(Minghui.org)
Durch schwere Zeiten hindurchgegangen
Im Frühjahr 1996 habe ich begonnen, Falun Dafa zu praktizieren. Als 1999 die Verfolgung begann, fuhr ich nach Peking, um eine Petition einzureichen. Unterwegs wurde ich abgefangen, zurückgebracht und im örtlichen Untersuchungsgefängnis eingesperrt. Nach meiner Freilassung wurde ich erneut festgenommen und in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht.
Auch mein Mann war nach Peking gefahren, um eine Petition einzureichen, und wurde deshalb lange Zeit im Untersuchungsgefängnis und in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten. Damals war unsere Tochter erst acht Jahre alt. Da sich zu Hause niemand um sie kümmern konnte, musste sie bei ihrer Tante wohnen.
Im achten Monat des chinesischen Mondkalenders 2001 wurde mein Mann zu Tode verfolgt, weil er sich weigerte, Falun Dafa aufzugeben. In jener Zeit empfand ich großes Leid. Oft weinte ich heimlich, wenn ich allein war. Meine Angst war sehr stark, und ich träumte häufig davon, in die Tiefe zu fallen.
Als ich nicht mehr weiterwusste, kam mir eines Tages plötzlich ein Gedanke: Ich habe den Meister, ich habe Dafa – der Meister steht hinter mir! Von da an lernte ich das Fa mehr und machte auch häufiger die Übungen. Dennoch befand ich mich weiterhin im Zustand der persönlichen Kultivierung. Ich erklärte nur selten die wahren Umstände und war zudem mit meinem damaligen Zustand zufrieden.
Im Frühjahr 2018 war ich gerade bei der Arbeit, als eine Praktizierende aus einer anderen Gegend zu mir kam. Hinter ihr sah ich einen jungen Mann. Ich fragte dieses Praktizierende: „Ist dieser Mann mit dir zusammen gekommen?“ Sie sagte: „nein“. Als der junge Mann meine Frage hörte, drehte er sich um und ging weg. Selbst aus einiger Entfernung blickte er immer wieder zurück.
Ich sagte zu der Praktizierenden: „Du wirst verfolgt.“ Als sie das hörte, ging sie sofort weg. Nach einer Weile kam der junge Mann noch einmal zurück, schaute sich kurz um und ging dann wieder. Ich folgte ihm sofort. Er stieg ins Auto und fuhr davon. Das Auto hatte ein Kennzeichen aus einer anderen Region. Nicht lange danach hörte ich, dass diese Praktizierende entführt worden war.
Etwa einen Monat später war ich gerade bei der Arbeit, als der Leiter der örtlichen Staatssicherheitsabteilung mit drei weiteren Personen hereinkam. Sie trugen Zivilkleidung. Ich fragte: „Woher kommen Sie?“ Einer von ihnen nannte eine Polizeiwache. Als ich hörte, dass sie von einer auswärtigen Polizeiwache kamen, bekam ich etwas Angst.
Sie verlangten mein Handy, aber ich gab es ihnen nicht. Ich dachte, dass ich mit der Praktizierenden keinen Kontakt gehabt und nur selten telefoniert hatte. Sie wollten mich mitnehmen. Kurz darauf kam mein Chef und sagte: „Was soll das? Sie ist ein guter Mensch und hat nichts Schlechtes getan.“ Doch sie hörten nicht auf ihn und brachten mich gewaltsam zu mir nach Hause.
Bei mir zu Hause traf sich eine Fa-Lerngruppe. Dort befanden sich viele Dafa-Bücher von Mitpraktizierenden: ein großer Beutel voller Dafa-Bücher, zwei Bilder des Meisters sowie zwei Kartons mit mehr als 500 Informationsbroschüren über die wahren Umstände.
Ich fragte sie, ob sie einen Durchsuchungsbefehl hätten. Sie holten ein Papier heraus und gaben es den örtlichen Beamten der Staatssicherheit, zeigten es mir jedoch nicht. Danach nahmen sie mich zur örtlichen Polizeiwache mit. Damals waren meine aufrichtigen Gedanken nicht stark genug. Außerdem tat es mir sehr leid um die vielen Dafa-Bücher, und ich fühlte mich innerlich sehr bedrückt.
In diesem Moment sagte der Leiter unserer örtlichen Staatssicherheitsabteilung: „Keine Sorge. Eine Broschüre oder hundert Broschüren – das ist dasselbe.“ Diese Worte rüttelten mich wach. Ich dachte: „Die Informationsmaterialien sind ein wertvolles Mittel, um Menschen zu erretten, und kein Beweismittel für eine Straftat!
