(Minghui.org) Eine 78-jährige Frau aus der Stadt Nantong in der Provinz Jiangsu wurde wegen des Praktizierens von Falun Gong zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Yan Ling, geboren am 23. Oktober 1947, wurde am 27. August 2025 von Beamten der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Tongzhou festgenommen. Inzwischen wurde sie von der Haftanstalt der Stadt Nantong in das Frauengefängnis Nanjing verlegt. Einzelheiten zur Anklage, zum Prozess und zur Urteilsverkündung sind nicht bekannt.

Frühere Verfolgung

Dies war nicht das erste Mal, dass Yan, eine ehemalige Fabrikarbeiterin, aufgrund ihres Glaubens ins Visier genommen wurde. Vor ihrer jüngsten Verfolgung wurde sie mehrfach in Gehirnwäsche-Einrichtungen festgehalten. Zudem war sie sechzehn Monate in einem Zwangsarbeitslager und zweimal im Gefängnis inhaftiert.

Inhaftierungen in Gehirnwäsche-Einrichtungen und Arbeitslagern

Zwischen 2001 und 2004 wurde Yan jedes Jahr festgenommen und in Gehirnwäsche-Einrichtungen festgehalten. Nach ihrer Festnahme im Jahr 2003 wurde sie geschlagen, zum Stehen gezwungen, ihr wurde der Schlaf entzogen und sie wurde hungern gelassen, weil sie sich weigerte, Falun Gong aufzugeben. Mehrere Beamte schlugen ihr ins Gesicht, packten sie an den Haaren und schlugen ihren Kopf gegen die Wand. In jener Nacht stülpten sie ihr eine schwarze Kapuze über den Kopf und legten ihr Handschellen an, bevor sie sie in eine in einem Hotel untergebrachte Gehirnwäsche-Einrichtung brachten. Sie hängten sie an den Handgelenken auf, sodass ihre Füße den Boden nicht mehr berührten, und ließen sie einen ganzen Tag lang in dieser Position hängen.

Ende 2004 wurde Yan zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt. Die Behörden verlängerten ihre Haftzeit um vier Monate, nachdem sie sich geweigert hatte, Falun Gong abzuschwören. Sie wurde vom Schlaf abgehalten und gezwungen, tagelang zu stehen oder sich ohne jede Bewegung auf einen kleinen Hocker zu setzen. Zudem sperrten die Wärter sie in Einzelhaft und verweigerten ihr den Gang zur Toilette. Einmal verabreichten sie ihr giftige Substanzen per Infusion.

Im Oktober 2007 wurde Yan erneut festgenommen und 50 Tage lang in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten. Die Polizei fesselte sie und hängte sie mehr als sechs Stunden lang auf, bis das Seil riss; infolgedessen musste sie sich übergeben. Im April 2014 und im Februar 2015 wurde sie erneut festgenommen und für 12 beziehungsweise 15 Tage inhaftiert, weil sie mit anderen Menschen über Falun Gong gesprochen hatte.

Zwei Haftstrafen

Yan wurde am 28. August 2015 festgenommen und einen Monat später gegen Kaution freigelassen. Am 26. Mai 2016 erfolgte eine erneute Festnahme. Später wurde sie zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt und inhaftiert.

Die Wärter im Frauengefängnis Nantong folterten Yan auf verschiedene Weise. Sie wiesen Mitgefangene an, ihr den Mund zuzukleben und die Hände zu fesseln. Aufgrund dieser Misshandlungen erstickte sie beinahe. Während ihrer Haftzeit setzten die Behörden ihre Gehaltszahlungen aus.

Nach einer weiteren Festnahme am 15. Juli 2020 wurde Yan heimlich zu einer unbekannten Haftstrafe verurteilt und in das Frauengefängnis der Provinz Jiangsu verlegt. Sie wurde verschiedenen Formen der Folter ausgesetzt, darunter Elektroschocks, Schläge, Einzelhaft und das schutzlose Aussetzen gegenüber extremen Witterungsbedingungen. Zudem versuchten die Wärter, sie zur Einnahme von Diabetes-Medikamenten zu zwingen, obwohl sie nicht an dieser Krankheit litt. Als sie sich weigerte, mischten sie das Medikament unter ihr Essen. Außerdem rationierten sie ihre Nahrung mit der Begründung, dass Diabetiker auf ihre Ernährung achten müssten. Drei Mitgefangene wurden dazu abgestellt, sie rund um die Uhr zu bewachen; sie kontrollierten auch, wie lange sie schlafen durfte.

Frühere Berichte:

78-Jährige aus Jiangsu erneut wegen Praktizierens von Falun Dafa festgenommen

75-jährige Frau wegen ihres Glaubens im Gefängnis – Schlafentzug und Drogenzwang

73-Jährige wegen Praktizierens von Falun Dafa verhaftet (Provinz Jiangsu)