Epoch Times: Heute ist die Farbe Gelb in Frankreich illegal (Foto)

Text unter Foto: Ein Falun Gong Praktizierender ist mit Handschellen an einen Sitz in der 17. Bezirkspolizeiwache in Paris gefesselt. Unter dem Druck von chinesischen Regierungsbeamten verhaftet die Pariser Polizei Falun Gong Praktizierende, weil sie gelbe Kleidung tragen. FDI Foto


PARIS - Dieses Wochenende hat die Pariser Polizei unter dem intensiven Druck der chinesischen Regierung einen neuen Trend in Pariser Art mit einer ungewöhnlichen Anweisung erteilt - "Gelb ist illegal". Oder, um genauer zu sein, Gelb, von Falun Gong Praktizierenden getragen, ist illegal.

Der nur dünn verschleierte Versuch der chinesischen Beamten, auf Falun Gong Praktizierende abzuzielen, die aus der ganzen Welt zum Chinesischen Neujahr gekommen waren, wurde prompt von der Pariser Polizei umgesetzt. Eine Gruppe von Praktizierenden, die auf dem Weg zur Neujahrsfeier waren, wurde auf den Straßen aufgehalten, weil sie gelbe Kleidung trugen. Unter ihnen waren Dr. Viviana Galli und Sunny Lu aus den Vereinigten Staaten, die von der Polizei beim Champs Elyse gestoppt wurden.

Als Frau Lu fragte, warum sie festgenommen wurden, wurde ihr gesagt: "Weil Gelb in Frankreich illegal ist."

Frau Galli, die nichts Gelbes trug, wurde gesagt: "Sie haben etwas Ungesetzliches getan." Aber als sie nach einer genauen Erklärung verlangte, deutete die Polizei auf ihren Schal, auf dem die Worte "Falun Dafa" standen.

Die Reisepässe der Gruppe wurden beschlagnahmt, und sie wurden 5 Stunden in einem Polizeiwagen festgehalten und dann zu einer Polizeiwache gefahren. Dort mussten sie mehrere Stunden bleiben. Nachdem ihre Taschen durchsucht worden waren, wurden sie freigelassen.

Der Vorfall folgte auf die Ablehnung der Genehmigung für Falun Gong Praktizierende, an der Chinesischen Neujahrsparade am 24. Januar teilzunehmen. Diese Genehmigung war unter dem intensiven Druck der chinesischen Regierung zurückgezogen worden.

Laut Koordinator Alexis Gemin, der bei der Organisation der Falun Gong Aktivitäten in Frankreich geholfen hatte, sagten ihm Pariser Beamte, dass sie aufgrund des enormen Drucks von der chinesischen Regierung nicht zur Parade zugelassen werden konnten. Herr Gemin sagte, dass die chinesische Botschaft gedroht hatte, sämtliche Beteiligungen abzubrechen, wenn Falun Gong bei der Parade erlaubt werden würde.

Gemin fügte hinzu, dass chinesische Zeitungen in Paris auch begannen, Artikel zu veröffentlichen wie: "Alles muss getan werden, um Falun Gong daran zu hindern, Schwierigkeiten zu machen."

Als Antwort darauf hielten Falun Gong Praktizierende zusammen mit mehreren Menschenrechtsorganisationen am 21. Januar in Paris eine Pressekonferenz ab. Sie präsentierten eine Petition an die französische Regierung, Falun Gong an der Parade teilnehmen zu lassen. An der Pressekonferenz hatten Organisationen wie "Amnesty International", Gemeinsam gegen die Todesstrafe" und "Reporter ohne Grenzen" teilgenommen.

Jack Lang, der frühere französische Kultusminister und Robert Badinter, der frühere französische Justizminister, die die Todesstrafe in Frankreich abgeschafft hatten, waren ebenfalls anwesend.


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