Man kann in jeder Situation ein guter Mensch sein

(Minghui.de) In den Tagen im Gefängnis waren die Menschen, denen ich jeden Tag begegnete, entweder Polizisten oder Gefangene. Als die Polizisten wütend waren, schlugen sie auf den Tisch und schrien laut: "Du darfst nicht schlafen!" Sie sagten, wenn ich keine Frau wäre, hätten sie mich schon so geschlagen, dass ich mich durch nur eine Ohrfeige schon auf dem Boden wälzen würde; die Gefangenen nannten uns "Neuankömmlinge" und überhäuften uns mit den gemeinsten Schimpfworten. Sie ließen mich auf dem nassen Boden schlafen, sie ließen mich sogar zwei Tage an einer Stelle schlafen, wo schmutziges Wasser durch das Dach tropfte.

Ich halte die Worte vom Meister fest im Herzen: "Andere können uns schlecht behandeln, wir dürfen andere nicht schlecht behandeln." "Ein gütiger Mensch ist immer barmherzig, ohne Beschwerde und Haß hält er die Leiden für Freude." Während ich in dieser besonderen Situation den Meister, den Falun Dafa und die Würde eines Kultivierenden bewahrte, verhielt ich mich wirklich als ein guter Mensch. Ich erklärte den Polizisten der speziellen Untersuchungsgruppe meine Meinungen immer wieder: "Ihr könnt mich ruhig als Feind, als Gefangener verhören, beschimpfen, denn ihr macht ja nur eure Arbeit. Aber ich habe euch niemals als Feinde betrachtet. Ich kultiviere mich offen und aufrichtig und verhalte mich anständig als ein guter Mensch. Ich habe nie gegen die Gesetze verstoßen. Ich betrachte mich auch nicht als einen Gefangenen. Ich kann mich mit euch unterhalten und über meine Kultivierung und Erfahrungen reden. Beim Reden sind wir gleichberechtigt." Nach 20 Tagen Kommunikation, die sowohl aus Verhören als auch aus Reden bestand, habe ich sie gelegentlich reden hören: "XXX ist wirklich sehr gut. Wir werden keinesfalls einverstanden sein, wenn die da oben sie schlecht behandeln wollen."

Ich fühlte mich im Herzen besonders schwer, als sie den Meister und das Falun Dafa kommentierten. Für den Meister, für das Dafa und auch für sie sagte ich ihnen mit guter Absicht: "Früher habt ihr mich immer belehrt, jetzt rate ich euch von Herzen. Falun Dafa ist ein kosmisches Dafa, ihr könnt seine umfassenden Grundsätze wirklich nicht verstehen. Ich rede nicht von dem ewigen Einfluß, den deine willkürlichen Kommentare über Dafa deinem Leben bringen wird; ich sage nur, daß auch ein Mensch, ein gutherziger Mensch demjenigen, der in den Brunnen gefallen ist, keine Steine nachwerfen soll!" Nach einem Monat Verhaftung haben sie mich vom Untersuchungsgefängnis zu der Polizeiwache gebracht. Ich wohnte dort unter Bewachung. Wenn die gutherzigen Polizisten Dienst hatten, ließen sie mich aus dem Kerker frei. Dann fegte ich den Hof, bewässerte Bäume und wusch Autos, und half auch noch dem älteren Koch in der Küche. Manche sagten zum Scherz: "So ist doch nicht das Verhalten eines Falun Gong Praktizierenden. Im Fernseher wurde doch berichtet, daß die Praktizierenden keine Hausarbeit machen, sich nicht um die Familien kümmern und das Feld brach liegen lassen...." Ich habe in einem Versprechensbericht geschrieben: "Ich habe jedes Jahr meinen Erfolg der Arbeit als Geschenk zum Staatsfeiertag überreicht. Ich glaube fest daran, daß man in jeder Situation ein guter Mensch sein kann. Im Untersuchungsgefängnis, in dieser besonderen Situation werde ich mit jedem Menschen barmherzig umgehen."

