Hunan Büro 610 vergiftet Familie und verhaftet die Tochter, um einen UN Berichterstatter daran zu hindern ihren Fall zu untersuchen

(Minghui.de) Die Falun Gong-Übende Tan Xiaolan kommt aus dem Bezirk Shimen in Changde, Provinz Hunan. Sie wurde am 14. Oktober 2005 zum dritten Mal verhaftet und widerrechtlich von den chinesischen Behörden in die Gehirnwäscheklasse gesteckt, in der Falun Gong-Übende „umerzogen” (1) werden. Wir wissen, dass hinter dieser Verhaftung ein kriminelles Komplott steckt.

Am 14. Oktober bekam Herr Tan Xiaolan eine Benachrichtigung vom Generalverwaltungsbüro, in der stand dass „die höheren Behörden Sie zu sehen verlangten.” Tan Xiaolan erkannte diese Täuschung und ging nicht. Etwas später kamen mehrere Agenten vom selben Büro zu ihnen nach Hause, um sie zu verhaften. Tan Xiaolan versuchte ihr Auto zu blockieren, doch weil sie in der Überzahl waren, wurde er festgehalten während Frau Tan in das Auto geworfen und weggeführt wurde.

Das war Frau Tan Xiaolans dritte Verhaftung. Die ersten zwei Male wurde sie für über zwei Jahre eingesperrt. Dieses mal jedoch blockierten die bösartigen Übeltäter alle Informationen über ihren Fall. Zuerst konnte die Familie nicht herausfinden, wo Frau Tan eingesperrt wurde. Später, nachdem sie mehrere Personen um Hilfe baten, fanden sie heraus, dass sie im Wohnheim, der mit der Stadt Changde Qinfeng Kohlebergwerk zusammenarbeitete, gefangen gehalten wurde.

Dieses Wohnheim ist nun zu einem „Hotel” aufgestiegen. Um eine Grundlage für die „Gehirnwäsche” zu schaffen, gab die Kommunalregierung über 100.000 Yuan (2). Alle Fenster und Türen wurden mit einem Sicherheitssystem ausgestattet. Dutzende von Falun Gong-Übende aus verschiedenen Bezirken wurden dort gefangen gehalten. Die Übeltäter fürchteten sich davor, dass ihr bösartiges Verhalten enthüllt wird, so dass sie bei den Familienbesuchen strikte Einschränkungen machten. Sie forderten dass für „Falun Gong-Übende, oder diejenigen, die vorher Falun Gong übten (sie haben eine Liste von ihren Namen) dürfen keine Besuche gestattet werden.

Tan Xiaolans Ehemann fand, nachdem er mit den Verantwortlichen gesprochen hatte, heraus, dass die sogenannten „Lehrassistenten ” in der Gehirnwäscheklasse keine ausgebildeten Lehrer waren, sondern von der Öffentlichkeit lediglich ernannt wurden. Die Verwaltung der Gehirnwäscheklasse kostete 8.000 Yuan pro Tag. Ein Falun Gong-Übender aus Linli wurde freigelassen, nachdem ihre Familienangehörigen von der Bank 3.000 Yuan abhoben und es den Verfolgern überreichten.

Frau Tan Xiaolan wurde für über zwei Monate die Freiheit entzogen. Weil das „Büro 610” (3) sich davor fürchtete, dass ihr Vergiftungsanschlag im Essen von den Eltern in die Öffentlichkeit gerät, wurde Frau Tan eingesperrt. Ihre Eltern üben auch Falun Gong.

Am 24. Dezember 2000 wurden Tan Xiaolans Eltern im Changde Gehirnwäschezentrum, das sich in einem Drogenrehabilitationszentrum befand, gefangen gehalten. Dort taten 60 Falun Gong-Übende sich zusammen und verweigerten die Befehle der Verfolger und die Gehirnwäsche. Frau Tans Eltern wurden in den Bezirk Shimen zurückbegleitet und dort eingesperrt. Sie traten aus Protest gegen die widerrechtliche Gefangenschaft in den Hungerstreik. Agenten vom „Büro 610” schickten Frau Tan Xiaolans Mutter in die Psychiatriestation des Bezirkskrankenhauses, wo das Personal sie mit unbekannten Drogen injizierte. Das führte bei Frau Tans Mutter zur Erblindung und Behinderung ihrer Beine.

Xiaolans Vater wurde von vier Männern auf einen Pritschenwagen eines Dreirads gestoßen und mit Nahrung zwangsernährt, in der Drogen beigemischt waren. Dazu kam noch, dass er in einer dunklen feuchten Zelle für eine lange Zeit eingesperrt wurde. Schließlich erblindete auch Frau Tan Xiaolans Vater. Weil viele Familienangehörige eindringlich und mehrmals vom „Büro 610” forderten, Frau Tan Xiaolans Eltern zu entlassen und auch weil die Dorfbehörden die Gehälter der Wachbeamten nicht mehr zahlen konnten, entließen sie am 22. März 2002 alle Wachbeamten. Unter diesen Umständen musste das „Büro 610” ihre Eltern am 24. März 2002 freilassen, doch die Verfolgung hatte damit noch kein Ende genommen.