Mit diesem aufrichtigen Gedanken konnte ich meine Sorgen loslassen. Ich hatte keine Angst mehr und begann sofort, ihnen die wahren Umstände zu erklären. Sie wollten jedoch nicht zuhören und brachten mich zu der Polizeiwache außerhalb unseres Ortes. Dort fragten sie mich, wie ich heiße und wo ich wohne. Ich sagte: „Zu Ihrem eigenen Besten: Bitte merken Sie sich, dass Falun Dafa gut ist.“
Dann fragten sie mich, woher die Informationsmaterialien über die wahren Umstände stammten und wer sie mir gegeben habe. Ich sagte wieder: „Bitte merken Sie sich, dass Falun Dafa gut ist.“ Ganz gleich, was sie mich fragten, ich antwortete immer: „Bitte merken Sie sich, dass Falun Dafa gut ist.“ Schließlich hörten sie auf, mich zu befragen. Sie verlangten, dass ich etwas unterschreibe, aber ich weigerte mich. Danach sperrten sie mich ins Untersuchungsgefängnis.
Im Untersuchungsgefängnis meine aufrichtigen Gedanken stärken
Als ich ins Untersuchungsgefängnis kam, sagte ich laut: „Ich praktiziere Falun Gong.“ Die Zellenanführerin sagte: „Diese beiden praktizieren ebenfalls Falun Gong.“ Die Mitpraktizierenden fragten mich, ob ich schon etwas gegessen hätte. Ich sagte, nein, und sie holten mir sofort etwas zu essen.
Am nächsten Morgen hob die Zellenanführerin den Kopf, sah mich an und sagte: „Ich werde nicht lange hierbleiben. Ich werde bald freigelassen.“ Als ich das hörte, sagte ich innerlich zum Meister: „Meister, ich bin eine Dafa-Jüngerin in der Zeit der Fa-Berichtigung. Ich darf Dafa nicht in Verruf bringen. Vor dem Gefängnis habe ich keine Angst, aber dies ist nicht der Ort, an dem ich bleiben soll. Meine Familie, Verwandten und Freunde wissen alle, dass Dafa gut ist. Ich darf ihnen keinen Schaden bringen. Sie verstehen das nicht. Ich bleibe höchstens 15 Tage hier.“ Damals hatte ich einfach diesen Gedanken. Später sagten eine Mitpraktizierende zu mir, dass ich nicht einmal einen Tag hätte dortbleiben sollen.
Nach dem Mittagessen begann die Mittagsruhe. Kaum hatte ich mich hingelegt, spürte ich sofort, dass mit meinem Körper etwas nicht stimmte. Mein linkes Bein fühlte sich etwas taub an, als ob es sich gleich verkrampfen würde. Ich massierte schnell mein Bein und sagte innerlich zum Meister: „Meister, ich bin nicht hierhergekommen, um es mir bequem zu machen.“ Ich stand sofort auf und sagte zu der Gefangenen, die das Sagen hatte: „Von jetzt an übernehme ich jeden Tag während der Mittagsruhe den Dienst, damit die anderen sich ausruhen können.“ Alle freuten sich darüber.
Von da an rezitierte ich jeden Mittag das Fa auswendig und sandte aufrichtige Gedanken aus. Zwischen vier Uhr bis sechs Uhr morgens wollte niemand den Dienst übernehmen, deshalb übernahm ich jeden Tag diese Schicht und praktizierte in dieser Zeit die ersten vier Falun- Gong-Übungen.
Die beiden Mitpraktizierenden in unserer Zelle hatten Angst und wagten nicht, die Übungen zu praktizieren. Sie waren schon lange dort und hatten starke Angst. Sie fühlten sich hilflos und ertrugen alles passiv. Ich ermutigte sie, früh aufzustehen, den Dienst zu übernehmen, um die Übungen zu praktizieren. Ich rezitierte ihnen das Fa auswendig und tauschte mich mit ihnen aus.
Eines Tages fragte eine Mitpraktizierende: „Mein Fall ist bereits bei der Staatsanwaltschaft. Was soll ich tun?“ Ich sagte: „Dein Weg wird vom Meister arrangiert. Dein Weg hat nichts mit der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht zu tun. Du stehst nicht mehr unter der Kontrolle der Drei-Weltkreise; du stehst unter der Obhut des Meisters und des Dafa. Mit ihnen hat das nichts zu tun.“ Wir tauschten uns häufig miteinander aus, und die aufrichtigen Gedanken der Mitpraktizierenden wurden immer stärker.