Ich half den Gefangenen, die Dienst hatten, den Boden zu putzen und die Toiletten sauber zu machen. Ich machte die Nachtwache für die kranken Gefangenen. Wenn ich Zeit hatte, redete ich mit ihnen über meine Erfahrungen bei der Kultivierung und über die Grundsätze, ein guter Mensch zu sein. Eine neu eingetroffene Bäuerin war Analphabetin. Sie wurde aufgefordert, die Gefängnisregeln innerhalb von drei Tagen auswendig zu lernen. Diejenige, die ihr das beibringen sollte, wollte nach einem Tag nicht mehr weiter machen: "Chef, ich kann das ver... nicht mehr ertragen. Laß doch "Zhen Shan Ren" (Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht) es ihr beibringen." Weil ich tagsüber verhört wurde, habe ich die Zeit nach den Mittagessen und nach dem Abendappell genutzt, mit ihr über das Alltagsleben zu plaudern und gleichzeitig ihr einen Satz nach dem anderen beizubringen. Sie mußte einen Satz über hundert mal lernen, dennoch konnte sie ihn immer noch nicht. Ich war einmal ganz ungeduldig, dann fühlte ich mich im Herzen sehr schwer: Ich bin ein Kultivierender, sogar die Gefangenen nennen mich auch "Zhen Shan Ren", aber bei dieser Kleinigkeit bin ich weder barmherzig noch nachsichtig. Es gibt wirklich überall Lücken. Nach 20 Tagen konnte sie es endlich. Sie wollte mir immer mit gutem Essen danken. Ich sagte: "Ich bin ein Kultivierender, es ist mir egal, ob ich das esse oder nicht. Aber solche Dinge sind für dich sehr wichtig. Behalte sie selbst." Sie seufzte: "Ei, so ein guter Mensch ist auch im Gefängnis. Falun Gong ist so gut, warum habe ich früher nicht davon gehört? Wenn ich hier raus komme, werde ich das auf jeden Fall praktizieren."

Früher hatten die meisten Gefangenen nichts von Falun Gong gehört. Bevor ich ins Gefängnis kam, haben sie nur durch Propaganda davon gehört. Während meiner Inhaftierung haben sie gesehen, daß ich wirklich ein guter Mensch bin. Außerdem erklärte ich ihnen ständig das Wahre der Kultivierung. Sie waren neugierig und haben es allmählich kennengelernt. Sie haben festgestellt, daß die Propaganda im Fernsehen falsch war. Über die Hälfte von ihnen wollten Dafa kultivieren und viele lernten die Meditation von mir. Ich fand das interessant, ich selbst konnte erst nach einigen Monaten des Praktizierens nur für ein paar Sekunden den Lotussitz machen, aber die meisten von ihnen konnten das sehr gut. Der Meister sagt: "Fa erlöst die Menschen mit Schicksalsverbindungen, egal was sie früher auch getan haben."

Es ist wirklich ein Glück, während der Verbreitung des Dafa leben zu können. Ich hoffe wirklich, daß sie sich im Dafa kultivieren können. Nur Dafa kann das Leben eines Menschen wirklich retten. Nachdem ich inhaftiert wurde, kamen noch 5 "Neuankömmlinge". Keiner von ihnen wurde schikaniert. Wenn eine von ihnen Dienst hatte, wurde ihr von 6-7 Menschen geholfen. Im Großen und Ganzen schimpften die Gefangenen nicht mehr. Als ich das Gefängnis verließ, deutete eine Gefangene auf mich und sagte zu den anderen: "Sie schimpft nicht, ich wage nicht, vor ihr zu schimpfen. Mein Gesicht wird rot, wenn ich schimpfen will. Ich scheue mich zu schimpfen." Beim Unterricht unterhielt sich jeden Tag ein Mädchen mit mir. Sie sagte: "Alle sagen, auch wenn ein guter Mensch ins Gefängnis gekommen ist, wird er schlecht. Aber ich habe im Gefängnis gelernt, wie ich ein guter Mensch werde."