranstaltung in Zürich teil. Sie hielt eine Rede, um die Verfolgung in China öffentlich zu machen und die Menschen dazu zu bewegen, gemeinsam auf deren Beendigung hinzuwirken.

Praktizierende führen am 18. und 25. Juli 2026 in Bern und Zürich die Falun-Dafa-Übungen vor (Minghui.org)
Wahrheit, Rechtsstaatlichkeit, Standhaftigkeit und Solidarität sind die Mittel, um die Verfolgung zu beenden
Hans Egli, Mitglied des Zürcher Kantonsrats, spricht am 18. Juli 2026 auf einer Veranstaltung von Falun Dafa und äußert sich dazu, wie die Verfolgung beendet werden kann (Minghui.org)
Egli erklärte, dass die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden – die nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht leben – durch die KPCh nicht nur gegen internationale Konventionen verstoße, sondern auch die Menschenwürde mit Füßen trete. In seiner Rede ging Egli der Frage nach: „Was ist das wirksamste Mittel gegen die Verfolgung? Was können wir tun, damit Menschen nicht länger im Dunkeln leiden müssen?“
Verfolgung endet, wenn die Wahrheit ans Licht kommt
Egli sagte: „Verfolgung gedeiht im Dunkeln. Sie braucht das Schweigen, die Propaganda und die Entmenschlichung ihrer Opfer. Das wirksamste Gegenmittel ist daher die Wahrheit.
Jedes Zeugnis, jeder Bericht, jede unabhängige Untersuchung ist ein Lichtblick. Und Licht hat eine besondere Eigenschaft: Es vertreibt die Dunkelheit, ohne selbst Schaden anzurichten.“
Verfolgung endet, wenn sie Konsequenzen nach sich zieht
Seiner Ansicht nach müssten die Menschen Verfolgung nicht nur aus moralischen Gründen verurteilen, sondern auch dafür sorgen, dass die Täter politische, diplomatische und rechtliche Konsequenzen tragen. „Die Rechtsstaatlichkeit ist kein abstraktes Konzept. Sie ist ein Schutzschild für die Stimmlosen. Und sie sendet ein Signal an die Täter, dass Unrecht nicht ungestraft bleibt“, erklärte er.
Verfolgung endet, wenn Menschen standhaft bleiben
„Es gibt eine Kraft, die autoritäre Systeme nicht vollständig kontrollieren können: die innere Überzeugung eines Menschen“, so Egli mit Blick auf die beharrlichen Bemühungen von Falun-Dafa-Praktizierenden, die Verfolgung in den vergangenen Jahrzehnten zu beenden.
„Gewalt führt nicht zwangsläufig zu Unterwerfung. Menschen lassen sich zwar brechen – ihre Werte jedoch nicht.
Diese Standhaftigkeit ist nicht laut. Sie ist nicht aggressiv. Sie ist still, friedlich und dennoch unerschütterlich. Und genau deshalb ist sie so kraftvoll.
Wenn ein Staat (oder Regime) Menschen für Meditation, für Güte oder für spirituelle Überzeugungen bestraft, verliert er seine moralische Legitimität. Und Legitimität ist etwas, das kein Regime dauerhaft erzwingen kann.“
Verfolgung endet, wenn wir nicht wegsehen
Egli ist der Ansicht, dass jeder Verantwortung tragen sollte: „Nicht die Verantwortung, die Welt im Alleingang zu verändern, sondern die Verantwortung, nicht gleichgültig zu sein.“
Die Beantwortung der obigen Frage schloss er mit den Worten: „Das beste Mittel gegen Verfolgung ist eine Kombination aus Wahrheit, Rechtsstaatlichkeit, Standhaftigkeit und Solidarität.
Wir werden nicht schweigen, wir werden nicht wegsehen und wir werden weiterhin Ungerechtigkeit anprangern.“
Auf die anhaltende Verfolgung in China aufmerksam machen
Dr. Eva Keller nimmt an der Falun-Dafa-Veranstaltung in Zürich teil und hielt eine Rede (Minghui.org)
Dr. Keller bezeichnete Falun Dafa als eine friedfertige Praxis, die Unterstützung verdiene. Sie sah keinerlei Grund für die Verfolgung dieser Menschengruppe. Angesichts des staatlich geförderten, systematischen Organraubs an lebenden Praktizierenden, die sich weigerten, ihrem Glauben abzuschwören, äußerte sie sich schockiert: „Es ist unmenschlich und unglaublich grausam, dass Menschen in China wie bloßes Material behandelt werden.“
Seit Jahren sendet Frau Keller Unterstützungsschreiben für die Veranstaltungen der Praktizierenden. In diesem Jahr nahm sie persönlich teil, da sie die Öffentlichkeit auf die Verfolgung aufmerksam machen wollte. „Die Menschen wissen nur wenig darüber, und es ist entscheidend, das Bewusstsein dafür zu schärfen. Ich habe jetzt die Gelegenheit, mich hier zu engagieren, und diese habe ich wahrgenommen“, sagte sie.