In der Zelle sprach ich mit den anderen Insassen über Falun Dafa und riet ihnen, „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ zu rezitieren. Fast alle traten aus den drei Organisationen der Kommunistischen Partei Chinas aus.
Am Nachmittag des 14. Tages waren wir gerade draußen zur Freistunde, als plötzlich eine Elster heranflog. Sie rief einige Male in Richtung der Zelle, in der ich untergebracht war, und flog dann zum Haupteingang davon. Jemand sagte sofort: „Vielleicht kommst du bald raus.“
Am Mittag des 15. Tages wurde ich während meines Dienstes plötzlich schläfrig. Ich war so schläfrig, dass ich das Gefühl hatte, gleich zu Boden zu fallen. In diesem Moment spürte ich, wie der Meister das Etwas, das diese Schläfrigkeit verursachte, mit einem kräftigen Griff packte und entfernte. Dann hörte ich eine Stimme sagen: „Der Meister ist großartig, das Fa ist großartig!“ Ein Ruck ging durch meinen ganzen Körper, und ich war voller Dankbarkeit gegenüber dem Meister. An diesem Nachmittag um 17 Uhr verließ ich das Untersuchungsgefängnis.
Nachdem ich herausgekommen war, teilte mir das Untersuchungsgefängnis mit, dass ich gegen Kaution bis zum Gerichtsverfahren freigelassen worden war. Meine Tochter hatte dafür 5.000 Yuan (etwa 640 Euro) bezahlt. Auf dem Rückweg fuhr mein Neffe das Auto. Ich fragte ihn: „Weißt du, wie ich herausgekommen bin?“ Er sagte: „Wir haben viele Beziehungen genutzt, um dir zu helfen. Aber sobald die Leute hörten, dass du Falun Gong praktizierst, wollte sich niemand darum kümmern. Alle sagten, dein Fall sei sehr schwerwiegend und nur schwer zu lösen.“ Ich sagte: „Der Meister hat dafür gesorgt, dass ich herauskommen konnte.“ Er antwortete: „Das glaube ich, das glaube ich.“ Er war sehr froh und sagte, ich solle künftig etwas vorsichtiger sein.
Erst nach meiner Rückkehr erfuhr ich, dass die örtlichen Mitpraktizierenden bereits am zweiten Tag nach meiner Festnahme gemeinsam aufrichtige Gedanken ausgesandt hatten. Einige von ihnen hatten meine Familie aufgesucht. Mit drei oder vier Autos waren sie zu dem Untersuchungsgefängnis gefahren, um meine Freilassung zu fordern. Andere hatten meine Angehörigen zur Staatssicherheitsabteilung begleitet und dort die wahren Umstände erklärt und Briefe mit Informationen über Falun Dafa und die Verfolgung übergeben. Außerdem hatten Mitpraktizierende meine Tochter zum Parteisekretär unseres Dorfes begleitet und auch ihn über Falun dafa informiert.
Die Angst ablegen und hinausgehen, um die wahren Umstände zu erklären
Nachdem ich nach Hause zurückgekehrt war, hatte ich keine Dafa-Bücher mehr zu Hause und konnte deshalb das Fa nicht lernen. Das machte mir innerlich sehr zu schaffen, und ich dachte daran, mir eine Arbeit zu suchen. Doch jedes Mal, wenn ich mich um eine Arbeit bemühte, kamen Polizisten von der örtlichen Polizeiwache zu mir. Ich suchte mehrere Arbeitsstellen, aber es klappte bei keiner.
Eines Tages lud mich eine Mitpraktizierende zum Fa-Lernen zu sich nach Hause ein. Jeden Morgen sandten wir zunächst um sechs Uhr aufrichtige Gedanken aus und anschließend noch eine weitere Stunde. Danach lernten wir eine Lektion aus dem Zhuan Falun und gingen dann hinaus, um die wahren Umstände zu erklären. Nachdem ich dies eine Zeit lang so gemacht hatte, spürte ich, dass meine aufrichtigen Gedanken stärker geworden waren. Doch die Angst war immer noch vorhanden, und die Polizeibeamten kamen weiterhin häufig zu mir nachhause.
