(Minghui.org) Als ich sechs Jahre alt war, half ich meiner Mutter auf dem Land dabei, den großen Ofen zu befeuern, und legte Brennholz nach. Irgendwie explodierte ein im Unkraut versteckter Zünder. Danach waren meine Augen verletzt und ich erblindete. Im Alter von 15 Jahren besuchte ich mit Hilfe meines Vaters und meiner Schwester eine Grundschule für Blinde. Ich sollte lernen, mich später einmal selbst versorgen zu können. Später besuchte ich eine technische Schule für Blinde und erlernte dort Massagetechniken.

In den letzten Jahren habe ich in den Städten Shenzhen und Zhuhai sowie in Peking gearbeitet. Derzeit arbeite ich in einer Stadt im Norden Chinas.

Falun Gong praktizieren

Anfang 1999 nahm ich mir in Shenzhen frei, um zum chinesischen Neujahrsfest zu meinen Eltern zurückzukehren. Die Nachbarin meiner ältesten Schwester kam zu Besuch. Während wir uns unterhielten, fragte ich sie, ob sie immer noch mit anderen tanze, um sich fit zu halten. Sie antwortete: „Ich praktiziere jetzt zusammen mit anderen Falun Gong.“ Sobald ich die Worte Falun Gong hörte, wollte ich es unbedingt lernen. Sie sagte, den Namen von Meister Li Hongzhi zu hören, sei ein Segen. Ich müsste wohl eine Schicksalsverbindung zu ihm haben. Daraufhin ermutigte ich meine älteste Schwester, es ebenfalls zu lernen. Sie war sofort einverstanden. 

Die Nachbarin nahm meine älteste Schwester an diesem Abend mit zum Übungsplatz – mich allerdings nicht. In dem Moment war ich ziemlich aufgebracht und hätte fast geweint. Außerdem war ich ein bisschen wütend auf meine älteste Schwester. Später verstand ich, dass dies der Groll war, den ich wegkultivieren sollte. Meine älteste Schwester hatte die Grundschule nicht abgeschlossen und war nicht besonders gebildet. Zwar brachte sie mir nach ihrer Rückkehr vom Übungsplatz die Übungen 1–4 bei, aber sie wusste die Mantren zu den Übungen nicht mehr genau.

Der Urlaub ging schnell zu Ende und ich kehrte zur Arbeit nach Shenzhen zurück. Dort erfuhr ich, dass es in Shenzhen ebenfalls Menschen gab, die Falun Gong praktizierten – darunter meine Kollegin, eine Rezeptionistin. Wir teilten uns sogar eine Unterkunft – was für ein Zufall! Meine Kollegin nahm mich mit zu einer Fa-Lerngruppe in Shenzhen.

Der Koordinator dort hieß uns willkommen und sorgte sofort dafür, dass mir jemand die halbe Lotussitzhaltung beibrachte. Von da an ging ich jeden Morgen zum Übungsplatz, wo die Übungen 1–4 praktiziert wurden.

Einige Monate später ordnete der Parteivorsitzende Jiang Zemin die Verfolgung von Falun Gong an. Die Bücher meiner Kollegin wurden beschlagnahmt und es war uns nicht mehr gestattet zu praktizieren. Später arbeitete ich unter anderem in Zhuhai in der Provinz Guangdong. Im Jahr 2000 verließ ich schließlich die Provinz, kehrte zum Haus meiner zweitältesten Schwester zurück und arbeitete dort weiter.

Menschen erretten

Meine älteste Schwester half mir dabei, einen Satz von 14 Kassetten mit Meister Lis Vorträgen aus Jinan zu bekommen, und kaufte mir 2002 einen Kassettenrekorder. So konnte ich mir das Fa wieder anhören und lernen. Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) hatte bereits die Selbstverbrennung auf dem Tiananmen-Platz inszeniert, um Falun Gong zu diffamieren, aber ich glaubte nicht den Aussagen im Fernsehen, denn Falun Gong lehrt die Menschen, gut zu sein und sich zu erhöhen.

