(Minghui.org) Grüße an den verehrten Meister. Grüße an die Mitpraktizierenden.
Ich möchte über meine Erkenntnisse auf meiner jetzigen Ebene berichten, wie ich meine Xinxing (Herzensnatur) im Einklang mit Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht während der aktuellen Prüfung meiner Arbeitslosigkeit erhöhe.
Anfang dieses Jahres wurde ich nach mehr als dreieinhalb Jahren Tätigkeit als Energieberater in einer Stadt in British Columbia entlassen, da das Unternehmen seinen Geschäftsschwerpunkt verlagerte und meine Englischkenntnisse nicht den neuen Anforderungen entsprachen. Dieser Rückschlag gefährdete nicht nur die finanzielle Stabilität meiner Familie erheblich, sondern hinderte mich auch daran, die wahren Umstände zu erklären und Shen Yun bekannt zu machen.
Nach innen schauen und die eigenen Mängel finden
Wenn ich an diese Sache zurückdenke, wird mir klar, dass ich ernsthafte Lücken in der Kultivierung hatte. In der normalen Gesellschaft habe ich meine Energie nicht darauf verwendet, mein Englisch zu verbessern. Auch habe ich die berufliche Qualifikation lange nicht abgeschlossen, sodass ich die Anforderungen des Arbeitsplatzes nicht erfüllte. Dazu kommt, dass ich die freie Zeit im Unternehmen nicht aktiv genutzt habe, um die wahren Umstände zu erklären und Shen Yun vorzustellen.
Als ich meinen Arbeitsplatz verlor, war meine Frau sehr besorgt und machte mir Vorwürfe: Sie meinte, ich sei so sehr auf Falun Dafa fixiert, dass ich trotz ihrer wiederholten Hinweise meine familiären Pflichten vernachlässigt hätte. Um das Fa zu bestätigen, muss ich neben der Aufgabe, dem Meister bei der Fa-Berichtigung zu helfen, auch meine gesellschaftlichen Pflichten erfüllen. Diese Lektion muss ich mir zu Herzen nehmen.
Erkennen und Beseitigen der Anhaftung an Ruhm
Ich reichte mehr als 50 Bewerbungen ein, und der finanzielle Druck lastete schwer auf mir während dieser drei Monate der Arbeitslosigkeit. Einmal, als ich mit meiner Frau sprach, war ich völlig außerstande, meine gewohnte Gelassenheit zu bewahren, obwohl mir vollkommen bewusst war, dass dies eine Prüfung war, um zu sehen, ob ich standhaft bleiben konnte. Ich verlor die Beherrschung und schrie sie an. Nachdem ich mich beruhigt hatte, ermahnte mich mein Sohn: „Wenn du dich so kultivierst, was ist das dann für eine Kultivierung?“ Durch diese Worte schämte ich mich zutiefst. Der Meister nutzte meine Arbeitslosigkeit, um meine Anhaftungen an der Wurzel zu beseitigen:
Erstens konnte ich innerlich keinen Zustand des Mitgefühls bewahren. Es fehlte mir an ausreichender Barmherzigkeit, mich in die Lage meiner Frau zu versetzen und ihre Existenzängste in einem fremden Land wirklich zu verstehen, zumal wir damals keinen anderen Weg sahen, unseren Lebensunterhalt zu bestreiten, als vergeblich Bewerbungen zu schreiben.
Zweitens hatte ich nicht jene Ebene großer Nachsicht erreicht, über die ein Kultivierender verfügen sollte. Angesichts heftiger Konflikte verhielt ich mich immer noch wie ein gewöhnlicher Mensch: Ich stritt und kämpfte und versuchte sogar, die andere Person zu übertrumpfen. Ich war noch nicht einmal so gut wie ein gewöhnlicher Mensch, geschweige denn wie ein Falun-Dafa-Praktizierender.
Normalerweise hätte ich bei ähnlichen Situationen nur leicht gelächelt und sie auf sich beruhen lassen, doch diesmal überwältigten meine Anhaftung an Ruhm und die tief verwurzelten Emotionen in meinem Innern meine Vernunft. Ich wollte nicht, dass andere schlecht über mich redeten, weil ich immer noch nach Ruhm strebte. Ich wollte nur gelobt werden und konnte keine scharfe Kritik ertragen.
