Die Verfolgung von Falun Gong-Übenden im neunten Aufsichtsbereich des Heilongjiang Frauengefängnisses (Nachgestellte Szenen)

(Minghui.de) Das Folgende ist mein Zeugenbericht über die Verfolgung von Falun Gong-Übenden zwischen 2003 und 2004 im neunten Aufsichtsbereich im Heilongjiang Frauengefängnis. In dieser Zeit zwang der Gruppenleiter des neunten Aufsichtsbereiches, Zheng Ji, und der Beamte Zhang Chunhua, die Falun Gong-Übenden dazu Sklavenarbeit zu verrichten, um die Verfolgung zu verstärken.

Über 20 Falun Gong-Übende lehnten aus Protest gegen die Verfolgung ihre Versklavung ab. Am 16. April 2003 riefen mich die Wachen zu einem Gespräch in ihr Büro. Doch in Wirklichkeit gab es kein gar kein Gespräch. Stattdessen hetzten sie eine Gruppe Insassen auf mich, um mich zusammenzuschlagen. Während sie mich schlugen, fragten sie mich, ob ich jetzt die Sklavenarbeit tun würde. Ich verneinte. Also fesselten sie mich und ließen mich bis 21 Uhr auf dem nackten Boden liegen.

Am 17. April forderte mich die Polizei wieder auf mit ihnen zu „reden”. Sie versuchten mich in die Gefängnisabteilung zu bringen. Zuvor aber umgaben mich 27 Falun Gong-Übende, um mich zu beschützen. Dann erschienen zwei Wachen und fingen an brutal auf die Übenden einzuschlagen. Das Gesicht von einigen schwoll wegen der Schläge schrecklich an. Bei einigen bluteten die Augen und ihre Kleider wurden zerfetzt. Die Szene war sehr traurig und zugleich heldenhaft. Ich wurde zu Boden gedrückt, während mich der Insasse Wang Dan wegschleifte und mich an den Beinen die Treppe herunterzogen. Ich verlor meine Schuhe und die Haut auf meinem Rücken riss auf. Bis Mitternacht hielten sie mich im Büro gefangen.

Drei anderen Falun Gong-Übenden wurde der Mund mit Klebeband zugeklebt und sie wurden bis 16 Uhr in einem Lagerraum eingesperrt. Später wurden sie zur weiteren Verfolgung in eine kleine Zelle gesteckt und bestraft. Ihre Handgelenke waren an ihre Knöchel gefesselt oder die Hände waren hinter dem Rücken gefesselt. Sie wurden bis zum 9. Mai in der kleinen Zelle gefangen gehalten und gefoltert. Liu Kun und Jiang Minshan mussten am Ende barfuss aus der kleinen Zelle herausgehen, weil ihre Füße zu angeschwollen waren, um Schuhe zu tragen.

Doch dies reichte den Wachen immer noch nicht. Zusätzlich mussten sie die Übenden noch nötigen auf dem nackten kalten Boden bis Mitternacht zu sitzen und verboten ihnen zu schlafen. Pro Mahlzeit bekamen die Übenden nur ein halbes Dampfbrot und sonst nichts mehr. Außerdem wurden Insassen auserwählt, um die Übenden zu bewachen. Einmal gab eine gutherzige Gefangene einer Falun Gong-Übende mehr Brei und wurde daraufhin von der Gefangenen Yang Jing gemeldet. Später wurde diese Insassin bestraft. Die Wachen wollten mit dieser Einschüchterungsmethode verhindern, dass Gefangene, die ein Gewissen haben, Falun Gong-Übenden helfen.

Am 9. Februar 2004 weigerten sich 50 Falun Gong -Übende sich hinzuhocken und dem Appell zu antworten. Aus diesem Grunde befahlen die Beamten Yan Yuhua und Zhang Xiuli der verurteilten Mörderin Long Juan heimlich, die Übende Cai Mi zusammenzuschlagen. Sie wurde mit der Methode ein „Schwert hinter dem Rücken” (1) gefoltert und an einem leeren, offenen Platz zwischen einem männlichen Gefängnisgebäude und dem Frauengefängnis im kalten Wetter zurückgelassen. Da Frau Cais Gesicht durch die Prügel entstellt war, versteckten die Beamten sie in einer kleinen Zelle, um die Folgen ihrer Verbrechen zu vertuschen. Wir fingen mit einem Hungerstreik an, um sie zu retten.

Der Beamte Zhang Xiulin befahl den Gefangenen Zhao Xueling, Hou Guiqin, Wang Lili und Pang Hongyan uns zwangsernähren. Unter dem Vorwand, dass sie die Zwangsernährung bezahlen müssten, stahlen sie unser Geld. Sie wollten uns somit nicht nur körperlich, sonder auch finanziell ruinieren.

Die Gruppenleiterin Zhang Xiuli und die Chefin des neunten Aufsichtsbereichs, Jia Wenjun, sind die Anführer bei der Verfolgung von Falun Gong-Übenden. Sie zwingen die Übenden zu „Umerziehungskursen” (2). Ich würde gerne für alle Falun Gong-Übenden appellieren, die gesetzeswidrig im Heilongjiang Gefängnis gefangen gehalten werden.

Im Folgendem sind nachgestellte Fotos der Folter, die Falun Gong-Übende im Heilongjiang Frauengefängnis erleiden, aufgeführt.



(1) Innerhalb von 20 Minuten verursacht diese Position extreme Schmerzen. Beide Hände werden mit Handschellen auf dem Rücken gefesselt, wobei eine Hand über die Schulter und die andere von unten hinter den Rücken geführt wird. Dennoch fesseln Polizisten die Praktizierenden auf diese Weise mehr als vier Stunden lang.

(2) „Umerziehung” ist eine oft verwendete Formulierung für Folter und Misshandlung, eine übliche Taktik im Versuch Falun Gong Praktizierende dazu zu bringen, ihren Glauben zu widerrufen.