(Minghui.org) Am 26. August 2026 verwüstete eine schwere Eis- und Schlammlawine das im Himalaya gelegene Trishuli-Flusstal in der Grenzregion von Tibet und Nepal. Es blieb so gut wie keine Vorwarnzeit. Die gewaltige Masse aus Eis, Steinen und Schlamm bahnte sich mit einer Geschwindigkeit von annähernd 50 Metern pro Sekunde ihren Weg. Die Freundschaftsbrücke am chinesisch-nepalesischen Grenzübergang Gyirong Port wurde weggerissen und das Zollgebäude der gemeinsamen Grenzkontrolle vollständig verschüttet. Dutzende Busse und Lastwagen wurden weggespült.

Doch das war noch nicht das Ende der zerstörerischen Kraft der Gesteinslawine. Sie entwickelte sich entlang der Flüsse zu einer verheerenden Sturzflut, die in Nepal ganze Ortschaften überschwemmte.

Die Schwäche der Vorzeigeprojekte der KP Chinas

Nichts hatte an diesem Tag auf die bevorstehende Katastrophe hingedeutet. Das Wetter war klar. Es gab einzelne Wolken, aber keine außergewöhnlichen Niederschläge. Vom Moment des Gletschersturzes bis zum Einschlag der Eis- und Gesteinsmassen am Grenzübergang vergingen nur sechs bis sieben Minuten. Eine so plötzlich auftretende Katastrophe dieser Größenordnung war menschlich nicht vorhersehbar. Angesichts solcher Kräfte wirkt der Mensch mit all seinen Vorkehrungen und Bauwerken klein und zerbrechlich.

Das Zollgebäude am Gyirong Port war an einem wichtigen, aber hochwassergefährdeten Flussabschnitt errichtet worden. Die Gefahr, dass außergewöhnlich starke Fluten das Gebäude wegreißen und Menschenleben gefährden könnten, war keineswegs neu. Der recht gewöhnliche Gebäudekomplex hatte hohe symbolische Bedeutung: Er gehörte zu den Vorzeigeprojekten der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), mit denen die Partei ihre Fähigkeiten bei Infrastrukturprojekten unter Beweis stellen will.

Die Reden der Parteifunktionäre lauten stets gleich: Es gibt keine unüberwindbaren Schwierigkeiten für die Partei; das überlegene System kann alles bezwingen.

Und dennoch wurde das Musterprojekt, mit dem sich die Partei als überlegenes System präsentieren wollte, von einer plötzlichen Katastrophe zusammen mit allen 27 umliegenden Gebäuden von einem Moment auf den anderen vollständig zerstört.

Internationale Hilfe ist nicht willkommen

Nach dem Unglück sperrte die KPCh das Gebiet – wie so oft – für ausländische Journalisten und internationale Hilfsorganisationen. Die offiziellen Propagandakanäle verbreiteten die Darstellung, es habe sich um eine Naturkatastrophe infolge der Klimaerwärmung gehandelt. Diese Sichtweise wurde in Teilen auch von der internationalen Presse übernommen. Der Eisabbruch in großer Höhe, der eine Kettenreaktion auslöste, sei unvermeidlich gewesen.

Doch wenn die Eislawine eine so offensichtliche Gefahr darstellte und es nur eine Frage der Zeit war, warum errichtete man dann ein solches Infrastrukturprojekt direkt in der Gefahrenzone? Ebenso unverständlich bleibt, dass die KPCh nach der Katastrophe jede internationale Hilfe ablehnte. Rettungsteams aus dem Ausland und unabhängigen Journalisten ist es streng verboten, das Katastrophengebiet auf chinesischer Seite zu betreten.

Das Unterdrücken von Informationen und das Streuen von Fehlinformationen gehören zum Standardrepertoire der KPCh. Wer genauer hinschaut, kann zumindest einige der Gründe hinter dieser menschengemachten Katastrophe erahnen.

Die „Neue Seidenstraße“ dient der KPCh als Mittel, rund um den Globus neue Allianzen zu schmieden. Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet ist eine solche Allianz mit der berüchtigten KPCh, die Menschenrechte missachtet und natürliche Ressourcen ausbeutet, langfristig nicht tragfähig.

Das Unglück ereignete sich an der hochsensiblen tibetischen Grenze und traf auch militärische Einrichtungen, grenzüberschreitende Wasserbauprojekte und einen strategischen Knotenpunkt der „Neuen Seidenstraße“. Gyirong Port ist ein wichtiger Grenzübergang, sowohl militärisch als auch wirtschaftlich. Entlang dieser Strecke verlegt die KPCh Truppen, Ausrüstung und Güter nach Südasien. Die strategische Bedeutung des Ortes erklärt, warum die Partei hier so massiv investiert hat.

Die Langzeitperspektive ist Ausbeutung

In den letzten Jahren hat die KPCh grenzüberschreitende Projekte wie Wasserkraftwerke, Hochspannungsleitungen und Logistikinfrastruktur in dieser Region konsequent vorangetrieben. Und das, obwohl bekannt ist, dass die Region inmitten einer tektonischen Verwerfungszone liegt und geologisch äußerst instabil ist. Die Sprengungen und Tiefbauarbeiten haben die strukturelle Integrität des Gebirges über Jahre geschwächt, die für die Tragfähigkeit der hochgelegenen Gletscher jedoch unerlässlich ist.