Der Meister sagt im Zhuan Falun:
„Denn die Menschen haben eben Emotionen. Ärger ist ein Ausdruck von Qing, Freude ist ein Ausdruck von Qing, Liebe ist ein Ausdruck von Qing und Hass auch. Etwas gerne machen ist ein Ausdruck von Qing und etwas ungern machen ist auch ein Ausdruck von Qing. Ob man Zuneigung zu jemandem oder Abneigung gegen jemanden hat, ob man etwas gerne oder nicht gerne tut – alles ist ein Ausdruck von Qing. Gewöhnliche Menschen leben nun einmal für Qing. Aber als ein Praktizierender, als ein außergewöhnlicher Mensch, darfst du diesen Grundsatz nicht mehr als Maßstab nehmen, sondern sollst ihn durchbrechen. “ (Zhuan Falun, 2019, S.286)
Hätte ich diese Anhaftung nicht gehabt, hätte mich auch ein noch so scharfer Tonfall meines Gegenübers nicht berührt. Genau diese Anhaftung an Ruhm war die Ursache dafür, dass ich meine Nachsicht verlor. Da in jenem Moment die Nachsicht fehlte, schwand auch meine Barmherzigkeit. Auf meiner jetzigen Ebene habe ich erkannt, dass meine Nachsicht und meine Barmherziglkeit sich erst dann weiterentwickeln können, wenn dieses Verlangen nach Ruhm vollständig beseitigt ist. Nur indem ich mich auf das Fa-Lernen und ein Verhalten im Einklang mit dem Fa konzentriere, kann ich die Anhaftung an Ruhm ablegen, die so lange in mir verborgen lag.
Die Anhaftung an Reichtum überwinden
Mehr als fünf Monate vergingen, ohne dass ich eine Arbeit gefunden hätte. Mir war klar, dass es eine große Lücke in meiner Kultivierung gab. Ich war meiner Verantwortung im Alltag, die ein Praktizierender in der menschlichen Gesellschaft wahrnehmen sollte, nicht angemessen nachgekommen. Es war mir nicht gelungen, ein möglichst normales Leben zu führen, wie der Meister es im Zhuan Falun gelehrt hat:
„In unserer Schule ist es erforderlich, dass sich diejenigen, die sich unter den gewöhnlichen Menschen kultivieren, eben genau in der Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen kultivieren und im höchsten Maß dem Zustand der gewöhnlichen Menschen entsprechen. Es wird nicht verlangt, dass du wirklich etwas von den materiellen Vorteilen verlierst. “ (Zhuan Falun, 2019, S. 180
Vielleicht war es genau diese Lücke, die die Prüfungen auf meinem Kultivierungsweg verschärfte. Oder vielleicht war es einfach an der Zeit, dass ich etwas mehr von den durch mein eigenes Karma verursachten Prüfungen ertrug. Beides könnte eine Rolle gespielt haben. Als Falun-Dafa-Praktizierender erkenne ich nur die Arrangements des Meisters an und folge ihnen.
Ich erkannte, dass diese Wendung der Ereignisse ein Weckruf war, der verhindern sollte, dass ich während meiner Kultivierung in der menschlichen Gesellschaft vom schmalen Pfad abkam. Gleichzeitig war es eine Prüfung, ob ich inmitten von Schwierigkeiten standhaft in meiner Kultivierung bleiben würde. Da ich zuvor der Ansicht gewesen war, dass Falun-Dafa-Praktizierende, ungeachtet der Schwankungen auf dem Arbeitsmarkt, stets ein gutes Leben in der gewöhnlichen Gesellschaft führen würden, begriff ich nun auch, dass diese Prüfung dazu diente, zu klären, warum ich Falun Dafa praktiziere: Geht es darum, ein gutes Leben in der gewöhnlichen Gesellschaft zu führen, oder darum, zu meinem ursprünglichen, wahren Selbst zurückzukehren? Daher ermahnte ich mich, fest an den Meister und das Dafa zu glauben.
Im Bewusstsein dieser Lektion verbrachte ich nach jahrelangem Zögern mehr als drei Monate damit, das Antragsverfahren für meine berufliche Zertifizierung abzuschließen. Ich sagte auch zu meiner Frau: „Jede Wolke hat einen Silberstreif am Horizont. Wer weiß, vielleicht hat der Meister veranlasst, dass ich meine Stelle aufgebe, um mich vor einem schweren Autounfall auf der Autobahn zu bewahren, in den ich verwickelt worden wäre, wenn ich dort weitergearbeitet hätte. Vielleicht ist das tatsächlich ein Segen für unsere Familie.“ Ich bin fest davon überzeugt, dass der Meister die Praktizierenden stets beschützt und für sie sorgt, damit wir uns kultivieren können.
