US News & World Report: Angriff auf Falun Gong Website herausgestellt

Ein Anflug von Cyberspace-Kriegsführung: Regierungen bereiten Techniken des Informationszeitalters für den Einsatz gegen ihre Gegner vor (Auszug)

Warren P. Strobel, Richard J. Newman; David E. Kaplan 13.03.2000 U.S. News & World Report, Seite 32

Zuerst wurde Cheng Wang, ein in Long Island ansässiger Webmaster von Falun Gong, der geistigen Bewegung, die die chinesischen Behörden entnervt hat, verwirrt als er einen Anruf vom U.S. Verkehrsministerium erhielt. Warum dachte das Ministerium, daß seine Computer die ihrigen angriffen? Die Antwort war verblüffend. Der elektronische Angriff entsprang nicht, wie es schien, verschiedenen Falun Gong Websites. In Wirklichkeit hatte jemand deren elektronische Identitäten geknackt. Computerdetektive verfolgten die Spur zurück zum XinAn Informationsservice-Zentrum, das von der dortigen Telefonzentrale als Teil des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit, der chinesischen Geheimpolizei, gekennzeichnet wurde.

Hacking im Internet beschränkt sich nicht mehr nur auf Amateure. Obwohl die neuerliche Welle von Cyber-Vandalismus gegen die bekanntesten Namen des E-Commerce die Schlagzeilen gefüllt hat, ist das noch nicht die ganze Geschichte. Von Beijing bis Baku verwenden Regierungen und deren Substitute das Internet, um politische Gegner und unangenehme Nachbarn zu verdrücken, nach Handelsgeheimnissen zu trachten oder direkt zur Kriegsvorbereitung. Die burmesische Militärjunta ist zum Beispiel beschuldigt worden, das "Happy99"-Email-Virus an Gegner zu richten, die das Internet benutzen, um ihre Sache zu fördern. Die Dissidenten bezeichnen die Angriffe als inkompetent - vielleicht ein Beweis dafür, daß die Diktaturen beim Hacking noch zurückliegen.

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Im Fall von Cheng Wang gehörten seine Computer in Hauppauge, New York, zu den Falun Gong Websites in der ganzen Welt, die von einem Bombardement aus Hacking-Versuchen und Email-Bomben getroffen wurden, was zeitlich mit der physischen Niederschlagung der Praktizierenden der Gruppe in China zusammenfiel. Viele der Hacking-Versuche wurden zu dem mysteriösen XinAn-Büro zurückverfolgt.

Minghui Net englische Version
12.03.2000

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