(Minghui.org) Ich wurde in einer Familie geboren, in der es an Liebe mangelte. Egal, wie sehr ich mich von Kindheit an bis ins Erwachsenenalter auch bemühte, – ob ich renommierte Schulen besuchte oder bei Spitzenunternehmen arbeitete – habe ich von meiner Mutter nie ein Wort des Lobes gehört, sondern nur Herabsetzungen. Schließlich fragte ich mich sogar, ob ich überhaupt ihr leibliches Kind sei.

Da ich infolge dieser Erfahrungen ein geringes Selbstwertgefühl hatte, wurde ich übermäßig empfindlich. Ich erlitt ich im Laufe meines Lebens eine Reihe schwerer Schicksalsschläge und entwickelte eine starke Angststörung sowie Depressionen. Immer wieder fragte ich mich: „Wofür lebe ich eigentlich?“ Doch eines Tages fand ich die Antwort.

Endlich fand ich das, wonach ich gesucht hatte

Ich las für mein Leben gern und kaufte viele Bücher über spirituelle Heilung von bekannten chinesischen und ausländischen Autoren, darunter Werke über Konfuzianismus, Buddhismus und Taoismus. Beim ersten Durchblättern dieser Bücher hatte ich den Eindruck, als könnte die jeweilige Methode eine heilende Wirkung haben, doch bei genauerer Betrachtung empfand ich den Inhalt als unzureichend; es war wie der Versuch, „einen Juckreiz durch den Stiefel hindurch zu stillen“. Sie konnten meine Fragen nicht beantworten.

Im Jahr 2016 gab mir eine Freundin ein Exemplar des Hauptwerks von Falun Dafa, das Zhuan Falun. Ich las es dreimal und erinnere mich noch genau daran, wie begeistert ich war. Das war der Schatz, nach dem ich gesucht hatte! Endlich hatte ich den großen Weg gefunden! Ich hatte so viele Bücher gelesen, alte wie neue, aus dem In- und Ausland, doch keines war wie das Zhuan Falun, das die Geheimnisse des Universums und des Lebens auf so tiefgründige Weise erklärte. Am dritten Tag bat ich meine Freundin, mir beim Austritt aus der Partei und deren Unterorganisationen zu helfen. Anschließend bat ich sie, mir die Falun-Dafa-Übungen beizubringen. Aufgrund jahrelanger intensiver Arbeit, des Studiums und der Belastungen des Lebens hatte ich schon in jungen Jahren eine ganze Reihe von Krankheiten entwickelt: Schultersteife, Spondylose der Halswirbelsäule, Gastritis, Brustzysten, gynäkologische Entzündungen, Migräne und vieles mehr. Lauter Beschwerden, die immer wieder auftraten und mir große Schmerzen bereiteten.

Ich begann mit dem Praktizieren von Falun Dafa nicht mit der Absicht, meine Krankheiten zu heilen; vielmehr befand ich mich auf einer spirituellen Suche. Doch sechs Monate nachdem ich damit begonnen hatte, beseitigte der Meister meine Krankheiten. Die chronischen Leiden, die mich über zehn Jahre lang geplagt hatten, verschwanden auf wundersame Weise.

Früher war ich melancholisch, und meine Freunde sagten, ich hätte immer einen griesgrämigen Gesichtsausdruck. Nachdem ich mit dem Praktizieren begonnen hatte, wurde ich fröhlicher, und meine Freunde meinten, mein Gesichtsausdruck sei sanfter geworden. Ich denke, dass mein Gesichtsausdruck die tiefe Freude widerspiegelte, die ich empfand, nachdem ich die Wahrheit über das Leben verstanden hatte.

Ich war auch in einige sehr gefährliche Unfälle verwickelt. Bei einem Autounfall wurde die gesamte Stoßstange abgerissen, und die Reparatur kostete mehr als 10.000 Yuan (1.290 Euro). Zwar wurde ich nicht verletzt, war aber so verängstigt, dass ich in Tränen ausbrach. Als ich mich beruhigt hatte, wurde mir klar, dass der Meister mich beschützt hatte.