Blickt man genauer hin, so ist die KPCh von China selbst isoliert. Nach jahrzehntelanger Unterdrückung verschiedenster Bevölkerungsgruppen, darunter auch der Falun-Dafa-Praktizierenden, ist der Untergang des Regimes unvermeidlich. Die KPCh wirbt gerne mit ihrer Überlegenheit und der Erzählung, dass der Mensch die Natur erobern wird. So gesehen zeichnet die Eis- und Gesteinslawine schon fast symbolisch das Schicksal der KPCh vorweg – das unausweichliche Ende einer Ideologie, die Himmel und Erde bekämpfen und unterwerfen will.

Seit ihrer Frühgeschichte haben die Chinesen die Harmonie zwischen Himmel, Erde und Mensch geschätzt und bewahrt. Dabei stehen Mensch und Natur in einem respektvollen Umgang zueinander und nicht in einem Kampf gegeneinander. Nur wenn der Mensch seine Tugend bewahrt, kann er in dieser Welt wirklichen Frieden und eine beständige Existenz erlangen.

Die KPCh hingegen glaubt nicht an das Göttliche, sondern hält es mit dem Marxismus. „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“ lautet der einleitende Satz im Manifest der Kommunistischen Partei. Seit es nach China gelangte, dreht sich alles nur noch um seinen „Kampf gegen den Himmel, den Kampf gegen die Natur und den Kampf gegen den Menschen“.

Den Tibetern sind ihre Berge heilig, aber die KPCh sprengt, trägt ab und gräbt in den Bergen ohne jede Rücksicht. Die aktuelle Sturzflut ist das jüngste Ereignis einer Serie an Überschwemmungen in China, bei denen Fluten aus Stauseen Agrarflächen, Dörfer und Städte unter Wasser setzten und unschuldige Menschenleben forderten. Das Vorgehen der KPCh hat nicht nur Katastrophen ohne Ende herbeigeführt, sie hat auch die Gesellschaft in einen moralischen Bankrott getrieben. Einfach gesagt, ist das der Preis, den die KPCh und alle, die dem Regime folgen, für die Missachtung jeder natürlichen Ordnung zahlt.

Die Lehren aus Nepal

Das Unglück hat Nepal schwer getroffen. In ihren letzten Meldungen gehen die nepalesischen Behörden davon aus, dass weit über tausend Menschen ihr Leben verloren haben. Diese Zahl ist um ein Vielfaches höher als die von der KPCh gemeldete Zahl (deren Angaben möglicherweise nicht zuverlässig sind).

Seit Jahren arbeitet die nepalesische Regierung aktiv mit der KPCh zusammen und hat Abkommen geschlossen, Land zur Verfügung gestellt und chinesisches Kapital für Straßen, Wasserkraftwerke und Stromleitungen angenommen. Sie war deshalb schon vielfach der Kritik ausgesetzt, sich in eine Schuldenabhängigkeit von der KPCh zu begeben. Genau diese Abhängigkeit führte zu den grenznahen Infrastrukturprojekten. Für viele Menschen hat das jetzt großes Leid oder sogar ihren Tod herbeigeführt; ganze Ortschaften wurden zerstört. 

Nepal ist nicht das einzige Land auf der Welt, das enge Verbindungen mit der KPCh eingegangen ist. Diese Katastrophe kann man durchaus als himmlischen Fingerzeig auf das Unglück sehen, das aus einer aktiven Zusammenarbeit mit dem kommunistischen Regime zwangsläufig folgt.

Glück im Unglück

Die BBC berichtete von dem Schulrektor Rajendra Dawadi, der am Morgen der Katastrophe hintereinander vier Anrufe erhielt, in denen er vor der nahenden Sturzflut gewarnt wurde. Ein Vater war direkt zur Schule geeilt, um seine Tochter abzuholen. Der Rektor erkannte die Dringlichkeit und handelte sofort.

Ohne zu zögern, ordnete Dawadi die sofortige Evakuierung der Schule mit ihren 900 Schülern und Lehrern an. Er wies die Kinder an, in höheres Gelände zu flüchten, und sorgte dafür, dass Schulbusse umkehrten und die Gefahrenzone verließen. Zehn Minuten später wurden das Schulgebäude und das angrenzende Wohnheim bis zum Dach unter Wasser, Schlamm und Trümmern begraben.

Der Rektor zeigte hier ein völlig anderes Verhalten, als es die kommunistischen Funktionäre bei der Feuerkatastrophe 1994 in der Stadt Karamay an den Tag legten. Als das Feuer damals ausbrach, wurden die Schüler instruiert, zu warten und die Funktionäre zuerst hinauszulassen. Während sich die Funktionäre mehrheitlich retteten, starben 325 Menschen, darunter 288 Schulkinder. In Nepal hingegen versteckten sich die Verantwortlichen nicht hinter Bürokratie oder gaben Anweisungen wie „Führungskräfte zuerst“. Das Einzige, was zählte, war Verantwortungsbewusstsein und der Wunsch des Rektors und der Eltern, Leben zu schützen.

Wenn Nächstenliebe unser Handeln bestimmt, weist uns das Göttliche in seiner Gnade immer einen Weg aus der Katastrophe. Sowohl in der Geschichte als auch in der Gegenwart gibt es dafür unzählige Beispiele. Es ist daher wesentlich, das Gute zu schätzen und sich von totalitären Regimen wie dem der KPCh zu distanzieren.