Das chinesische Konsulat in Osaka beraubte mich meiner chinesischen Staatsbürgerschaft (Fotos)

(Clearwisdom.net) Mein Name ist Zhang Shuhua. Im Jahre 1996, als ich noch in China lebte, stellte mir meine ältere Schwester das Buch Zhuan Falun (1) vor, das ich sorgfältig las. Seitdem kultiviere ich mich. Dieses Buch ist sehr kostbar und lehrt uns, ein guter Mensch zu sein. Ich bin Grundschullehrerin seit 5 Jahren. Durch das Lesen von Zhuan Falun lernte ich die höchsten Eigenschaften des Universums, Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht kennen, das einzige Kriterium zur Beurteilung von allem im Universum. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich ein sehr sicheres Gefühl über die Zukunft. Glücklicherweise sind mein Vater und meine ältere Schwester Falun Gong Übende und bis 1998 war unser Haus der lokale Ort für gemeinsames Fa-Lernen und Erfahrungsaustausch. Durch das Praktizieren von Falun Gong begriff ich, dass Zhuan Falun die Moral verbessert und man keine Krankheiten mehr hat. Mein ganzer Körper fühlte sich beim Gehen leicht an und ich wurde nicht müde während der Arbeit. Man schaut nach innen in jeder Situation und regt sich nicht auf, wenn man schlechten Dingen begegnet.

In dem heißen Sommer des Jahres 1999, am 20. Juli, wurden mein Vater und alle Praktizierenden, die zu uns zum Erfahrungsaustausch und Fa-Lernen gekommen waren, gesetzwidrig einer nach dem anderen zur Kreisverwaltung gebracht. Während der Nacht wurden wir in ein Zimmer gesperrt und tagsüber ungeschützt der brennenden Sonne ausgesetzt. Dies wiederholte sich über mehrere Tage. Uns wurde wenig Essen gegeben und Besuch von Familienmitgliedern war nicht gestattet. Die Kreisverwaltung zwang die Praktizierenden, ihre Falun Gong-Bücher abzugeben und verbot die Übungen. Ferner schüchterten sie uns mit Verurteilung zu Zwangsarbeit und Anzeigen wegen Antipartei- und Antistaatsverbrechen ein.

In den letzten 3 Jahren wurden in meiner Heimatstadt mindestens 2 Falun Gong Praktizierende zu Tode gefoltert, zwei starben an schweren inneren Verletzungen durch Misshandlungen. Viele wurden durch Folter körperbehindert; 3 Praktizierende wurden in einen Sack hineingepresst und von 7 oder 8 Beamten geprügelt. Viele Praktizierende wurden gesetzwidrig zu Zwangsarbeit verurteilt. Sie wurden mit Elektrostäben geschlagen, auf die Tigerbank gefesselt, der Schlaf wurde ihnen über längere Zeit entzogen, sie wurden gezwungen, Falun Gong zu verleumden, und verleumderische Video-Programme zur Umerziehung (2) anzusehen. All das wusste ich, bevor ich 2002 China verließ. Neulich las ich im Clearwisdom.net, dass 4 Praktizierende in dem Fangzi-Gebiet zu Tode gefoltert wurden. Meine Schwester wurde in einen Sack hineingesteckt und geschlagen, glücklicherweise gelang es ihr, zu entkommnen. Meine Mutter verstarb unter solchem Terror. Seit Beginn der Verfolgung von Falun Gong wurden zu viele Übeltaten in meiner Heimatstadt begangen, die sich über Himmel und Vernunft hinwegsetzen.

Um der Staatsregierung die wahren Umstände von Falun Gong zu erklären, ging ich nach Beijing um zu appellieren. Auf dem Platz des Himmlischen Friedens verhaftete mich die Polizei gesetzwidrig. Nach 18 Tagen Haft begriff ich, dass die Polizei nicht nur die Gesetze missachtet, sondern auch gesetzwidrige Aktivitäten, die sich um sie herum ereignen, ignorieren. Obwohl in jeder Zelle Vorschriften hängen, die das Prügeln verbieten, wurde trotzdem ein geistig gestörter Gefangener von Polizisten vor mir und weiteren Falun Gong Praktizierenden gefoltert. Außerdem animierten die Polizisten die Gefangenen, mich zu schlagen, um mich an den Falun Gong Übungen zu hindern. Sehr oft kamen Beamte aus verschiedenen Provinzen nach Beijing, um Menschen abzuholen, die aus ihren Gemeinden stammen, und die deshalb nach Beijing gekommen waren, um dort zu appellieren. Sie wurden in ihre Heimatorte zurückgeschickt, um dort weiter gefoltert zu werden, obwohl diese Menschen so viel Mühsal auf sich genommen hatten, um in Beijing für Gerechtigkeit zu appellieren, die sie in ihrer Heimat nicht bekommen konnten, wegen der korrupten Methoden der dortigen Regierungen. Nun in Beijing fanden sie nicht nur keine Lösung ihrer Probleme, sondern wurden sogar zurück in ihre Heimat geschickt, wo sie noch mehr Bürden und grausame Misshandlungen erleiden müssen.

