Meine Erfahrungen mit dem Auswendiglernen des Fa

(Minghui.de) Einmal sagte ein neuer Falun Gong-Praktizierender zu einem, der sich schon seit fünf, sechs Jahren kultiviert, dass, wenn man jeden Tag eine Seite vom „Zhuan Falun”, dem Hauptwerk des Falun Gong, auswendig lernen würde, man dann auch das ganze Buch auswendig aufsagen könne. Als ich das hörte, war ich davon sehr berührt und beschämt. Vorher hatte ich auch probiert, das „Zhuan Falun” auswendig zu lernen, aber ich war zu langsam. Dabei ergaben sich auch viele Störungen, weshalb ich nicht beharrlich weitermachte. Ich empfand es nicht als Zufall, dass ich das Gespräch mithörte.

Wenn man beim Lesen des „Zhuan Falun” oft nicht zur Ruhe kommen und sich auch nicht konzentrieren kann, und andere Praktizierende noch erwähnen, dass man es mit dem Auswendig- lernen viel besser machen kann, bedeutet es dann nicht, dass man vielleicht doch mit dem Auswendiglernen anfangen sollte?

Das Rezitieren des Fa machte bei mir nur sehr langsame Fortschritte. Manchmal las ich einen Satz immer und immer wieder, dennoch konnte ich ihn nicht im Kopf behalten. Es war ziemlich deprimierend. Manchmal lernte ich sogar viele Tage nur einen Abschnitt auswendig und vergaß gleich danach alles wieder; deswegen hatte ich mit dem Auswendiglernen bald wieder aufgehört. Andere Praktizierende hatten schon eine zweite, dritte oder gar vierte Lektion auswendig gelernt, aber ich blieb immer bei der ersten Lektion. Ich überlegte lange Zeit, ob ich wegen dieser Schwierigkeiten mit dem Auswendiglernen aufhören sollte. Ich kann doch nicht immer an der gleichen Stelle bleiben! Ich wollte mich nicht mehr darüber ärgern und mich auch nicht mehr mit anderen vergleichen. Somit beschloss ich, nach meinem eigenen Tempo das Fa auswendig zu lernen. Wenn ich an dieser Zuversicht festhalten könnte, könnte ich es doch schaffen, eines Tages das ganze Buch auswendig aufzusagen. Wenn ich nur einen Abschnitt lernen konnte, dann lernte ich einen Abschnitt. Wenn ich nur eine Lektion lernen konnte, dann lernte ich eben eine Lektion. Wie viel ich auswendig lernen kann, soviel gleiche ich mich dem Fa an.

Wenn ich das Fa auswendig lernte, wurde mein ganzer Körper von einem Energiestrom durchflutet. Das war wunderbar! Ich dachte über die Sätze im Buch immer wieder nach und begriff die tiefere Bedeutung statt des oberflächlichen Inhalts. Bei dem Auswendiglernen von einigen bestimmten Sätzen fühlte ich manchmal plötzlich einen warmen Strom durch meinen Kopf fließen. Das alles hatte ich früher beim bloßen Durchlesen des Buches nicht erlebt.

Nach dem Auswendiglernen des Fa veränderte sich mein Kultivierungszustand enorm. Lange Zeit konnte ich früh nicht aufstehen, um die fünf Übungen zu machen. Eines Tages nach dem Beginn des Rezitierens konnte ich plötzlich früh aufstehen. Obwohl ich normalerweise erst um 1.00 Uhr oder um 2.00 Uhr ins Bett ging, konnte ich trotzdem um 4.00 Uhr aufstehen. Diesen Zustand erfuhr ich vorher gar nicht. Einmal tauschte ich mich mit den Mitkultivierenden über den Dämon der Müdigkeit aus. Plötzlich tauchten in meinem Kopf folgende Sätze aus dem „Zhuan Falun” auf: „Wenn du als ein Praktizierender es immer für Krankheiten hältst, so trachtest du in Wirklichkeit schon danach. Du trachtest nach Krankheiten, dann können die Krankheiten in dich eindringen.” Ich erkannte nun: Wenn wir die Anschauungen der gewöhnlichen Menschen immer beibehalten, dass wir jeden Tag so und so viele Stunden schlafen müssen, sonst würden wir uns müde fühlen, suchen wir dann nicht selbst nach der Müdigkeit durch unser Streben? Natürlich kann so die Müdigkeit in uns eindringen.

Früher konnte ich bei der Meditation und beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken keine Ruhe finden. Alle möglichen Gedanken gingen mir durch den Kopf, einer nach dem anderen. Nach dem Beginn des Rezitierens konnte ich auch zur Ruhe kommen. Vorher nahm ich an vielen Treffen zum Fa-Lernen teil, aber ich konnte mich nicht richtig konzentrieren, wenn ich las. Manchmal war ich sogar sehr müde beim Lesen. Nach dem Auswendiglernen des Fa verbesserte sich auch diese Situation. Alles wurde durch das Auswendiglernen erreicht. Ich fand, dass der Vorgang des Auswendiglernens auch der Vorgang der laufenden Beseitigung von Gedankenkarma und der Selbstreinigung war. Früher dachte ich, dass Gedanken, die auf den Lehrer und den Dafa schimpfen, Gedankenkarma sind. In Wirklichkeit, wenn ich nicht zur Ruhe kommen konnte und mich beim Fa-Lernen nicht konzentrierte oder wenn ich sehr übermüdet war, ist das nicht auch etwa eine Art von Gedankenkarma?

Obwohl das Rezitieren des Fa sehr lange dauert und mein Tempo auch sehr langsam ist, möchte ich trotzdem nicht mit dem Auswendiglernen des „Zhuan Falun” aufhören. Das ist nämlich kein Kriterium zum Beurteilen, ob ich das Fa auswendig lernen soll oder nicht. Durch das Rezitieren weiß ich, wie ich mit den vielfältigen Prüfungen im Leben umgehen soll und ich konnte meine versteckten Eigensinne erkennen. Sobald ein Gedanke im Kopf auftrat, merkte ich, ob dieser Gedanke falsch oder egoistisch war und ob er beseitigt werden sollte. Wenn ich auf einige Schwierigkeiten und dämonische Prüfungen traf, traten oft in meinem Kopf die Sätze des Fa auf und ich wurde darauf hingewiesen. Ich habe „Zhuan Falun” schon unzählige Male gelesen, aber vorher lernte ich das Fa nur oberflächlich. Durch das Auswendiglernen des Fa lernte ich wirklich mit meinem Herzen! Obwohl ich bisher nur Lektion Eins auswendig gelernt habe, veränderte sich mein Zustand der Kultivierung schon sehr. Ich bereue es sehr, dass ich so spät mit dieser Form des Fa-Lernens angefangen habe.

Der Meister bringt uns das Dafa des Kosmos. Wenn wir es auswendig lernen können, wieso beschränken wir uns dann mit unseren Gesinnungen nur auf das Durchlesen?

Kommentare zu meinen Erfahrungen sind erwünscht.