(Minghui.org) Am 11. August 2026 wurde die Wohnung eines Ehepaares in der Stadt Dalian, Provinz Liaoning durchsucht, da die beiden Falun Gong praktizieren. Der Mann befindet sich weiterhin in Haft.

Hausdurchsuchung

Am 11. August 2026 gegen 15 Uhr erschienen fünf Männer und eine Frau bei Sun Qianyi zu Hause. Sie zeigten einen Durchsuchungsbeschluss vor und hielten sie in der Wohnung fest. Die Beamtin überwachte sie während der gesamten Durchsuchung genau und folgte ihr jedes Mal ins Badezimmer.

Die fünf Beamten durchsuchten Suns Wohnung und beschlagnahmten all ihre Falun-Gong-Bücher, zwei Computer, einen Drucker sowie weitere Wertgegenstände. Die Beamtin verlangte zu erfahren, wo Sun und ihr Mann, Yu Xiangjia, das Bild des Begründers von Falun Gong aufbewahrten. Sun weigerte sich, dies preiszugeben.

Daraufhin sagte die Beamtin, dass Yu bereits früher am selben Tag festgenommen worden sei. Er sei gemeldet worden, weil er während seiner Arbeit als Zusteller Falun-Gong-Materialien verteilt hatte. Erst da begriff Sun, warum ihr Mann an diesem Tag nicht wie üblich zum Mittagessen nach Hause gekommen war.

Verhör

Nach der Razzia wies die Polizei Sun an, in den Streifenwagen zu steigen. Als sie sich weigerte zu kooperieren, stieß die Polizistin sie hinein. Sie wurde zur Polizeiwache der Bayi Straße gebracht. Sobald die Autotür geöffnet wurde, versuchte sie zu fliehen. Zwei Polizisten fingen sie jedoch rasch wieder ein, und einer von ihnen bog ihr wiederholt das rechte Handgelenk nach hinten. Sie schrie vor Schmerz auf.

Während des Verhörs weigerte sich Sun, Fragen zu beantworten. Sie erfuhr, dass die sechs Beamten, die sie festgenommen hatten, der Polizei der Stadt Dalian sowie der ihr unterstellten Polizeidienststelle des Bezirks Xigang angehörten. Sie nutzten den Verhörraum der Wache der Bayi Straße, um sie und ihren Mann zu vernehmen.

Nach dem Verhör wurde Sun freigelassen; man wies sie an, „zu Hause auf einen Anruf zu warten“.

Am 13. August 2026 erhielt Sun ein Einschreiben von der Polizeidienststelle des Bezirks Xigang. Bei dem Schreiben handelte es sich um eine Mitteilung über die strafrechtliche Inhaftierung ihres Mannes. Darin wurde Yu vorgeworfen, „eine Sektenorganisation genutzt zu haben, um die Strafverfolgung zu untergraben“. Dies ist ein gängiger Vorwand, um Falun-Gong-Praktizierende fälschlich zu beschuldigen.

Yu wird im Untersuchungsgefängnis der Stadt Dalian festgehalten.

Frühere Verfolgung

Bereits vor dieser jüngsten Verfolgungswelle waren Yu und seine Frau in der Vergangenheit wiederholt festgenommen worden. Er hatte bereits eine vierjährige Haft hinter sich (Mai 2019 bis Mai 2023). Nach seiner Freilassung arbeitete er als Lieferfahrer, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Auch die Tochter des Ehepaars wurde in die Angelegenheit hineingezogen und erhielt wiederholt belästigende Anrufe von der Polizei. Sie wagte es nicht, nach Dalian zurückzukehren, um ihre Eltern zu besuchen.

Polizisten schikanierten zudem mehrfach Yus 83-jährigen verwitweten Vater. Dessen Gesundheitszustand verschlechterte sich infolgedessen, sodass er mehrfach ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Auch Yus Schwiegereltern leiden an Herzbeschwerden; der jüngste Vorfall hat sie schwer belastet.

Früherer Bericht:

Nach mehreren Haftstrafen jetzt erneut wegen seines Glaubens zu vier Jahren Haft verurteilt (Provinz Liaoning)