Im Jahre 2002 ging ich nach Japan und heiratete meinen Mann, den ich seit 5 Jahren kenne; trotzdem konnte ich der Verfolgung der Gruppe Jiangs nicht entkommen. Als ich meinen Reisepass verlor, beantragte ich einen neuen beim chinesischen Konsulat in Osaka. Der Antrag wurde abgelehnt, weil ich eine Falun Gong Praktizierende bin. Hier meine Geschichte dazu:

Ich verlor meinen Reisepass im September 2003 und ging sofort zum chinesischen Konsulat in Osaka, um den Verlust zu melden und mich über den Vorgang einer neuen Pass-Beantragung zu erkundigen. Jedoch blockierte der Sicherheitsdienst den Eingang, weil ich Falun Gong praktiziere. Der Wächter meinte, er befolge nur die Vorschriften des Konsulates. Einerseits befolgte ich auch die Gesetze, indem ich umgehend den Verlust meines Reisepasses melden wollte. Andererseits musste ich begreifen, dass trotz meiner chinesischen Staatsbürgerschaft mir das Betreten des Konsulats nicht gestattet wurde. Ich wartete geduldig draußen. Um die Mittagszeit kam eine chinesisch sprechende Beamtin, ich ging auf sie zu und erklärte ihr in aller Aufrichtigkeit die Umstände. Ich stellte mich als Falun Gong Praktizierende vor und erklärte ihr die Wahrheit über die Verfolgung von Falun Gong und hoffte, sie verstünde mich. Sie überlegte eine Weile, dann sagte sie mir, welche Dokumente ich für die Beantragung eines Reisepasses benötige und ging schnell weg.

Einen Monat später, nachdem ich alle Unterlagen hatte, ging ich nochmals zum Konsulat. Leider drängte mich die Empfangsdame aus der Tür hinaus und verbot mir auf der Treppe vor dem Gebäudes zu stehen und sagte, der Konsul habe es befohlen. Ich ging unter Tränen nach Hause. Ich bin in China aufgewachsen mit einer patriotischen Erziehung, die mich lehrte, die regierende Partei und das Land zu lieben, und wurde nun als Feind betrachtet. Diese Geschehnisse führten mich fast an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Mein Mann, ein japanischer Staatsbürger, half mir bei der Zusammenstellung der notwendigen Dokumente und Unterlagen inklusive der Veröffentlichung einer Anzeige über den Verlust des chinesischen Passes in einer chinesischen Zeitung, wozu ich verpflichtet war. Wir gingen einen Monat später zum Konsulat. Während ich auf Antwort wartete, schrieb ich einen Brief an alle 6 Botschafter über die wahren Umstände von Falun Gong in China. Einen Monat später nahm Konsul Hong des Osaka-Konsulates meine Beantragung an und gab mir eine Telefonnummer, die ich in einem Monat zur Verfolgung des Antrages anwählen soll.

Einen Monat später rief ich das Konsulat an. Konsul Hong entschuldigte sich bei mir, weil er die Beantragung vom letzten Mal nicht bearbeitet hatte. Er informierte mich, dass ich den Verlust meines Reisepasses in einer anderen Zeitung statt der „Epoch Times” annoncieren müsse, da diese Zeitung über die Verfolgung in China berichtet. Er habe meine Annonce nicht gelesen, denn er erkenne diese Zeitung nicht an. Ich argumentierte, dass er den Beleg von „The Epoch Times” angesehen hätte, als er meinen Fall angenommen hatte. Jedoch bestand er darauf, dass er es übersehen hatte. Ich verlangte eine schriftliche Erklärung dazu, aber er lehnte ab. Er bot mir die Übernahme der Gebühren für eine neue Annonce in einer anderen chinesischen Zeitung in Japan an. Er versprach mir, sobald die Anzeige erscheint, würde er einen neuen Reisepass ausstellen.

Vor zwei Monaten ging ich nochmals zum Konsulat zur Erklärung der Wahrheit und traf mich mit Zhao Dawei. Er ist der verantwortlicher Konsul für Reisepässe der Falun Gong Praktizierenden. Er erlaubte mir nicht zu sprechen und versuchte die Polizei einzuschalten. Ein paar Tage später appellierte ich beim Konsulat wegen des Schussvorfalles in Südafrika. Ich sah Konsul Hong, der mir dieselbe Antwort gab. Ich fragte ihn, warum andere Leute ihren Pass über eine Annonce in „The Epoch Times” bekommen hatten, außer mir. Er antwortete, die anderen Leute praktizierten kein Falun Gong. Ich forderte ihn heraus, indem ich sagte, dass er mir in der Vergangenheit wiederholt erklärt habe, dass die Ablehnung meines Reisepasses nicht in Zusammenhang mit Falun Gong gewesen sei. Sofort sagte er: „Habe ich das gesagt? Ich entschuldige mich dafür. Sie können ihre Unterlagen wieder mitnehmen, ich werde ihren Antrag nicht mehr weiter bearbeiten.

Mein Fall ist noch offen, obwohl er am 28. Januar 2004 angenommen wurde.

Der verlorene Reisepass von Zhang ShuhuaAnnahmebeleg für die Ausstellung eines neuen Reisepasses

Anmerkungen

(1) Zhuan Falun ist das Hauptwerk von Falun Dafa (Falun Gong), welches systematisch die tiefschürfenden Prinzipien von Falun Dafa „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht” erklärt.
(2) Die "Umerziehung" zwingt einen Praktizierenden, seinen Glauben an Falun Dafa unter extrem psychischem und physischem Druck aufzugeben.