(Minghui.org) Im Jahr 2006 wurde eine Mitpraktizierende von der Polizei festgenommen, als sie an einem öffentlichen Ort Exemplare der Neun Kommentare über die Kommunistische Partei verteilte. Später wurde ihre Wohnung unrechtmäßig durchsucht. Die Polizei beschlagnahmte viele ihrer Habseligkeiten, darunter einen Drucker. Da ich einige der Beamten gut kannte, beschloss ich, zur Polizeiwache zu gehen und zu bitten, sie wieder freizulassen.
Zuerst ging ich zum Polizeichef und bat ihn, die Mitpraktizierende freizulassen. Er schüttelte entschieden den Kopf und lehnte ab. Da ich keine andere Wahl hatte, überlegte ich es mir noch einmal und beschloss, ihn zu Hause aufzusuchen. Als er die Tür öffnete, erschrak er so sehr, dass er sie sofort wieder zuschlug. Danach schrieb ich ihm einen Brief, in dem ich ihn eindringlich aufforderte, das Richtige zu tun. Von da an ging er mir aus dem Weg, wann immer er mich sah. Nicht lange nach diesem Vorfall ließ sich seine Frau von ihm scheiden. Er lebt bis heute allein.
Anschließend besuchte ich einen weiteren Freund, Jia, der ebenfalls Polizist ist, wobei ich nicht genau wusste, welche Position er innehatte. Jia sagte: „Du hattest die ganze Nacht Zeit – warum hast du diese Sachen nicht aus ihrer Wohnung entfernt?“ Er bezog sich dabei auf den Drucker und das Druckerpapier.
Ich antwortete: „So etwas habe ich noch nie erlebt, deshalb wusste ich nicht, dass wir sie wegschaffen sollten.“ Jia sagte: „Heutzutage werden Kleindiebe und Prostituierte freigelassen, aber wenn es um euch Falun-Gong-Praktizierende geht, traut sich niemand, euch zu entlassen.“ Jias Schwester war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls anwesend und erwiderte spöttisch: „Pah, und du praktizierst immer noch Falun Gong!“ Jia antwortete: „Was ist denn daran auszusetzen, Falun Gong zu praktizieren? Die Menschen haben doch Glaubensfreiheit!“
Jias freundliche Worte berührten mich sehr. Unter Druck hatte die verhaftete Praktizierende meinen Namen gegenüber der Polizei genannt. Nach diesem Vorfall mieden mich viele Menschen, darunter auch Mitpraktizierende, weil sie Angst hatten, mit hineingezogen zu werden. Mein Mann, der nicht Falun Gong praktiziert, hatte solche Angst, dass er wegfuhr und sich mehr als 40 Tage lang in seiner Heimatstadt aufhielt.
Die Polizei rief den jüngeren Bruder meines Mannes an und fragte ihn, ob er Falun Gong praktiziere. Sie trauten sich nicht, ihn direkt zu fragen, ob ich es praktiziere, sondern machten stattdessen der Familie seines Bruders Angst. Daraufhin kam sein Bruder zu mir nach Hause, um mich zu beschimpfen, und bezeichnete mich als verrückt.
Jia, der Polizist, der es gewagt hatte, ein paar freundliche Worte zu sagen, wurde später zum stellvertretenden Leiter der Behörde für öffentliche Sicherheit in der Provinzhauptstadt befördert, obwohl er nur einen Schulabschluss der Oberstufe hatte. Er hatte eine glückliche Familie und seine Tochter wurde an der medizinischen Fakultät aufgenommen.
Es gab noch einen weiteren Polizisten, Yi, den ich kannte. Als ich ihn eines Tages sah und gerade „Hallo“ sagen wollte, wandte er sich ab und tat so, als würde er mich nicht sehen. Zu dieser Zeit war Yi Abteilungsleiter und betrachtete sich als anderen überlegen. Er benahm sich nach dem Vorfall mit der Festnahme so, weil er befürchtete, darin verwickelt zu werden. Später hörte ich, dass Yi an Krebs erkrankt war und viel Geld für die Behandlung ausgegeben hatte. Seine Familie geriet in finanzielle Not. Nachdem ihre Ersparnisse aufgebraucht waren, verstarb er, als er erst Mitte 60 war.