Eines Tages tauschte ich mich mit einer Mitpraktizierenden über meine Angst aus. Sie sagte: „Diese Angst bist nicht du.“ Von da an dachte ich jedes Mal, wenn die Angst wieder auftauchte: „Diese Angst bin nicht ich. Verschwinde sofort!“ Ich wies diese Angst immer wieder von mir. Bis sie eines Tages erneut auftauchte und der klare Teil in mir sie verspottete: „Hör auf, dich hier weiter aufzuspielen. Das bin nicht ich. Ich will dich nicht.“
Eines Tages kam die Polizei wieder zu mir. Eine Mitpraktizierende schlug vor, dass ich mich für eine Weile irgendwo anders aufhalten sollte. Ich dachte: „Diesen Weg, ständig auf der Flucht leben zu müssen, möchte ich nicht gehen. Wenn ich mich verstecke, werden meine Geschwister das nicht verstehen. Wie soll ich dann das Fa bestätigen? Ich unterstehe nur dem Meister. Ich gehe nirgendwohin. Dieses kleine Haus hat mir der Meister gegeben, damit ich hier das Fa bestätigen und Lebewesen erretten kann“. Nachdem ich diesen aufrichtigen Gedanken gefasst hatte, verschwand die Substanz der Angst in meinem Körper plötzlich vollständig.
Ich war sehr froh und wollte zu einer Mitpraktizierenden gehen, um ihr davon zu erzählen. Kaum war ich aus der Tür gegangen, fragte mich jemand nach dem Weg zu einer Wohnanlage. Sofort erklärte ich ihm die wahren Umstände. Dann begegnete ich auch dem Leiter meiner Arbeitseinheit und half ihm ebenfalls, aus der Partei auszutreten. Ich stellte fest, dass ich wie ausgewechselt war. Plötzlich fühlte ich mich ganz leicht und unbeschwert und freute mich über jeden Menschen, dem ich begegnete.
Von da an hatte ich keine Angst mehr, wenn ich hinausging, um die wahren Umstände zu erklären.
Der Verfolgung mit aufrichtigen Gedanken begegnen
Eines Tages kamen drei Personen von der Polizeiwache des anderen Ortes, an dem ich zuvor festgehalten worden war, von der Staatssicherheitsabteilung und vom Büro 610 zu mir. Ich erklärte ihnen die wahren Umstände, aber sie hörten nicht zu. Als sie gingen, sagten sie in einem unhöflichen Ton zu mir: „Wir hätten Sie gar nicht freilassen sollen.“
Ich antwortete: „Das entscheiden nicht Sie. Mein Meister entscheidet das.“ Plötzlich fiel mir der Satz ein:
„ […], denn ein aufrichtiger Gedanke besiegt alles Böse.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 154)
Etwa einen Monat später rief die Staatsanwaltschaft desselben Ortes, an dem ich zuvor 15 Tage festgehalten worden war, meine Tochter an und verlangte von mir, zu Vernehmung dorthin zu kommen. Ich ging darauf nicht ein. Danach wandte sie sich an unsere örtliche Staatssicherheitsabteilung und auch an den Parteisekretär unseres Dorfes.
Der Parteisekretär bat mich, zu ihm ins Dorfbüro zu kommen. Als ich dort ankam, telefonierte er gerade mit dem Leiter der Staatssicherheitsabteilung. Dieser sagte, ich solle schnell zur Staatsanwaltschaft kommen. Bei mir seien zu viele Sachen gefunden worden, und mein Fall sei ziemlich schwerwiegend. Ich nahm ihm den Hörer ab und sagte: „Ich habe nichts Schlechtes getan. Wir alle sind gute Menschen. Wir sind doch alte Nachbarn und laufen uns ständig über den Weg. Was machst du da eigentlich?“ Daraufhin legte er sofort auf und danach belästigte er mich nie wieder.
Später erklärte ich gemeinsam mit einer Mitpraktizierenden dem Parteisekretär unseres Dorfes noch einmal ausführlich die wahren Umstände und verhalf ihm zum Austritt aus der Partei. Nachdem er die wahren Umstände verstanden hatte, sagte er: „Wenn künftig etwas passiert, werde ich für dich einstehen.“
Als mich später die Staatsanwaltschaft erneut aufforderte, zur Vernehmung zu kommen, sorgte der Parteisekretär dafür, dass drei Personen mich begleiteten. Auch den Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft erklärte ich die wahren Umstände.
Nicht lange danach wurde der Fall an die Polizeistation zurückverwiesen. Ein Jahr später wurden mir auch die 5.000 Yuan zurückerstattet.
Durch die solide Kultivierung in diesem Jahr erhöhte sich meine Xinxing und mein Denken wurde geläutert und auf eine höhere Ebene gehoben.
Ich danke dem barmherzigen und großartigen Meister! Jede meiner Erhöhung war untrennbar mit den Hinweisen und der Stärkung durch den Meister verbunden.
Ich bin dem Meister zutiefst dankbar! Ich bin Dafa zutiefst dankbar! Ich danke den Mitpraktizierenden für ihre selbstlose Hilfe!
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