Todesmeldung: Dafa-Praktizierender Ye Fenglin wurde vom Zhongba-Arbeitslager der Provinz Guizhou zu Tode gefoltert

Herr Ye Fenglin, 45 Jahre alt. Er arbeitete im Militäramt des Tuanjie-Dorfes der Stadt Bijie in der Provinz Guizhou. Am 27.06.2002, frühmorgens um 7:30 Uhr starb er in der sechsten Abteilung des Zhongba-Arbeitslagers Guizhou.

Herr Ye praktizierte seit 1996 Falun Gong. Seit Beginn des Praktizierens hat er die schlechten Gewohnheiten wie Rauchen und Trinken aufgegeben. Seine positiven Veränderungen konnten viele Menschen in seiner Umgebung spüren.

Im November 2000, als Herr Ye in seiner Arbeitstelle war, wurde er von der Polizei zu einer „Sitzung“ gerufen und danach nicht mehr freigelassen. Er wurde gesetzwidrig festgehalten und beim Verhör schwer verprügelt. Im Oktober 2001 wurde er für drei Jahre ins Zhongba-Arbeitslager gebracht.

Im Arbeitslager wies Herr Ye entschieden die Zwangsgehirnwäsche zurück und gab das Praktizieren nicht auf. Daraufhin wurde er brutal verprügelt. Am 27.06.2002 frühmorgens um 7:30 Uhr starb er aufgrund von Folter und Mißhandlungen.

Als die Familienangehörigen und Zuständigen seiner Arbeitsstelle die Nachricht bekamen und beim Arbeitslager ankamen, konnte das Arbeitslager zu dem plötzlichen Tod von Herrn Ye keine abschließende Erklärung geben und erklärte unwahrheitsgemäß, dass Herr Ye an einer Krankheit gestorben sei. Seine Familie und seine Arbeitsstelle fragten dann im Lager, „er war ein sehr guter Mensch und körperlich auch sehr gesund, bevor er hierher gebracht wurde. Warum ist er HIER gestorben?“ Sie verweigerten den Brief zur Einäscherung des Leichnams zu unterschreiben und verlangten nach einem Autopsie. Aufgrund des großen Druck wurde das Arbeitslager gezwungen, eine Autopsie durchzuführen. Das Ergebnis zeigte, dass es im Bereich der Leber einen Blut- und Lympherguss gab und ihm eine Rippe gebrochen war. In seinem Magen und Darm gab es keinerlei Essen. Der Gerichtsmediziner erklärte die Todesursache als unklar.

Später haben zuständige Behörden und das Arbeitslager inoffizielle Kontakte zu Herrn Ye’s Arbeitsstelle und Familie aufgenommen und miteinander gesprochen (genauer Inhalt des Gesprächs ist nicht zu erfahren), so dass die Arbeitsstelle und die Familie den Brief zur Einäscherung unterschrieben haben. Seine Asche wurde in die Heimat gebracht und dort beerdigt. Da Herr Ye sehr gute Beziehungen zu seinen Mitmenschen gehabt hatte, kamen sehr viele zu seiner Beerdigung um von ihm Abschied zu nehmen. Alle sagten, dass so ein guter Mensch von Polizei und Arbeitslager zu Tode mißhandelt worden ist.