Da war die Frau eines Polizisten, Ding, die eine meiner Verwandten kannte. Meine Verwandte sagte mir, ich solle aufhören, Materialien über die wahren Umstände zu verteilen, da Ding gesehen hatte, wie ich mit einer Tasche ihr Gebäude betrat. Ding ging ins Treppenhaus und fand Exemplare der Neun Kommentare, die neben jeder Wohnungstür abgelegt waren. Sie sammelte sie alle ein, nahm sie mit nach Hause und verbrannte sie, wobei sie sagte, sie habe Angst gehabt, andere könnten herausfinden, dass ich sie verteilt hatte.
Ich sagte: „Wenn sie das Buch an ihrer eigenen Tür nicht lesen wollte, hätte ich nichts dazu zu sagen. Aber warum nimmt sie die Exemplare vor den Türen anderer Leute weg? Die hätten doch das Recht gehabt, die Wahrheit zu erfahren.“
Ich habe erfahren, dass Ding später an einer seltsamen Krankheit litt. Sie konnte nicht mehr aufstehen. Bei den Untersuchungen im Krankenhaus konnte die Ursache nicht festgestellt werden. Berichten zufolge sitzt sie nun im Rollstuhl und ist vollständig auf die Hilfe ihres Mannes angewiesen.
Ihr Mann erzählte einmal dem Mann einer anderen Praktizierenden, er habe gesehen, wie diese Praktizierende mit mir in Kontakt getreten sei, obwohl wir uns nur kurz unterhalten hatten. Ich sagte zu der Praktizierenden: „Mach dir seinetwegen keine Sorgen. Dürfen wir denn nicht einmal miteinander sprechen?“
Es gab noch einen weiteren Polizeibeamten namens Zhang, der bei einer Behörde für öffentliche Sicherheit außerhalb der Stadt tätig war. Im Jahr 1999, als die Verfolgung von Falun Dafa gerade erst begonnen hatte, war Zhang sehr aktiv bei der Beschlagnahmung von Dafa-Büchern, weil er sich eine Beförderung sichern wollte. Bei seinem Sohn wurde kurz nach dem Eintritt in die Mittelschule Autismus diagnostiziert. Heute ist er Anfang dreißig, kann sich nicht selbst versorgen und ist vollständig auf die Rente seiner Eltern angewiesen.
Ich hatte auch eine Freundin namens Wang, die einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hatte. Als ich 2006 hörte, dass die Polizei vorhatte, meine Wohnung zu durchsuchen, fragte ich: „Die Beamten kommen, um meine Wohnung zu durchsuchen. Wäre es in Ordnung, wenn ich ein paar Sachen für eine Weile bei dir unterbringen würde?“ Sie war einverstanden: „Ich glaube nicht, dass sie es wagen würden, zu mir nach Hause zu kommen.“
Sie begleitete mich auch bei Besorgungen und sprang für mich ein, während ich Informationsmaterialien verteilte. Ihre Familie hatte finanzielle Schwierigkeiten; das Einkommen ihres Mannes war gering und sie mussten eine Tochter versorgen. Doch nicht lange, nachdem Wang mir geholfen hatte, wurde ihre Tochter an der Hochschule aufgenommen. Wang gründete daraufhin ein kleines Unternehmen und seitdem läuft es für ihre Familie reibungslos.
Li, ein Polizeichef und einer meiner entfernten Verwandten, zeigte einst einen Mitpraktizierenden an, nachdem er einen Brief mit Informationen über Falun Dafa erhalten hatte. Er ließ mehrere Praktizierende verhaften, von denen zwei rechtswidrig verurteilt wurden. Jahre zuvor hatte ich ihm geschrieben und ihn eindringlich gebeten, Falun-Gong-Praktizierende freundlich zu behandeln. Im Jahr 2021, nachdem meine Mutter, eine ältere Praktizierende, und ich wegen der Verteilung von Informationsmaterialien verhaftet worden waren, bat mein Mann Li um Hilfe, doch dieser lehnte ab. Vor Kurzem verlor Li seine Position als Polizeichef und wurde auf den Rang eines einfachen Beamten herabgestuft.
Das waren alles Menschen, die ich gut kannte. Ich hoffe aufrichtig, dass Polizeibeamte und Angehörige der Strafverfolgungsbehörden, die der bösartigen Partei noch immer dabei helfen, Falun Dafa und seine Praktizierenden zu verfolgen, innehalten und über ihr Handeln nachdenken. Um euretwillen und um eurer Familie Willen: Bitte ändert eure Einstellung gegenüber Falun Dafa! Das ist der wahre Weg, um euch selbst Segen zu bringen.
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