(Minghui.org) Eine 86-jährige Einwohnerin der Stadt Dalian, Provinz Liaoning, wurde am 15. Juli 2026 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu acht Monaten Haft und einer Geldstrafe von 6.000 Yuan (etwa 770 Euro) verurteilt. Außerdem setzten die Behörde ihre Rente ab August 2026 für acht Monate aus.

Zhan Yongying begann am 27. Oktober 1995, Falun Dafa zu praktizieren, und erholte sich bald darauf von ihrer jahrzehntelangen Schilddrüsenüberfunktion, atrophischen Gastritis und Kolitis. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Juli 1999 die Verfolgung von Falun Dafa befohlen hatte, hielt sie an ihrem Glauben fest und wurde deshalb von den Behörden ins Visier genommen.

Ihre Haftstrafe resultierte aus ihrer Festnahme am 6. April 2023. An jenem Morgen drangen um 6.30 Uhr sieben Beamte der Polizeistation Zhanqian in ihre Wohnung ein. Zwei Beamte hielten sie fest, während die übrigen ihre Räume durchsuchten. Sie beschlagnahmten drei Falun-Dafa-Bücher und Informationsmaterialien über Falun Dafa.

Als Zhan sich weigerte, mit den Beamten zur Polizeiwache zu gehen, drohten ihr diese, das Porträt des Begründers von Falun Dafa aus ihrer Wohnung zu beschlagnahmen. Um das Porträt zu schützen, ging sie mit ihnen mit.

Zhans Familie durfte sie auf der Polizeiwache nicht besuchen. Zhan war durch die Festnahme derart verängstigt, dass ihr Blutdruck gefährlich anstieg. Dennoch brachte die Polizei sie in die Haftanstalt der Stadt Dalian. Diese nahm die betagte Praktizierende jedoch nicht auf, nachdem eine obligatorische medizinische Untersuchung sie für haftuntauglich befunden hatte.

Die Polizei ließ Zhan gegen Kaution frei. Am 20. Januar 2024 brachten Polizisten sie jedoch mit einer List dazu, die Tür zu öffnen, und nahmen sie erneut in Gewahrsam. Nach mehreren Stunden auf der Polizeiwache Zhanqian wurde Zhan zur Haftanstalt der Stadt Dalian gebracht, die sie jedoch aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht aufnahm. Erst nach 22 Uhr ließ die Polizei die Praktizierende frei.

Am 11. März 2025 rief das Bezirksgericht Pulandian Zhans Sohn an und teilte ihm mit, dass man beabsichtige, eine Gerichtsverhandlung gegen seine Mutter in ihrer Wohnung durchzuführen. Erst da erfuhr die Familie, dass gegen sie Anklage erhoben worden war.

Einzelheiten zu der Verhandlung, die in Zhans Wohnung stattfinden sollte, sind nicht bekannt. Am 15. Juli 2026 wurde sie zu acht Monaten Haft und einer Geldstrafe von 6.000 Yuan verurteilt. Ob sie dafür erneut in Gewahrsam genommen wurde, ist ungewiss.

Rente ausgesetzt

Außerdem wies das Gericht Zhans Bank an, auf deren Konto ihre Rente direkt eingezahlt wurde, an, ihr mitzuteilen, dass ihre Rente ab August 2026 für acht Monate ausgesetzt werde. Zhan hat jedoch nie eine offizielle gerichtliche Mitteilung über die Aussetzung ihrer Rente erhalten.

Zhan war vor ihrer Pensionierung 34 Jahre lang berufstätig gewesen und hat laut Gesetz Anspruch auf ihr hart erarbeitetes Ruhegeld. Dennoch verhängte das Gericht ohne jegliche Rechtsgrundlage eine achtmonatige Aussetzung ihrer Pension.