Die Behörden versuchten mehrmals Tan Xiaolan und ihre Eltern zu vergiften. Doch zum Glück mussten sie das ganze Gift erbrechen. Die Symptome zeigten eindeutig auf eine Lebensmittelvergiftung hin, doch zu diesem Zeitpunkt hatten sie keinen Anhaltspunkt dafür, dass ein Verbrechen begangen wurde.

Die Verfolgung von Frau Tans Eltern wurde bereits auf der Webseite Clearwisdom.net geschildert. Das „Büro 610” wusste, dass der spezial Rapporteur der UN-Menschenrechtskommission für Folter nach China kommen wird, um den Fall der Familie Tan zu untersuchen. Um ihre Verbrechen zu vertuschen, engagierte das „Büro 610” jemanden, der/die ein tödliches Gift auf den Knoblauch, den Frau Tans Eltern anbauten, sprühen sollte. Am 17. September 2005, ein Tag vor dem mittleren Herbst Festival, während Frau Tan und ihre Mutter Rühreier mit Knoblauch kochten, fiel beiden auf, dass der Geruch eigenartig war und beschlossen es nicht zu essen. Doch ihr Vater wollte kein Essen verschwenden und aß es auf. Sobald er mit dem Essen fertig war, färbte sich sein Gesicht blau und er fing an zu brechen und hatte Durchfall. Während ihr Vater unter den Folgen der Vergiftung litt, standen die Verbrecher, die den Knoblauch vergifteten, draußen und horchten, was passieren würde. Unter ihnen war auch eine Frau und sie fingen an zu reden. Sie wussten aber nicht, dass Tan Xiaolan aus der Haustür heraus kam. Tan Xiaolan hörte, wie die Frau sagte: „Der alte Mann sollte nicht sterben, sondern die alte Frau!” Als sie Tan Xiaolan sahen, rannten sie sofort davon. Doch Tan Xiaolan hatte bereits genug gehört, um zu wissen, dass jemand versuchte sie zu vergiften. Nach einer gründlichen Untersuchung wurde bestätigt, dass auf dem Knoblauch Gift gesprüht wurde.

Nachdem Tan Xiaolan verhaftet wurde, ging ihre Mutter Hou Jinyuan zum Bezirks „Büro 610,” um die Freilassung ihrer Tochter zu fordern. Das Gespräch lief folgenderweise ab:

Frau Hou: Direktor Sheng, warum verhaften Sie sie dieses Mal? Ist es falsch „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht” zu üben? Ist es falsch ein guter Mensch zu sein?

Sheng: Nein.

Frau Hou: Was ist daran falsch Falun Gong zu üben, um von Krebs geheilt zu werden?

Sheng: Nichts.

Frau Hou: Wir sind von Ihnen seit langem gefoltert worden und sind nicht mehr in der Lage selbstständig zu leben. Ist es falsch, wenn meine Tochter kommt und sich um uns kümmert?

Sheng: Nein.

Frau Hou: Jetzt weiß ich Bescheid. Es geht hier um den Berichterstatter der UN-Menschenrechtskommission für Folter der beabsichtigt unseren Fall zu untersuchen. Sie versuchten uns zu vergiften, um uns ruhig zu stellen. Doch da ihr Vorhaben scheiterte haben sie nun Angst, dass Xiaolan über Sie berichten wird, was sie getan haben und deswegen haben Sie sie verhaftet, nicht wahr?

Sheng: (verlegen) ...

Das Gespräch gab einige Aufschlüsse darüber, warum Tan Xiaolan verhaftet wurde. Weil ihre Eltern blind sind, können sie sich frei bewegen und auch nicht die Telefonnummer der Verantwortlichen aufzeigen.

Changde Polizeibehörde der Provinz Hunan
http://www.cdsgaj.gov.cn/
E-mail: cdgaj@changde.gov.cn
Telefon: 0086-736-7958000, 0086-736-7958023
Addresse: 68, Jianshexilu, Nordgemeinde, Changde

2. Januar 2006.

Anmerkungen

(1) „Umerziehung” ist eine oft verwendete Formulierung für Folter und Misshandlung, eine übliche Taktik im Versuch Falun Gong Praktizierende dazu zu bringen, ihren Glauben zu widerrufen.

(2) Yuan ist die chinesische Währungseinheit. Das durchschnittliche Monatseinkommen eines Stadtarbeiters in China beträgt ca. 500 Yuan.

(3) Das „Büro 610” ist ein staatliches Organ, das eigens für die systematische Verfolgung von Falun Gong geschaffen wurde. Es untersteht direkt dem Komitee für Politik und Recht des Zentralkomitees der KP Chinas und besitzt uneingeschränkte Vollmacht gegenüber allen Verwaltungsbehörden und Justizorganen.