Google, Sei nicht böse gegen das chinesische Volk

(Minghui.de) Google hat in die neue Version seiner Suchmaschine (http://www.google.cn) einen Filter zur Zensur von Informationen eingebaut, die dem kommunistischen Regime Chinas unangenehm sind. Viele wichtige Medien rund um die Welt haben diesen Schritt kritisiert. Die Offiziellen von Google räumen ein, dass dieser Kompromiss mit dem Ziel auf dem chinesischen Markt Fortschritte zu erzielen, ihrem firmeninneren Leitspruch „Sei nicht böse” widerspricht, jedoch ist das Google Management der Auffassung, dass es sich um einen lohnenden Kompromiss handle.

Wie und warum das lohnend ist? Es ist leicht zu erkennen, in China gibt es 100 Millionen Internet-Nutzer und das Potenzial dieses Marktes dürfte riesig sein. Anders ausgedrückt, es sind die über 100 Millionen Internet-Nutzer (nicht die Diktatur), die Google einen ziemlich großen Profit bringen könnten. Doch wie dankt Google dies dem chinesischen Volk, das ihm nützt? Ein Vergleich zwischen den zwei Webseiten: google.com und google.cn (Google China) zeigt, dass das, was Google zensiert, nahezu die gesamten Informationen sind, die für das Leben und die grundlegenden Rechte des chinesischen Volkes wesentlich sind.

Zum Beispiel, eine Suche unter den Schlüsselworten der chinesischen Schriftzeichen für „SARS, Wahrheit & Jiang Yanyong” lieferte 102 Ergebnisse in google.cn, im Vergleich zu 10.900 in google.com, der weltweiten Suchmaschine; mehr als 99% der Seiten wurden zensiert. Eine Suche nach den chinesischen Schriftzeichen für „Shanwei schützt zivile Rechte” lieferte 39.200 Ergebnisse in google.cn, im Vergleich zu 135.000 in google.com; die chinesische Version zensierte mehr als 70% der Webseiten. Eine Suche nach „Rechtsschutz, zivile Rechte, Glaubensfreiheit, freie Meinungsäußerung” lieferte 3.050 in google.cn und 22.100 in google.com; mehr als 85% waren in der chinesischen Version zensiert. Die kompletten Informationen über Falun Gong ist noch schwerwiegender zensiert.

Google verteidigte diese Art der Zusammenarbeit mit der Diktatur - die Beraubung des Rechtes auf Wissen der chinesischen Bürger - mit der Aussage, dass dies aus Rücksicht auf die Internet-Nutzer geschehe, damit diese sich nicht frustriert fühlten, wenn sie auf Web-Links zu Seiten klickten, die von der Partei blockiert worden sind. Ich würde Google gerne daran erinnern, dass sie doch die Intelligenz des chinesischen Volkes nicht unterschätzen sollten. Eine Person, die eine Suchmaschine einsetzt, versucht Informationen zu bekommen. Wenn sie erkennt, dass eine Webseite, die für sie interessant ist, blockiert worden ist, wird sie zumindest zwei Dinge erkennen:

1. Außerhalb Chinas könnte es dann unterschiedliche Berichte geben über das, was die KPC zu diesem Thema sagt. Der Internet-Nutzer sollte dann der Berichterstattung des Sprachrohres der KPC mit einem gewissen Grad von Skepsis gegenübertreten.

2. Vor dem Anklicken des Links kann der Internet-Nutzer die Zusammenfassung der Seite bei Google betrachten. Es gibt eine beträchtliche Summe von Informationen auf der Zusammenfassungsseite, speziell im Vergleich zu der wenigen Information, die auf dem Festland China zugänglich ist. Anders ausgedrückt, Googles Zensur beraubt die chinesischen Internet-Nutzer vielfältiger Gelegenheiten, sich einer Sache von verschiedenen Seiten anzunähern. Dies widerspricht dem letztendlichen Ziel einer Suchmaschine, nämlich den Menschen beim Sammeln von Informationen zu unterstützen. Was wirklich jene Suchenden frustriert, ist, nicht zu erkennen, dass diese Seite, nach der sie suchen, blockiert ist, sondern dass eine komplette Zensur darüber besteht, was sie finden können.

Zum Beispiel, wenn ein chinesischer Leser Fragen hat über das „Selbstverbrennungsereignis auf dem Tiananmen-Platz” und eine Suche startet nach „Tiananmen-Platz Selbstverbrennung & Falun Gong”, kann er bei google.cn 9.170 Suchergebnisse finden und beinahe alle davon sind einseitige Berichte von Wiederholungen davon, was die KPC aussagt. Würde Google chinesischen Internet-Nutzern dasselbe Recht einräumen wie dem Rest der Welt, hätte er auf google.com 99.600 Ergebnisse gefunden. Obwohl er doch merkt, dass die meisten der Links blockiert sind, ist es leicht zu erkennen, dass viele Menschen außerhalb Chinas ein unterschiedliches Verständnis darüber haben, was wirklich geschah.

Wenn der Grundsatz von Gesetz und Freiheit in China Wirklichkeit wird, werden die Menschen das Nötige unternehmen und eben gegen die Diktatoren vorgehen, die das Leiden des Volkes verursacht haben. Das chinesische Volk wird auch jene nicht vergessen, die die Diktatoren unterstützt haben. Diejenigen, die der KPC bei der Unterdrückung der chinesischen Gesellschaft geholfen haben, haben sich einen beschämenden Eingang in die Geschichte bereitet.