(Minghui.org) Falun-Dafa-Praktizierende aus Los Angeles, San Diego, Arizona und Las Vegas nahmen am 6. September 2026 in Los Angeles an der Falun-Dafa-Konferenz zum Erfahrungsaustausch im Südwesten der USA teil. Einige der Referenten praktizieren Falun Dafa bereits seit über 30 Jahren, einer hat erst vor Kurzem mit der Kultivierung begonnen. Sie berichteten, wie sie sich in Konfliktsituationen erhöhten und Gelegenheiten im Alltag nutzten, um ihre Mitmenschen über die anhaltende Verfolgung von Falun Dafa in China aufzuklären. Die Beiträge wurden simultan ins Chinesische, Englische und Vietnamesische übersetzt.

Die Falun-Dafa-Konferenz zum Erfahrungsaustausch 2026 für den Südwesten der USA findet am 6. September 2026 in Los Angeles statt. Praktizierende aus verschiedenen Regionen nehmen daran teil, über 20 berichten von ihren Erfahrungen in der Kultivierung. (Minghui.org)

Vom Wunsch nach schnellem Erfolg zur Geduld

Kurz nachdem Frau Cai 2011 mit dem Praktizieren von Falun Dafa begonnen hatte, half sie, Shen Yun bekannter zu machen. Dabei erkannte sie, dass ihre Zweifel an anderen meist auf sie selbst zurückzuführen waren und sie ihre Denkweise ändern musste.

Als Cai in der Nähe von Beverly Hills Flyer verteilte, lehnten zwei Frauen die Flyer zunächst ab, da sie einem diffamierenden Bericht eines etablierten Mediums Glauben schenkten. Statt mit ihnen zu diskutieren, erklärte Cai geduldig, warum dieses Medium mit der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) zusammenarbeite und falsche Berichte verbreite, um Shen Yun zu diffamieren. Sie erläuterte, dass Shen Yun die traditionelle chinesische Kultur wiederbeleben und die moralischen Werte der Menschen stärken wolle. Daraufhin zeigten sich die beiden Frauen aufgeschlossener und äußerten Interesse daran, eine Aufführung von Shen Yun zu besuchen.

Ein anderes Mal begegnete sie einem Mann, der sagte, er habe noch nie von Shen Yun gehört. Sie erklärte ihm, dass eine Aufführung von Shen Yun das Leben eines Menschen verändern könne, und zeigte ihm einen kurzen Ausschnitt aus einem Video. Zu ihrer Überraschung kaufte er daraufhin vier Tickets der teuersten Kategorie.

Cai erinnert sich immer wieder daran, keinen Passanten zu übersehen und Menschen nicht vorschnell nach ihrem Aussehen, ihrem gesellschaftlichen Status oder ihrer ersten Reaktion zu beurteilen. Ein Flyer, ein Satz oder ein freundlicher Gedanke könne für die Zukunft eines Menschen einen großen Unterschied machen.

Bei der Promotion für Shen Yun erkannte Cai, dass sie nicht ihr äußeres Umfeld ändern musste, sondern an ihrem eigenen Charakter arbeiten sollte – insbesondere an ihrer Ungeduld und ihrem Wunsch nach schnellem Erfolg. Statt sich auf das Ergebnis zu konzentrieren, sollte sie ihre Aufmerksamkeit ganz dem Menschen widmen, mit dem sie gerade spricht, und sich fragen: „Habe ich mein ganzes Herz hineingelegt?“

Außerdem erkannte Cai, dass es nicht darauf ankommt, welche Arbeit ihr zugeteilt wird oder wie wichtig ihre Aufgabe erscheint. Wenn sie auf ein Problem stößt, sollte sie es aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und darauf achten, allem mit Gutherzigkeit zu begegnen.

Aufhören, die eigene Introvertiertheit als Ausrede zu benutzen

Mike aus San Diego begann 2023 mit dem Praktizieren. Zuvor hatte er 20 Jahre lang beim US-Militär gedient und später für die Regierung gearbeitet. Er litt unter Leber- und Gelenkproblemen sowie häufigem Schwindel, Herzrasen und einem verlangsamten Puls. Waren die Beschwerden besonders stark, hatte er beim Aufstehen das Gefühl, ohnmächtig zu werden. Er nahm verschiedene Medikamente, Vitamine, Nahrungsergänzungsmittel und Kräuter ein, um die Symptome zu lindern, und hatte sich bereits damit abgefunden, mit diesen Beschwerden leben zu müssen.

Nachdem Mike mit Falun Dafa begann, besserte sich sein Gesundheitszustand allmählich. Bei einer Kontrolluntersuchung teilte ihm sein Arzt eines Tages mit, dass sich seine Leberprobleme deutlich gebessert hätten.

Durch das Studium der Falun-Dafa-Lehre und das Praktizieren der Übungen verstand Mike zunehmend, dass die Verbesserung seiner Gesundheit nicht der Grund für seine Kultivierung sein sollte. Vielmehr gehe es darum, seine Xinxing zu erhöhen. Die größte Veränderung, so Mike, habe sich in seiner Denkweise vollzogen.