Die Freundin meiner zweitältesten Schwester, eine pensionierte Grundschulleiterin, kam eines Tages zu einer Rückenmassage zu mir. Sie erzählte, dass die KPCh behauptet habe, Falun Gong verbiete den Menschen die Einnahme von Medikamenten, weshalb viele Menschen gestorben seien. „Li Hongzhi hat so viele Patienten geheilt, warum erwähnen sie das nicht?!“, merkte sie an. Ich war tief beeindruckt und dachte, dass diese Frau eine so sachkundige Person war, die sich bewusst war, dass die Partei Nachrichten erfindet. Sie wagte es sogar, über Falun Gong zu sprechen. Meine Schwester bemerkte, dass die Schulleiterin dadurch große, mächtige Tugend ansammelte.

Damals begann ich, meinen Kunden, Kollegen und insbesondere den Polizeibeamten, die zur Massage kamen, die wahren Umstände zu erklären, und erzählte ihnen aus der Perspektive eines Außenstehenden vom Stein mit dem verborgenen Schriftzeichen und vom staatlich angeordneten Organraub durch die KPCh. Einige von ihnen hatten noch nie von Falun Gong gehört, und so erzählte ich ihnen von meinem Glauben daran, dass Falun Gong gut ist, und dass mir andere geraten hätten, aufrichtig „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht ist gut“ zu rezitieren. Das hätte ich dann auch getan und sei seitdem nicht mehr krank geworden, nicht einmal Kopfschmerzen oder Erkältungen hätte ich gehabt.

Auch meinen Kollegen, Freunden und den Kollegen meines Mannes erklärte ich später nacheinander die Fakten über Falun Gong und verhalf ihnen zum Parteiaustritt. Auch wenn die Zahl der Menschen, denen ich helfen konnte, begrenzt war, empfand ich es als große Genugtuung, dass sie dadurch errettet werden konnten.

Wunder geschehen

Als ich in Peking arbeitete, wohnte ich im Firmenwohnheim. Eines Tages meditierte ich gegen 2 Uhr morgens, als meine Mitbewohnerin Xiao Cai plötzlich rief: „Du hast einen Falun in deinen Händen! Ich kann es sehen!“ Ich konnte es nicht sehen. Ich führte die Übungen auch nicht besonders gut aus; einige meiner Bewegungen waren nicht ganz präzise. Dennoch kümmerte sich der Meister um mich, half mir und zeigte mir Wunder, was ich unglaublich erstaunlich fand.

Ich ließ mich für zwei Monate von der Arbeit freistellen und kehrte im Sommer 2002 zum Haus meiner ältesten Schwester zurück. Mit Hilfe meiner Schwester, meines Neffen, meiner Nachbarn und meiner Tochter übertrug ich das Buch Zhuan Falun in Braille. In dieser Zeit reinigte der Meister meinen Körper: Meine Füße schwollen so stark an, dass die Haut glänzte, aber ich spürte nichts – weder Schmerzen noch Juckreiz.

Ein anderes Mal hatte ich starke Zahnschmerzen. Ich beruhigte mich und berührte sechs Seiten im Zhuan Falun, woraufhin der Schmerz sofort nachließ. Ein weiteres Mal bildete sich unter meinem rechten Arm bis hinunter zur Taille ein harter Knoten. Ich ignorierte ihn. Nach zwei Tagen war er verschwunden. Seit so vielen Jahren musste ich noch nie eine Tablette einnehmen oder eine Spritze bekommen.

Meine Schwiegermutter erlitt einen leichten Schlaganfall. Ich riet ihr, aufrichtig und respektvoll „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht ist gut“ zu rezitieren, und das tat sie jeden Tag. Wenn sie hinfiel, rief sie laut „Falun Dafa ist gut“, sodass ihr nichts Schlimmes zustieß. Sie ist kräftiger geworden und kann nun alle Arten von Hausarbeit verrichten.

