Weitere Informationen über die Todesumstände des Falun Gong-Praktizierenden Yu Tianyong, der 2002 aufgrund der Verfolgung ums Leben kam

(Minghui.de) Am 1. Januar 2001 wurde der Falun Gong-Praktizierende Yu Tianyong aus Mishan, Provinz Heilongjiang, im Taiping Bezirk von Harbin, gefangen gehalten. Das Gericht verurteilte ihn auf der Grundlage von falschen Beschuldigungen zu zehn Jahren Haft im dritten Gefängnis von Harbin. Die lange Gefangenschaft und Verfolgung rief bei Herrn Yu Lungentuberkulose hervor, so dass er für eine medizinische Behandlung freigelassen wurde. Herr Yu wurde im Jixi Phthisis Krankenhaus behandelt. Das Krankenhaus war jedoch nicht in der Lage, ihren Patienten vor den ständigen Belästigungen durch die Polizei und andere bösartigen Personen zu schützen. Nach einem Monat nahm die Polizei im Bezirk Taiping in Harbin Herrn Yu wieder gefangen und lieferte ihn im Wanjia Krankenhaus für die so genannte weitere medizinische Versorgung ab. Zwei Monate später am 22. Mai 2002 starb Herr Yu durch die Verfolgung in diesem Krankenhaus.

Herrn Yus Mutter konnte den bitteren Schicksalsschlag nicht ertragen und wurde unheilbar krank. Jedes Mal wenn auch nur jemand ein Wort über Herrn Tianyong's Tod erwähnte, rollten Tränen an ihren Wangen herunter. Sein Vater durchlebte persönlich viele politische Bewegungen und wusste deswegen sehr gut über die Bösartigkeit der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) Bescheid. Aus Rücksicht zu der Mutter wagte er kein Wort über die Situation zu erwähnen. Herrn Yu's Schwester wurde wegen den ständigen Drohungen und Belästigungen durch die Polizei bei ihnen Zuhause psychisch krank.

Yu Tianyong war 35 Jahre alt. Er lebte in der Gemeinde Lianzhushan in Mishan, Provinz Heilongjiang und hatte bei der Landesstornierungsbehörde gearbeitet. 1996 fing er an Falun Gong zu üben. Im Juli 2000 fuhr er nach Peking, um seine Trauer und Meinung über die Verfolgung von Falun Gong auszudrücken. Das öffentliche Sicherheitsbüro, die Polizeistation und das „Büro 610” (1) der Verwaltungsbehörde für Landwirtschaft in der Stadt Mudanjiang und auch die Oberschule des Rückerstattungsbüros des Landes (wo Yu's Eltern arbeiten), schickten ihre Leute, um Herrn Yu in Peking zu jagen und ihn gewaltsam zurückzuholen. Auf dem Rückweg nach Mishan, gelang Herrn Yu durch seine aufrichtigen Gedanken die Flucht. Die Behörden erpressten daraufhin von Herrn Yu's Eltern 6000 Yuan (2), um die Reisekosten zzgl. eines Besuches in einer Tanzbar, in einer Unterhaltungsbar usw. zu decken. Das alte Ehepaar weigerte sich, woraufhin einige Personen der Landesstornierungsbehörde willkürlich die Gehälter beider, für fast zwei Jahren einzog.

Im Juni 2000 ging Herrn Yu's Ehefrau Dou Jianhua, nach Peking, um für Falun Gong zu appellieren. Sie wurde vom öffentlichen Sicherheitsbüro der Mudanjing Landesstornierungsbehörde verhaftet und in der Strafanstalt gefangen gehalten. Zu dieser Zeit war Frau Dou Jianhua schwanger. Die Strafanstalt nahm darauf keine Rücksicht und ließ sie schwere Zwangsarbeit verrichten, wodurch bei Frau Dou eine Fehlgeburt hervorgerufen wurde. Trotz des Vorfalls wollte die Strafanstalt sie nicht freilassen. Erst nachdem Frau Dou mit einem Hungerstreik protestierte, durfte sie wieder nach Hause. Doch bereits nach ein paar Tagen, obwohl sie sich noch nicht einmal von der Fehlgeburt erholt hatte, wurde sie wieder von der Beidaying Polizeistation in Mishan verhaftet und in die Strafanstalt gebracht.

Später verurteilte das öffentliche Sicherheitsbüro der Landesstornierungsbehörde in Mudanjiang, Frau Dou Jianhua zu Zwangsarbeitslager in Wanjia der Stadt Harbin. Dort wurde sie eingesperrt und verfolgt. Als ihr Ehemann Yu Tianyong später durch die Verfolgung starb, wurde sie nicht darüber informiert. Stattdessen wurde sie ständig dazu genötigt eine „Reueerklärung” (3) oder ähnliches zu unterschreiben und musste seelische Folter erleiden.


Anmerkungen:

(1) Das „Büro 610” ist ein staatliches Organ, das eigens für die systematische Verfolgung von Falun Gong geschaffen wurde. Es untersteht direkt dem Komitee für Politik und Recht des Zentralkomitees der KP Chinas und besitzt uneingeschränkte Vollmacht gegenüber allen Verwaltungsbehörden und Justizorganen.

(2) Yuan ist die chinesische Währungseinheit. Das durchschnittliche Monatseinkommen eines Stadtarbeiters in China beträgt ca. 500 Yuan.

(3) Mit dieser Erklärung werden Praktizierende gezwungen zuzugeben, dass sie das Praktizieren von Falun Gong bereuen, versprechen Falun Gong aufzugeben und sich nie wieder mit anderen Praktizierenden abgeben oder nach Peking zum Appellieren für Falun Gong gehen.