(Minghui.org) Eine 62-jährige Frau aus der Stadt Jiujiang, Provinz Jiangxi, wurde wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu einer 15-monatigen Haftstrafe verurteilt, die sie im Frauengefängnis der Provinz Jiangxi ableisten soll.

Xu Dongyus Verhaftung erfolgte im Anschluss an die Festnahme ihres Mannes. Ihr Mann, von Beruf Maler, wurde Ende Oktober oder Anfang November 2025 gegen 6 Uhr auf dem Weg zur Arbeit verhaftet. Auch sein Arbeitskollege wurde verschleppt. Keiner der beiden praktiziert Falun Dafa.

Nachdem die Polizisten die Mobiltelefone der beiden Männer beschlagnahmt hatten, suchten sie Xu und ihre Schwiegertochter an deren gemeinsamen Wohnsitz auf und nahmen die beiden fest. Die vier Enkelinnen waren zu diesem Zeitpunkt in der Schule, aber Xus kleiner Enkel wurde zusammen mit ihr und ihrer Schwiegertochter abgeführt.

Die Polizisten beschlagnahmten Xus Falun-Dafa-Bücher und ihren Drucker, erstellten jedoch keine Liste der beschlagnahmten Gegenstände, wie vom Gesetz vorgeschrieben. Ihr Sohn, der zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause war, erhielt einen Anruf der Polizei, die ihn aufforderte, sich umgehend bei ihnen zu melden. Andernfalls würde man seinen Sohn in eine Fürsorgeeinrichtung bringen.

Xu wurde zum Verhör in ein Hotel gebracht und nach mehr als zehn Tagen in die Untersuchungshaftanstalt der Stadt Jiujiang überführt. Als ihre Familie sie dort besuchte, stellte sie fest, dass Xu stark abgenommen hatte. Nachdem ihr Mann kurze Zeit später freigelassen wurde, hatten er und sein Sohn – der ebenfalls beruflich als Maler tätig ist – Schwierigkeiten, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Xus Schwiegertochter musste ihre Arbeitsstelle aufgeben und sich um ihre fünf Kinder kümmern, die davor von Xu betreut worden waren.

Es ist unklar, wann gegen Xu Anklage erhoben, ihr der Prozess gemacht oder das Urteil verkündet worden ist. Ihre Familie erfuhr erst kürzlich, dass sie zu einer 15-monatigen Haftstrafe verurteilt wurde und demnächst in das Frauengefängnis der Provinz Jiangxi eingeliefert werden soll.

Vor ihrer jüngsten Haftstrafe war Xu wegen ihres Glaubens mehrfach zur Zielscheibe der Behörden geworden. 2002 wurde sie unter einem Vorwand auf die örtliche Polizeiwache gelockt und dort brutal verprügelt. Sie hatte überall Verletzungen am Körper und konnte nicht mehr stehen. Anschließend brachten die Polizisten sie in die Haftanstalt des Kreises Jiujiang. Vier Monate später wurde sie freigelassen, nachdem man 3.000 Yuan (etwa 360 Euro) von ihr erpresst hatte.

Am 28. September 2008 wurde Xu erneut festgenommen und in die Haftanstalt von Jiujiang gebracht. 45 Tage später wurde sie zu einer zweijährigen Haftstrafe in das Arbeitslager der Stadt Nanchang überstellt. Dort wurde sie von den Wärtern und Mitgefangenen geschlagen und beschimpft. Oft wurde sie gewaltsam aus dem Bett gezerrt und gezwungen, auf dem Boden zu sitzen. Zudem zwangen die Wärter sie zur Verrichtung schwerer körperlicher Arbeit. Sie stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch.

Früherer Bericht:

Die Dafa-Praktizierenden Xu Dongyu und Huang Xungui wurden illegal festgenommen