Da ich Angst vor Mühsal hatte und es lieber bequem haben wollte, dauerte es noch einige Jahre, bis ich unter großen Schmerzen begann, den Lotussitz zu üben. Ich fing an, auf die Qualität meines Fa -Lernens zu achten, und dachte über meine Anhaftungen nach. Ich erstellte eine Liste aller Anhaftungen, die ich bei mir entdeckte, darunter das Streben nach Ruhm und Eigennutz und Sentimentalität. Manche waren offensichtlich, wie etwa das Streben nach eigenem Vorteil, Konkurrenzdenken, Eifersucht, Groll und der Wunsch, immer die Oberhand zu gewinnen. Andere jedoch waren tief verborgen, zum Beispiel die Abhängigkeit von anderen, Bequemlichkeit, Egoismus und die Angst vor Einsamkeit.

Ich bat andere Praktizierende, mich auf Anhaftungen hinzuweisen, die ich selbst nicht sehen konnte, und begann, meine Anhaftungen bewusst zu beobachten und mit meiner Liste zu vergleichen, um zu sehen, welche allmählich nachließen und welche neuen Anhaftungen zum Vorschein kamen.

Ich träumte, dass ich mit einem sehr schweren Rucksack über einen Spielplatz lief. Als ich fast am Ziel war, konnte ich nicht weiterlaufen. Ich warf den Rucksack ab, und mein Körper wurde ganz leicht. Ich lief immer schneller und sah, wie meine Beine den Boden verließen, während ich in die Luft abhob. Ich begriff, dass der Meister mir einen Hinweis gab: Nur indem ich Anhaftungen und Lasten losließ, konnte ich mein Karma beseitigen und frei werden; nur durch solide Kultivierung konnte ich mich schnell verbessern und erhöhen.

Nach dieser Erkenntnis überwand ich endlich meine Angst vor dem Sitzen im Lotussitz. Vielleicht sah der Meister, dass es mir gelungen war, die Anhaftung an die Angst vor Mühsal zu beseitigen, und half mir deshalb, das Karma zu entfernen.

Nachdem ich verstanden hatte, wie man sich solide kultiviert, wurde ich gelassener. Ich betrachtete weltlichen Gewinne und Verlust mit Distanz und reduzierte meine materiellen Wünsche. Nachdem ich mit der Kultivierung begonnen hatte, verstand ich, dass Frauen in der traditionellen Kultur sanftmütig und tugendhaft sein sollten. Und so begann ich, Freude am Kochen zu finden, half im Haushalt und erledigte den Abwasch. Als ich zum chinesischen Neujahrsfest in meine Heimatstadt zurückkehrte, scherzten meine Verwandten und Freunde oft, dass meine Cousinen wie meine älteren Schwestern seien und ich eher wie ihre jüngere Schwester wirke, da sie von meinem jugendlichen Aussehen beeindruckt waren.

Während ich in das Fa eintauchte, reinigten mich die Fa-Prinzipien des Meisters Schicht für Schicht. Dieses Glück und dieses Lebensgefühl sind mit Worten kaum zu beschreiben.

Beseitigung der Parteikultur und der Neigung zu Extremen

Ich bin in der Kultur der Partei aufgewachsen, daher war mein Denken tief davon vergiftet. Nach einigen Jahren der Kultivierung verstand ich zwar, dass die Prinzipien von Falun Dafa (Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht) der einzige Maßstab für die Unterscheidung von Gut und Böse sind; mir war auch bewusst, dass sich über viele Leben hinweg Karma angesammelt hatte und dass verschiedenste Anhaftungen fortwährend beseitigt werden mussten. Mir war jedoch überhaupt nicht klar, dass meine Gedanken von Parteikultur durchdrungen waren. Früher hatte ich geglaubt, meine negativen Gedanken seien lediglich eine Folge des harten Wettbewerbs in der Gesellschaft sowie des hohen Drucks im Beruf und im Alltag.

Erst als ich die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei las, wurde mir bewusst, wie tief die Ideologie der Partei in meinem Innersten verwurzelt war. Zum Beispiel neigte ich dazu, Dinge auf die Spitze zu treiben. Meine Arbeitsweise war unverantwortlich und nachlässig; ich war stark auf persönlichen Vorteil bedacht, wollte schnelle Ergebnisse, besaß ein streitlustiges Wesen und ein Temperament, das in plötzlichen Wutausbrüchen Befriedigung fand. All dies waren Ausprägungen der Parteikultur. Erst indem ich mich mit ganzem Herzen dem Fa-Lernen widmete und mich kontinuierlich an Dafa anglich, konnte ich mich vollständig reinigen.

