(Minghui.org) Durch meine chronischen Krankheiten lebte ich zurückgezogen und wurde mit der Zeit schüchtern. Seit meiner Kindheit litt ich an einer Nierenerkrankung, die Schwindel und Vergesslichkeit mit sich brachte. In der Schule bereitete mir das große Schwierigkeiten. Während meiner gesamten Jugendzeit hatte ich eine fahle und schlaffe Haut. Bedingt durch meinen Gesundheitszustand hatte ich ständig schlechte Laune. Allmählich wurde ich still, war verbittert, zog mich ganz in mich zurück und sprach kaum noch mit jemandem.
1997 gab es einen Wendepunkt. Ich hatte das Glück, auf Falun Dafa zu treffen, und begann mit der Kultivierung. Durch das Fa-Lernen, die Kultivierung und das Praktizieren der Übungen half mir der Meister, allmählich gesund zu werden: Mein Nierenleiden verschwand. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich gesund und fühlte mich gut. Meine Stimmung hellte sich auf und ich wurde zu einem freundlicheren Menschen. Durch die Lehre des Meisters verbesserte ich mich fortlaufend. Im Alltag folgte ich den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht und lernte, Rücksicht auf andere zu nehmen. Ich übte mich in Toleranz und Nachsicht und war freundlich. An meinem Arbeitsplatz war ich gewissenhaft und verantwortungsbewusst. Zudem entwickelte ich eine tiefe Fürsorge für meine Familie. Ich unterstützte meinen Mann, erzog unsere Kinder gut und respektierte die Älteren. Meine Lebenseinstellung wurde positiv.
Der Ursprung meines Grolls
Bevor ich mit der Kultivierung begann, hatte ich keinen Respekt vor den Älteren und hegte tiefen Groll. Mein Mann ist der älteste Sohn. Er hat eine ältere Schwester sowie sechs jüngere Geschwister. Sie lebten alle auf dem Land. Mein Mann hatte eine höhere Ausbildung und erhielt nach seinem Abschluss eine Arbeitsstelle in der Stadt. Unsere Lebensverhältnisse waren besser als die der anderen. Seine Eltern waren damals noch bei guter Gesundheit und die jüngeren Brüder kümmerten sich um die Eltern. Im Gegenzug halfen sie bei der Betreuung der Kinder.
Doch als die Eltern älter wurden und die Enkelkinder groß waren, wälzten die beiden Brüder die Pflege auf uns ab und die Eltern zogen zu uns. Wir erfuhren dann, dass sie das Familienvermögen bereits aufgeteilt hatten, ohne uns darüber zu informieren. Sie waren der Meinung, dass wir als Stadtbewohner weder an dem ländlichen Grundbesitz noch an sonstigen Habseligkeiten interessiert wären. Wir waren der Ansicht, dass man uns in diese Entscheidung hätte einbeziehen müssen. Ich war damals außerordentlich verärgert. Außerdem empfand ich das Verhalten der Eltern meines Mannes als ungerecht. Sie nahmen keinerlei Rücksicht auf uns, also auf ihren ältesten Sohn und seine Frau. Es schien, als hätten sie sich erst dann an uns erinnert, als sie sonst nirgendwo mehr unterkommen konnten.
Sofort kam Groll in mir auf. Ich hatte bereits mit der Kultivierung begonnen, aber mein Fa-Verständnis war noch oberflächlich. Es gab viele Prinzipien, die mir unklar waren, und ich wusste nicht, wie ich mein Herz kultivieren sollte. So verhielt ich mich schlecht. Rückblickend empfinde ich tiefes Bedauern über mein damaliges Verhalten. Meine Schwiegermutter hoffte ständig darauf, dass ich sagen würde: „Ich bin damit einverstanden, dass ihr bei uns wohnt.“
In Wirklichkeit hatte ich mich längst damit abgefunden, dass sie dauerhaft bei uns lebten. Ich weigerte mich aber hartnäckig, dies auszusprechen. Ich hätte erkennen sollen, dass auch meine Schwiegermutter emotional unter der Situation litt. Es ist nie leicht, unter dem Dach eines anderen zu leben.
Während ich meine Kultivierung fortsetzte und sich dadurch mein Charakter verbesserte, erinnerte ich mich allmählich wieder an die Lehre des Meisters. Warum kultivierte ich mich eigentlich? Mein Ziel war, zu meinem ursprünglichen, wahren Selbst zurückzukehren und gemeinsam mit dem Meister nach Hause zu gehen. Doch arbeitete ich wirklich an meinem Charakter? Handelte ich wie eine wahre Kultivierende? Mir wurde bewusst, wie verheerend Groll ist. Die alten Mächte nutzten den Groll, um mich zu zerstören. Ich fasste den Entschluss, mich von diesem Groll zu befreien und ihn zu beseitigen; ich wollte nicht zulassen, dass er meine jahrelange Kultivierung zunichtemachte.
Sobald ich diesen festen Entschluss gefasst hatte, entfernte der Meister die schlechten Substanzen von mir. Ich verspürte eine tiefe Erleichterung und entschuldigte mich bei meiner Schwiegermutter. Die familiäre Atmosphäre wurde wieder harmonisch. Wenn ich Räucherstäbchen vor dem Porträt des Meisters anzündete, tat meine Schwiegermutter dies ebenfalls mit großem Respekt. Sie sagte: „Danke, Meister!“ So empfing auch sie Segnungen: Ihre Gesundheit besserte sich und schließlich wurde sie 99 Jahre alt.
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