Früher suchte er bei Problemen instinktiv nach der Ursache im Außen und überlegte, wer oder was sich ändern müsse. Seit er Falun Dafa praktiziert, schaut er stattdessen zuerst bei sich nach. Er hat erkannt, dass herausfordernde Situationen Gelegenheiten bieten, an sich zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln.

Mike war früher introvertiert und scheute sich davor, aktiv auf andere zuzugehen. Wenn er bei Veranstaltungen der Praktizierenden mithalf, übernahm er am liebsten Aufgaben, bei denen er nicht direkt mit anderen Menschen in Kontakt treten musste, etwa beim Aufbau oder bei der Vorführung der Übungen. Verteilte er Flyer, beschränkte er sich meist auf ein oder zwei Sätze.

Heute geht Mike von sich aus auf Fremde zu und spricht mit ihnen über Falun Dafa und die Verfolgung in China. Rückblickend hat er erkannt, dass seine Introvertiertheit lediglich eine Grenze gewesen war, die er sich selbst gesetzt hatte.

Die Begeisterung vom Beginn der Kultivierung wiederfinden

Ein Praktizierender, der als Geschäftsmann tätig ist, schloss sich 2017 der englischsprachigen Epoch Times (EET) an, um seine beruflichen Erfahrungen und Fähigkeiten in die Medienarbeit einzubringen. Als sein eigenes Geschäft zunehmend mehr Zeit beanspruchte, rückten für ihn jedoch die Ergebnisse immer stärker in den Vordergrund. Auch beim Studium des Fa fiel es ihm zunehmend schwer, konzentriert zu bleiben.

Er schaute nach innen und erkannte, dass sich hinter seinem Wunsch, effizient zu arbeiten, ein Streben nach schnellem Erfolg verbarg. Daraufhin beschloss er, sich neu auszurichten, der Kultivierung im Falun Dafa wieder Priorität einzuräumen und seine starke Ergebnisorientierung bei der Arbeit loszulassen. Beim Lesen der Lehre erinnerte er sich immer wieder daran, konzentriert zu bleiben und zu dem Kultivierungszustand zurückzufinden, den er beim ersten Lesen des Zhuan Falun erlebt hatte.

Nach und nach wurde er im Umgang mit anderen offener und zugänglicher. Vor Kurzem bewarb er sich um die Mitgliedschaft in einem einflussreichen Club. Ein Mitglied versuchte, seine Aufnahme zu verhindern, weil er für EET tätig war. Der Vorstand stimmte seiner Aufnahme schließlich dennoch zu. Dadurch wurde EET in diesem Umfeld bekannter.

Aus diesem Erlebnis erkannte er, dass er sich lediglich danach richten müsse, was die Lehre von ihm verlangt, ohne sich Gedanken über das Ergebnis zu machen.

28 Jahre Kultivierung

Frau Sun aus Los Angeles begann 1998, Falun Dafa zu praktizieren. Nachdem sich ihr Gesundheitszustand verbessert hatte, beschloss sie, sich für Falun Dafa einzusetzen, als die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) 1999 die Verfolgung einleitete.

Sun hatte zuvor mehrere Fehlgeburten erlitten und kein zweites Kind bekommen können. Nachdem sie mit Falun Dafa begonnen hatte, wurde sie erneut schwanger und brachte ein zweites Kind zur Welt. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen wollte sie noch mehr Menschen darüber informieren, mit welchen Lügen die KPCh die Verfolgung rechtfertigt und welches Leid sie den Praktizierenden zufügt.

Nach ihrer Ausreise aus China sprach Sun an Touristenattraktionen mit Chinesen über die anhaltende Verfolgung. Einmal begegnete sie einem Touristen aus China, der mit seinem Reichtum prahlte. Sie ließ sich von seinem Auftreten nicht beirren und sagte zu ihm: „Egal, wer Sie sind, Ihr Leben ist es wert, gerettet zu werden.“

Bei einer anderen Gelegenheit traf sie eine chinesische Studentin, die zu ihr sagte: „Der Reiseleiter meinte, Sie würden für das Verteilen dieser Flyer bezahlt. Aber die Informationen darauf stimmen und Sie alle haben ein ehrliches Lächeln. Sie strahlen eine solche Herzlichkeit aus. Ich glaube, Falun Dafa muss eine sehr gute Praxis sein, denn Ihr Lächeln ist so freundlich! Ich möchte es lernen.“

Im Laufe der Jahre erkannte Sun, dass die Gespräche mit den Menschen über die Verfolgung zugleich ein Prozess der eigenen Kultivierung sind. Einmal ging eine Praktizierende, mit der sie zusammenarbeitete, vorzeitig und überließ ihr die restliche Arbeit. Sun ärgerte sich zunächst darüber, erkannte dann jedoch, dass sie nicht darauf schauen sollte, wie sich andere verhielten. Als sie ihre Gedanken neu ausrichtete, konnte sie wieder die positiven Seiten der Praktizierenden sehen und ihr Groll löste sich auf.

Seit 28 Jahren bemüht sich Sun, auch in kleinen Dingen beständig an sich zu arbeiten und die Menschen kontinuierlich über die Verfolgung aufzuklären.