Auf der Suche nach einer neuen Anstellung, verschwieg ich einmal, als ich unter finanziellem Druck stand, meine akademischen Qualifikationen, um mich auf eine niedriger qualifizierte Stelle bewerben zu können. Ich hoffte, auf diese Weise schneller Arbeit zu finden. Im Rückblick erkenne ich, dass ich zu sehr auf Geldverdienen aus war und dadurch das Prinzip Wahrhaftigkeit in der Kultivierung missachtete. Ich war unehrlich bei der Angabe meines beruflichen Werdegangs, um eine Stelle zu ergattern, die eigentlich jemand anderem zugestanden hätte.
Genau diese starke Anhaftung am eigenen Vorteil hatte die Wahrhaftigkeit verdeckt. Ist ein solches Streben nach dem eigenen Vorteil nicht etwas, das beseitigt werden muss? Ich habe erkannt, dass ich Wahrhaftigkeit nur dann wirklich praktizieren kann, wenn ich diese gewöhnliche Gier ablege. Als Praktizierender hinterlasse ich mit allem, was ich tue, einen Maßstab für die Zukunft.
Wie konnte ich anderen nur um meines eigenen Vorteils willen so schaden? Daher muss jede meiner Handlungen und jeder meiner Gedanken mit Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht im Einklang stehen. Der Weg der Kultivierung ist sehr schmal, und ich darf nicht von Dafa abweichen. Mittlerweile reiche ich nur noch Bewerbungen ein, die meinem tatsächlichen Bildungshintergrund und meiner Erfahrung entsprechen. Gleichzeitig habe ich mich für berufliche Weiterbildungskurse angemeldet, um meine Fachkenntnisse zu vertiefen und die Stellensuche zu erleichtern.
Nachdem ich mein Verhalten korrigiert hatte, erkannten meine Frau und ich, dass wir für Lieferdienste arbeiten konnten, um die Lebenshaltungskosten unserer Familie zu decken. So meldeten wir uns beide schnell und problemlos an. Während meiner Auslieferungsfahrten verteile ich an die Menschen, denen ich begegne, Lotusblumen mit der Aufschrift Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht sowie Informationsflyer über Dafa.
Ich machte meiner Frau klar, dass wir zuerst an andere denken mussten, anstatt unsere eigenen Interessen über alles andere zu stellen. Daher waren wir bereit, Lieferaufträge in abgelegene Gebiete bis spät in die Nacht anzunehmen, ungeachtet der Möglichkeit, dass wir ohne neuen Auftrag zum Hauptstandort der Restaurants zurückfahren müssten, um die nächste Lieferung zu holen. Doch entgegen unserer Erwartung, leer zurückkehren zu müssen, erhielten wir auf fast allen dieser langen Fahrten von 20 bis 40 Kilometern auf dem Rückweg passende Folgeaufträge.
Erfahrungen und Erkenntnisse zu Verlust und Gewinn
Um meinen Lebensunterhalt zu verdienen, bewarb ich mich auch um eine Teilzeitstelle im Bereich der Erwachsenenbildung. Als der Arbeitgeber eine Referenz meines früheren Abteilungsleiters verlangte, wollte ich dies zunächst aus Angst vor Gesichtsverlust vermeiden. Stattdessen schlug ich vor, eine Referenz von einem Mitpraktizierenden vorzulegen, der sich für Shen Yun engagierte. Schließlich gelang es mir jedoch, meinen Wunsch, das Gesicht zu wahren, loszulassen. Ich kam der konkreten Forderung bereitwillig und mit leichtem, unbeschwertem Herzen nach. Denn ich wusste, dass das Ziel, das ich anstrebte, viel weiter reichte und auf einer höheren Ebene lag.
Für mich erwies sich mein Verlust in der gewöhnlichen Gesellschaft als Gewinn für die Erhöhung meiner Xinxing. Es war wirklich eine seltene Gelegenheit für mich, jene negativen Anhaftungen der gewöhnlichen Menschen abzulegen. Obwohl ich noch keine Anstellung in meinem Fachgebiet gefunden habe, zögere ich nicht mehr, den Lebensunterhalt meiner Familie durch Gelegenheitsjobs zu sichern und bin auch nicht mehr wählerisch bei der Entscheidung für eine Tätigkeit.
Ich bin fest davon überzeugt, dass alles, was mir widerfährt, das beste vom Meister getroffene Arrangement auf meinem Weg der Kultivierung und der Erhöhung meiner Xinxing ist – gemäß dem universellen Prinzip von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht.
Dies ist meine persönliche Kultivierungserfahrung auf meiner derzeitigen Ebene. Sollte etwas nicht im Einklang mit dem Fa stehen, bitte ich um freundliche Korrektur.
Ich danke dem Meister voller Ehrfurcht dafür, dass er mich auf jedem Schritt meines Kultivierungsweges leitet.
Dank an meine Mitpraktizierenden.
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