Aähnlich äußerte sich Egli und erklärte, viele Menschen in der Schweiz wüssten nicht, dass Falun-Dafa-Praktizierende vom Regime verfolgt würden und dass 80 Millionen Praktizierende in Gefahr schwebten: Sie würden gefoltert, in Zwangsarbeitslager gesperrt und ihnen würden gegen ihren Willen Organe entnommen. „Jeder in der Schweiz sollte davon wissen“, äußerte er.
Helfen, die Verfolgung zu beenden
Dr. Keller glaubte nicht, dass die Verfolgung durch die KPCh bei den Falun-Dafa-Praktizierenden Halt machen würde. Sie erklärte, dass sich die Verfolgung, sobald eine Diktatur damit beginne, eine bestimmte Gruppe zu verfolgen, oft auf weitere Gruppen ausweite und schließlich noch mehr Gruppen erfasse. „Letztendlich leidet die gesamte Nation.“
Auch wenn die Verfolgung in einem weit entfernten Land stattfinde, war sie der Ansicht, dass sie dennoch Auswirkungen auf die Schweiz habe. „Selbst Ereignisse, die weit weg von mir geschehen, können mich indirekt betreffen; daher fühle ich mich verantwortlich. Natürlich gilt meine Sorge in erster Linie meinem direkten Umfeld, aber wir können uns nicht völlig abschotten. Das gilt besonders für Falun-Dafa-Praktizierende, die auch [in der Schweiz] verfolgt werden.“
Was ein Ende der Verfolgung betrifft, so hoffte sie, einen wesentlichen Beitrag leisten zu können: „Ich weiß sehr wohl, dass eine einzelne Person allein nicht viel ausrichten kann, aber wenn wir alle zusammenarbeiten, könnten sich die Dinge zum Besseren wenden.“
Verantwortung und Pflicht, die Verfolgung zu stoppen
Egli erinnerte sich daran, wie er vor Jahren zum ersten Mal von der Verfolgung von Falun Dafa erfuhr: „Ich war schockiert, weil ich absolut nichts darüber wusste. Ich verabscheue Ungerechtigkeit und betrachte es als meine politische Verantwortung und persönliche Pflicht, gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen, mich der Verfolgung entgegenzustellen und mich klar und unmissverständlich zu äußern.“
Er war sich bewusst, was die KPCh ihm aufgrund seiner Worte und seiner Haltung antun könnte. „Ich bin bereit, die Konsequenzen zu tragen, selbst wenn es mir schadet. Ich möchte abends mit reinem Gewissen in den Spiegel blicken können. Ich will für die Ideale eintreten, die mir wichtig sind – auch wenn das bedeutet, negative Konsequenzen in Kauf zu nehmen.“
Die Werte von Falun Dafa werden sich durchsetzen
Als gläubiger Christ erklärte Egli, dass die Prinzipien von Falun Dafa – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – für ihn „sehr wichtige Werte“ seien und er sich dadurch „tief mit Falun Gong verbunden“ fühle.
Ihm sei durchaus bewusst, dass die KPCh auch Christen verfolgt. „Ich verurteile das aufs Schärfste. Um es klar zu sagen: Ich hoffe, dass weder Falun Gong noch Christen weiterhin verfolgt werden.“
Er sei der Ansicht, dass die Verfolgung durch die KPCh dieser letztlich selbst schade: „[Die KPCh] schadet sich tatsächlich selbst und schwächt sich indirekt, ohne es zu merken. Doch ich bin fest davon überzeugt, dass das Licht – also die Werte, die Falun Gong vertritt – eine stärkere Kraft ist als die Verfolgung und dass sich diese Werte letztlich durchsetzen werden.“
Beide Redner riefen dazu auf, dass sich mehr politische Persönlichkeiten mit der Situation der Menschenrechtsverletzungen in China vertraut machen, sich öffentlich dazu äußern und gemeinsam auf deren Beendigung hinarbeiten.
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