Auch mein Vater glaubt fest an das Gute von Falun Dafa und ist aus der KPCh und den ihr angeschlossenen Organisationen ausgetreten. Er lebt in unserem alten Haus auf dem Land und mein zweitältester Bruder kocht jeden Tag für ihn. Mein Vater leidet an einer avaskulären Nekrose des Oberschenkelkopfes und ist auf Krücken angewiesen.

Eines Tages kochte mein Bruder eine Mahlzeit für ihn und ging dann weg. Er hatte das Feuer im Ofen jedoch nicht vollständig gelöscht und die Glut entzündete nahegelegene Unkräuter, Äste und Blätter. Der Wind wehte an diesem Tag ziemlich stark, sodass sich der Raum mit Rauch füllte. Auch der Vorhang an der Tür und die Stromkabel standen in Flammen.

Mein Vater war in großer Sorge und konnte nicht in den Vorraum gelangen. Im Innenraum standen nur zwei Thermoskannen mit Wasser. Mit Hilfe seiner Krücken bewegte er sich vorwärts, benutzte das Wasser aus diesen Thermoskannen und löschte das Feuer! Wie konnte ein so großes Feuer mit nur zwei Thermoskannen Wasser gelöscht werden? Es war unvorstellbar. Mein Bruder sagte: „Der Anhänger ‚Falun Dafa ist gut‘, der an unserer Tür hängt, wirkt wirklich!“

Wahre Kultivierung

Nachdem mein alter Laptop gestohlen worden war, kaufte ich mir 2016 endlich einen neuen. Eine Mitschülerin brachte mir bei, wie man Spracherkennungssoftware nutzt, um Texte herunterzuladen und zu kopieren. So konnte ich mir alle Artikel des Meisters anhören und auch Artikel auf Minghui.org teilen.

Mehrmals träumte ich, dass ich gemeinsam mit anderen Praktizierenden das Fa lernte, und sehnte mich danach, mich wie ein normaler Mensch ohne Behinderung zu kultivieren. Im Mai 2025 hatte ich die Gelegenheit, mit einer älteren Praktizierenden in der Wohnanlage, in der ich gerade eine Wohnung gemietet hatte, eine Fa-Lerngruppe zu gründen. Sie korrigierte meine Bewegungen bei den Übungen. Wenn wir gemeinsam das Fa lernen, liest sie das Buch laut vor und ich lese mit meinen Händen in Brailleschrift.

Ich weiß, dass Kultivierung Fleiß erfordert. Neben dem gemeinsamen Fa-Lernen mit ihr bemühe ich mich auch verstärkt, das Fa auswendig zu lernen. Da ich befürchte, dass ich mir die kurzen Artikel des Meisters nicht merken kann, schreibe ich sie in Braille auf und lerne sie auswendig, wann immer ich Zeit habe. Mittlerweile kann ich die erste Lektion aus dem Zhuan Falun sowie die Gedichte aus Hong Yin I, II und III rezitieren. Ich werde das Fa noch fleißiger auswendig lernen und es in mich aufnehmen. Außerdem werde ich das Aussenden der aufrichtigen Gedanken verstärken.

Nachdem ich elf Artikel gelesen hatte, darunter Vernunft, die der Meister kürzlich veröffentlicht hat, spürte ich noch stärker, dass ich mich beeilen und mich wirklich kultivieren muss. Ich muss alle schlechten menschlichen Anschauungen loslassen – einschließlich das Streben nach persönlichem Gewinn und meinen Groll und Neid – um im Rahmen meiner Möglichkeiten Menschen zu erretten. Ich bemühe mich, öfter starke aufrichtige Gedanken auszusenden, das Fa gut zu lernen, mich gut zu kultivieren und mit dem Meister zur wahren Heimat zurückzukehren.