Beeinflusst von der Partei-Mentalität, zu Extremen zu neigen, nahm ich lange Zeit nach Beginn meiner Kultivierung – abgesehen von beruflich bedingten Kontakten – kaum an Veranstaltungen teil, die von Nicht-Praktizierenden organisiert wurden. Ich wollte nur mit Praktizierenden verkehren. Wenn ich Menschen über die Hintergründe der Verfolgung aufklärte, sprach ich nur mit Verwandten und engen Freunden. Diese extreme Denkweise war in Wirklichkeit eine Form von Egoismus.

Durch das Fa-Lernen erkannte ich: Die sozialen Beziehungen und Konflikte, denen wir bei unserer Kultivierung inmitten der gewöhnlichen Menschen begegnen, bieten uns zahlreiche Gelegenheiten, uns zu erhöhen, sowie Karma und Anhaftungen zu beseitigen. Nur durch die Kultivierung und den Umgang mit Menschen können wir sie über die wahren Umstände aufklären und dem Meister dabei helfen, sie zu erretten.

Nachdem ich zur Ruhe gekommen war und die Vorträge des Meisters zweimal aufmerksam gelesen hatte, wurde mir folgendes klar: All das Leid, das ich in der ersten Hälfte meines Lebens ertragen hatte, meine damalige Verwirrung und meine Depressionen, waren dazu gedacht, mir zu helfen, meine Mission in diesem Leben zu finden! Ich hatte in einer Illusion gelebt, während ich nach dem Sinn des Lebens suchte, und nun hatte ich ihn endlich gefunden. Ich erkannte, dass meine Lebensaufgabe darin bestand, mich gut zu kultivieren und den Meister bei der Fa-Berichtigung zu unterstützen.

Darüber hinaus wurde mir bewusst, dass meine Freunde, Mitschüler, Kollegen und andere Menschen eine schicksalhafte Verbindung zu mir hatten, damit ich ihnen von Dafa erzählen konnte. Hätte ich mich von ihnen distanziert, hätte ich keine Gelegenheit gehabt, sie über Falun Dafa und die Verfolgung aufzuklären. Wie hätte ich dann den Meister bei der Fa-Berichtigung unterstützen können? Nachdem ich meine Anhaftungen und meine extreme Denkweise erkannt hatte, kehrte ich in meinen gewohnten sozialen Kreis zurück und nahm wie üblich an verschiedenen Aktivitäten teil. Ich begriff nun, wie kostbar die Zeit war. Ich pflegte den Umgang mit gewöhnlichen Menschen, um das Fundament für die zukünftige Aufklärungsarbeit zu legen.

Mich erhöhen und die Fakten erklären

Während der Feiertage begann ich, Verwandte und Freunde zu besuchen sowie an Zusammenkünften teilzunehmen und klärte sie in Gesprächen über Falun Dafa auf. Nachdem einige Menschen die Fakten über Falun Dafa und die Verfolgung verstanden hatten, baten sie mich, ihnen die Übungen zu zeigen. Ich führte weiterhin persönliche Gespräche. In den letzten Jahren habe ich einigen Dutzend Menschen zum Parteiaustritt verholfen. Auch wenn diese Zahl gering erscheinen mag, spürte ich während dieses Prozesses tief, wie meine Anhaftungen Schicht für Schicht abfielen. Mir wurde klar, dass der Prozess der Aufklärung über die Fakten zugleich ein Prozess der ständigen Beseitigung von Angst, Unruhe und Ungeduld war.

Nach und nach erfasste ich die tiefere innere Bedeutung dessen, was der Meister gesagt hatte:

„Die Kultivierung hängt von einem selbst ab und die Kultivierungsenergie hängt vom Meister ab.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 36)

Als ich mich aus tiefstem Herzen wirklich kultivieren und dem Meister bei der Fa-Berichtigung helfen wollte, unterstützte mich der Meister und arrangierte Gelegenheiten. Ich musste nur das Gespräch suchen.

