(Minghui.org) In meiner Kindheit hörte ich oft, wie mein Vater sagte: „Drei große Sorgen kennt das Leben: ein undichtes Dach, einen löchrigen Topf und eine kranke Frau.“ Es ist ein geläufiges Sprichwort.
Damals wohnten wir auf dem Land. Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, dass es bei uns öfters hereinregnete und wie mein Vater mit einer Schüssel das Wasser auffing und versuchte, das Dach abzudichten.
Hinzu kam, dass meine Mutter chronisch krank war. Sobald unsere Familie ein bisschen Geld gespart hatte, brachte mein Vater sie zur Behandlung in ein Krankenhaus in der Provinzhauptstadt. Die Liste der Krankheiten meiner Mutter war lang und sie ließen sich nur schwer behandeln, weshalb sie immer auf Medikamente angewiesen war.
Zwei der drei großen Lebenssorgen hatten unsere Familie also getroffen, nur der kaputte Topf fehlte noch. Mein Vater pfiff häufig Lieder vor sich hin und sagte: „Frauen, die Sorgen haben, weinen; Männer, die Sorgen haben, singen.“
Wenn ich daran denke, was mein Vater damals durchmachte, bedrückt mich das heute noch ein wenig. Ich war noch zu jung, um seine Sorgen und Nöte wirklich zu begreifen. Rückblickend hätte ich ihm gerne mehr im Haushalt geholfen und ihn besser unterstützt.
Aufgrund ihrer schlechten Gesundheit war meine Mutter auch seelisch angeschlagen, hinzu kam ihr aufbrausendes Temperament. Ich erinnere mich an ein Neujahrsfest. Alle waren damit beschäftigt, die Feier vorzubereiten und meine Mutter hängte überall traditionelle Neujahrsbilder auf. Wer genau sie dann verärgert hatte, weiß ich nicht mehr, aber vor lauter Zorn wollte sie plötzlich nicht mehr mithelfen und riss zudem alle Bilder wieder herunter, was auch den Nachbarn nicht verborgen blieb.
Einmal stieß sie während des Essens den voll gedeckten Tisch um. Was sie dazu provoziert hatte, kann ich nicht sagen. Der Leiter des örtlichen Polizeireviers wusste von dem Verhalten meiner Mutter. Unsere Familien waren direkte Nachbarn. Er war oft zu Besuch bei uns und häufig Zeuge ihrer Launen.
Als meine Mutter 1999 anfing, Falun Dafa zu praktizieren, war sie wie verwandelt und viel gelassener.
Indes setzte die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) die Verfolgung von Falun Dafa in Gang und der Polizeichef meinte zu meiner Mutter: „Ich weiß nicht, ob Falun Dafa gut ist oder nicht, aber ich habe deine Veränderung miterlebt und das bringt mich zu dem Schluss, dass es großartig ist. Ich bewundere Falun Dafa, dass es so einen guten Menschen aus dir gemacht hat.“
Die Wandlung meiner Mutter durch das Praktizieren war in der Tat erstaunlich und beschränkte sich nicht nur auf ihre Launen und ihre Einstellung, sondern erstreckte sich auch auf ihre körperliche Gesundheit. Ohne Geld auszugeben, Pillen zu schlucken oder Spritzen zu erhalten waren ihre hartnäckigen Erkrankungen allesamt verschwunden.
Aber sehr bald, nachdem sie ihre Gesundheit zurückgewonnen hatte, war die Verfolgung durch die KPCh angelaufen. Damals war meine Mutter dem Regime gegenüber sehr gehorsam und dachte: „Sie erlauben uns aktuell nicht zu praktizieren, dann warte ich eben, bis der Staat es wieder gestattet.“
Sie wartete und wartete, aber die erhoffte Nachricht blieb aus. Zwei Jahre später ging es mit ihrer Gesundheit wieder steil bergab; die alten Erkrankungen waren zurückgekehrt. Meine Mutter wurde öfter ohnmächtig. Manchmal passierte das, während man sich gerade mit ihr unterhielt. Ein paar Mal hatte man sie bereits in Leichentücher gehüllt. Während des heftigsten Vorfalls blieb sie 30 Minuten regungslos und wurde bereits für ihre Beerdigung angezogen, bevor sie wieder zu sich kam.
Ein Verwandter schlug ihr vor: „Warum praktizierst du nicht wieder Falun Dafa? Du kannst doch zuhause praktizieren, auch ohne auf eine staatliche Erlaubnis zu warten.“
Es dauerte nicht lange, nachdem sie das Praktizieren wieder aufgenommen hatte, bis sich ihre Gesundheit erneut besserte und die Lebensgeister in sie zurückkehrten. Als es ihr wieder gut ging, arbeiteten meine Eltern beide sehr hart, bis sie genügend Geld verdient hatten, um sich im Dorf ein großes Haus aus Ziegelsteinen mit drei Zimmern zu bauen. Seither habe ich meinen Vater nie mehr den Spruch über die drei großen Sorgen sagen hören.
Das Praktizieren von Falun Dafa hat meiner Mutter nicht nur Gesundheit geschenkt, sie erlernte auch ganz neue Fähigkeiten. Obwohl sie eine alte Frau vom Land ist, hat sie gelernt, mit dem Computer umzugehen, ins Internet zu gehen, Dokumente herunterzuladen, zu drucken und die Dokumente zu binden. Sie ist sogar in der Lage, Probleme mit dem Drucker eigenständig zu beheben. Selbst mein Vater ist schwer beeindruckt.
Alle im Dorf wissen um das Temperament meines Vaters und dass man keine Chance hat, in seiner Anwesenheit über Dinge wie Qigong oder Glauben zu sprechen. Aber die Wandlung meiner Mutter brachte ihn dazu, Falun Dafa zu bewundern. Manchmal sagt er sogar: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“
Mein großer Bruder, der die Schule nur kurz besuchen konnte, sagte zu Mutter: „Mama, mach ruhig weiter und praktiziere Falun Dafa. Wenn dich jemand daran hindern will, werde ich ihn bis aufs Blut bekämpfen. Wer sonst könnte mir meine Mama zurückbringen?“
Einmal meinte er im Spaß zu seiner Frau: „Hey, warum lernst du nicht auch Falun Dafa von Mama? Dann wärst du viel freundlicher zu mir, das wäre doch großartig!“
Meine Schwägerin entgegnete: „Das habe ich gerade auch gedacht! Du solltest mit Mama Falun Dafa praktizieren und daran arbeiten, dein Temperament in den Griff zu bekommen!“
Copyright © 1999-2026 Minghui.org. Alle Rechte vorbehalten.