Nachrichten [ 12.02.2001 ]


Am Abend des 02.02.2001 wurden im Stadtteil Haidian in Peking durch 17 Lautsprecher Nachrichten über Tatsachen der Verfolgung von Falun Gong gesendet

Diese Lautsprecher wurden von Falun Gong Praktizierenden am Eingang einiger Kaufhäuser, an Kreuzungen größerer Straßen sowie in Wohnvierteln, Hochschulen und dem Hochhaus für Post und Fernmeldewesen angebracht. Die Nachrichten wurden um 20 Uhr bzw. 21 Uhr zweimal gesendet. Die Praktizierenden schlossen die Lautsprecher in Eisenkasten ein und hielten sie mit Eisenketten fest an Straßenstangen, damit die Polizei sie nicht gleich mitnehmen kann. Am Nachmittag des nächsten Tages sah ein Praktizierender, dass zwei Polizisten an einer Straßenkreuzung ein paar Lautsprecher, die schon abgenommen worden waren, photographierten.

Herr Hu Qingyun, ein Falun Gong Praktizierender aus der Stadt Nanchang, Provinz Jiang Xi, wurde zu 7 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt

Herr Hu war ein Funktionär an dem Oberen Volksgericht der Provinz Jiang Xi. Er schrieb mehrmals an die Zentralregierung, um über die Tatsachen des Falun Gong zu berichten. Er stellte auch anderen Leuten die Wahrheit der Verfolgung von Falun Gong klar und korrigierte verfälschte Berichte von Fernsehsendern und Zeitungen usw. Deswegen befand er sich lange in Haft. Im Januar 2001 wurde er zu 7 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

Während des Aufenthalts von Luo Gan (einem hohen Beamten, der kräftig für die Verfolgung von Falun Gong eintritt) in der Stadt Nanchang, Provinz Jiang Xi, wurden Falun Gong Praktizierende zum Umerziehungskurs gebracht

Im Januar 2001 kam Luo Gan, der Mittäter von Jiang Zemin, nach Nanchang. Die Praktizierenden aus Nanchang, die schon einmal nach Peking gegangen waren oder Falun Gong Materialien verteilten hatten, wurden alle in einem Umerziehungskurs eingesperrt. Es wurde gesagt, diejenige, die nach dem Kurs nicht umerzogen sind, würden direkt ins Arbeitslager gebracht.

Innerhalb von drei Tagen (30.012001 bis 01.02.2001) wurden Praktizierende in der gesamten Provinz Jiang Xi in großem Ausmaß festgenommen. Nach Aussagen sollten alle, die einmal Falun Gong praktiziert hatten, festgenommen werden. Um das zu schaffen, wurden sogar Familienangehörige der Praktizierenden als Geisel abgeführt. Der Sohn des Praktizierenden Zhang Dianzhen wurde z.B. für einen halben Tag als Geisel eingesperrt, weil die Polizei den Praktizierenden nicht finden konnte; aus dem gleichen Grund befand sich die Schwester eines Praktizierenden bisher noch in Haft.

Mein Erlebnis in Haft in Peking

Ich ging am 27.12.2000 mit ein paar anderen Falun Gong Praktizierenden nach Peking zum Platz des Himmlischen Friedens. Dort wurden wir festgenommen und ich wurde in eine Polizeiwache gebracht. Als die Polizei mich verhörte, verweigerte ich ihre Fragen. So fingen sie an, mich zu foltern. Sie zogen meine Kleider, Schuhe und Socken aus, schnallten meine Hände ans Fenster und quälten mich mit einem Elektrostab. Danach schleppten sie mich nach draußen und ließen mich bei minus 10 Grad frieren. Ich hatte nur dünne Unterkleidung an und mußten barfuß auf dem vereisten Boden stehen. Später wurde ich wieder ins Haus gebracht und mit dem Elektrostab gequält. So ging es insgesamt viermal, bis der Elektrostab keinen Strom mehr hatte. Ich konnte wegen der Elektroschläge meinen Rücken und Hals nicht gerade machen. Mir froren die Hände und Füße so, dass sie stark anschwollen und taub wurden. Ich konnte nicht richtig stehen und zitterte unwillkürlich. Da ich meinen Namen immer noch nicht bekanntgab, holten sie wieder ein paar Leute, dazu noch einen großen Polizeihund. Der Hund wollte mir aber nicht näher kommen. Danach wurde ich zum Photographieren gebracht, so dass mein Name herausgefunden werden kann. Dabei quälten mich zwei Polizisten abwechselnd mit Elektrostab, so dass ich den Urin nicht zurückhalten konnte.

Ich wurde grün und blau geschlagen, sie wollten aber trotzdem nicht aufhören. So holten sie ein paar Schurken, alle von etwa 20 Jahren. Der Elektrostab wurde wieder voll aufgeladen und an meiner Brust und Unterteil des Körpers benutzt. Meine Hände wurden von ihnen in die Heizungsleitung gesteckt. Ich wurde sehr schwach und konnte ihnen nur mit sehr leiser Stimme sagen: "Ihr erzeugt dadurch Karma und schädigt euch selbst." Sie sagten mir aber, sie würden diesen Monat kein Gehalt bekommen oder vielleicht den Job verlieren, wenn ich meinen Namen nicht bekanntgebe. Das ganze Verhör hörte erst um 2 Uhr morgens des nächsten Tages auf.

Erschienen in Minghui am 05.02.01



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