Wenn ich aus geschäftlichen Gründen verreisen musste, dachte ich: „Ich bin so weit gereist, es wäre wunderbar, wenn ich einigen Menschen die Fakten erklären könnte.“

Ich traf eine alte Bekannte; wir aßen gemeinsam und unterhielten uns. Während ich darüber nachdachte, wie ich ihr von Falun Dafa erzählen sollte, sagte sie: „Die Mutter einer Freundin, sie ist so um die 80, praktiziert Falun Dafa, und ihre Familie hat Glück. Aber was ist Falun Dafa? Warum ist es in China verboten?“

Ich erklärte ihr, was Falun Dafa ist. Sie sagte, sie verstehe zwar, dass Falun Dafa gut ist, wolle aber nicht aus der KPCh austreten, da sie das Gefühl habe, nichts Falsches getan zu haben. Ich erinnerte mich daran, dass sie früher erwähnt hatte, buddhistische Schriften zu lesen und auch Buddha-Statuen zu besitzen. Ich vermutete, dass störende Gottheiten auf sie einwirkten. Deshalb zeigte ich ihr das Video über die Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Während sie es sich ansah, sandte ich im Stillen aufrichtige Gedanken aus, um die störenden Gottheiten zu beseitigen, die sie daran hinderten, die Wahrheit zu verstehen. Nachdem sie das Video zu Ende gesehen hatte, bat sie mich, ihr beim Austritt zu helfen. Ihre Mutter hörte zu und rief aus: „Mein Gott! Wir sind alle getäuscht worden. So ist das also! Die KPCh ist so brutal; wie können sie nur einen buddhistischen Kultivierungsweg so verleumden?!“ Zu meiner Überraschung fragte sie: „Ich möchte diesen Weg auch lernen; kannst du mir die Übungen zeigen?“ Ich sagte erfreut: „Sehr gerne zeige ich sie dir.“ Dann zeigte ich ihr die Übungen Schritt für Schritt. Sie lernte mit ganzem Herzen. Schon bald beherrschte sie alle fünf Übungen. Als sie bei der dritten Übung angelangt war, sagte sie, ihr ganzer Körper fühle sich warm an, was ihr ein sehr angenehmes Gefühl bereite. Ich fertigte für sie Kopien der aufgezeichneten Vorträge des Meisters sowie des Videos zur Übungsdemonstration an. Dann riet ich ihr: „Du solltest das Fa lesen und dir die Vorträge des Meisters anhören, wann immer du Zeit hast.“ Sie lächelte glücklich und nahm die Materialien entgegen.

Bevor wir uns verabschiedeten, sagte sie: „Meine Liebe, dadurch, dass du das tust, wirst du Tugend ansammeln.“ Ich war so erfreut, dass ich einen Moment lang ganz sprachlos war. Ich spürte, dass der Meister ihren Mund nutzte, um mich zu ermutigen. Ich verstand, dass alles vom Meister arrangiert war; ich bewegte lediglich meine Hände und Füße. Noch nie hatte ich darüber nachgedacht, Tugend anzusammeln. Ich wollte einfach nur dem Meister folgen, mich gut kultivieren und den Meister bei der Fa-Berichtigung unterstützen.

Als Praktizierende in der Zeit der Fa-Berichtigung liegt es in unserer Verantwortung, die drei Dinge gut zu machen. In unserer Firma wurden zu Beginn eines jeden Jahres Jahresziele festgelegt. Seit Anfang dieses Jahres bestand mein persönliches Jahresziel darin, die drei Dinge gut zu machen. Alles andere, was ich tat, diente dazu, diese drei Dinge zu verwirklichen.

Unsere Zeit für die Kultivierung wird bald enden. In der verbleibenden, begrenzten Zeit werde ich mich fleißig kultivieren, aufrichtige Gedanken bewahren und meine Anhaftungen beseitigen. Ich werde die Weisheit nutzen, die ich durch das Fa erhalten habe, um den Menschen voller Barmherzigkeit die wahren Umstände zu erklären, mein urzeitliches Gelübde zu erfüllen und mit dem Meister nach Hause zurückzukehren.

Vor zehn Jahren habe ich mit dem Praktizieren von Falun Dafa begonnen. Mein wissender Teil ist sich zutiefst bewusst, welch großes Glück ich habe. Indem ich meine Kultivierungserfahrungen mit anderen teile, hoffe ich aufrichtig, dass auch sie diese einmalige Gelegenheit nicht verpassen.