Herr Niu Jinping wird streng überwacht. Seine Frau ist, falls sie überhaupt noch lebt, im Gefängnis, (Fotos)

(Minghui.de) Am 21. Mai 2006 haben Herr Niu Jinping und Herr Cao Dongcong viele Hürden durchbrochen und sich mit Herrn Edward McMillan-Scott, dem Vizepräsidenten des EU-Parlaments getroffen. Durch seine Peking-Reise wollte er die Verfolgung von Falun Gong- Praktizierenden, besonders den lukrativen Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden untersuchen. Drei Tage nach diesem Interview drangen die örtliche Polizei, der Chef des „Büro 610” und das Straßenkomitee in seine Wohnung ein.

Sie fragten ihn gleich nach dem Eintritt: „Wo warst du diese zwei Tage? Wen hast du getroffen? Hast du Ausländer getroffen?” Niu Jinping antwortete darauf: „Egal wen ich sehe, ich sage Allen, dass Falun Dafa gut ist. Egal, ob ich mich mit meinen Landsleuten oder mit Ausländern treffe, beklage ich die grundlose Verfolgung.” „Wie hast du Kontakt mit ihm (Edward McMillan-Scott) aufgenommen? Wo habt ihr euch getroffen?” Niu Jinping lehnte die Fragen entschlossen ab. Nach einer Woche kam die Polizei wieder und ließ ihn unterschreiben. Er sagte zu der Polizei: „Was ihr macht, ist Mord, wieso muss ich unterschreiben?” Er weigerte sich. Obwohl Herr Niu zu Hause wohnt, steht er aber unter der strengen Überwachung des Regimes. Von Freiheit und Menschenrechten kann keine Rede sein.

Vor einem Jahr wurde Zhang Lianying festgenommen, obwohl sie damals ihre zweite Tochter noch stillte. Am 20. April 2006 wurde sie heimlich ins Frauenarbeitslager von Peking verlegt. Ihre Familie wurde nicht darüber informiert. Die Polizei ließ sie keinen Kontakt mit anderen Falun Gong-Praktizierenden aufnehmen und sperrte sie gleich in Isolationshaft. Seit mehr als einem Jahr protestiert sie mit einem Hungerstreik gegen die Verfolgung. Ob sie jetzt noch lebt, wissen wir nicht.

Herr Niu Jinping wurde schon lange von seinem Arbeitsgeber entlassen. Weil er kein Einkommen mehr hatte, musste er seine Wohnung verkaufen. Von diesem Geld lebte er. In dieser Situation hat die Polizei sein Geld bis auf 17 Yuan ausgegeben, welches Niu Jinping für seine Frau auf das private Konto eingezahlt hatte. Danach rief die Polizei Niu jeden Monat an und verlangte Geld von ihm. Das erpresste Geld war jedes Mal eine große Summe. Der Vorwand dafür war, dass Zhang Lianying sich im Hungerstreik befinde und sie Infusionen für seine Frau kaufen müssten. Die Polizei zeigte ihm aber nie einen Beleg und verbot ihm und ihrer kleinen Tochter, Zhang zu besuchen. Wenn die Zuständigen des Arbeitslagers wirklich so menschlich wären, wie sie es vorgeben, wieso wird Zhang Lianying nicht entlassen?

Zurzeit muss Niu Jinping seine 2-jährige Tochter alleine aufziehen. Das ist schon schwer genug, er wird auch noch von bösartigen Leuten belästigt und überwacht. Außerdem muss er noch überall hin, um sein Recht einzuklagen. Nur weil die Familie Falun Gong praktizierte und die Menschen über die rechtswidrige Verfolgung von Menschen, die Falun Gong üben, aufklärte, wurde sie zerstört. Ob die Ehefrau noch lebt, ist ungewiss. Als Frau Zhang verschleppt wurde, war ihr Baby erst ein Jahr alt. Danach konnte es keine Mutterliebe mehr bekommen.

Niu Jinping, seine Frau Zhang Lianying und ihre erste Tochter Niu Dan praktizieren alle Falun Gong. Seit dem Beginn der Verfolgung am 20. Juli 1999 halten sie weiterhin an ihrem Glauben fest und haben sich für ein Ende der Verfolgung eingesetzt, allein deshalb wird die ganze Familie von der Kommunistischen Partei Chinas grausam verfolgt.

Herr Niu Jinping, 52 Jahre alt, wohnt im Wohnheim Xianghe im Bezirk Chaoyang der Stadt Peking. Er war Angestellter in einer Stahlfirma in Peking. Im Oktober 1999 wurde er von der Polizei in eine psychiatrische Anstalt geworfen. Dort wurde er gezwungen, starke Medizin einzunehmen. Dank der Hilfe eines Arztes, der nicht an Herrn Niu's Nervenzusammenbruch glaubte, kam er frei. Danach wurde er immer wieder verhaftet und gefangen gehalten, seine Wohnung wurde auch geplündert.

Als er sich im Juni 2000 in der Stadt Jiamusi der Provinz Heilongjiang mit anderen Mitpraktizierenden austauschte, wurde er von der örtlichen Polizei festgenommen und später zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt. Dort gab er seinen Glauben an Falun Gong nicht auf und den Skrupellosen nicht nach. Aufgrund des dauerhaften Hungerstreiks wurde sein Körper sehr geschwächt. Bis jetzt sieht man die Brandnarben der Elektroschockgeräte.

Als die zwei Jahre vorbei waren, konnte Niu Jinping noch nicht einmal durch die Tür seines Zuhauses eintreten, da wurde er schon von Polizisten, die auf ihn gewartet hatten, in eine Anstalt für Gehirnwäsche verschleppt. Dort wurde auf ihn eingeprügelt, und ihm wurde der Schlaf entzogen. Damals wartete seine über 70-jährige Mutter jeden Tag auf seine Rückkehr. Auf der Straße sah sie immer wieder andere, die ihrem Sohn ähnlich sahen. Tränen wurden ein Teil ihres Lebens.

Seine erste Tochter Niu Dan wurde auch mehrmals abgeführt. Im Jahre 2000 war sie erst einwenig älter als zehn Jahre. Damals wurde sie schon ein Jahr im Frauenarbeitslager von Peking fest gehalten. Nach einem Jahr verschleppte man sie direkt zur Gehirnwäsche.

Seine Frau Zhang Lianying, 45 Jahre alt, hat einen Universitätsabschluss. Sie hatte eine hohe Position in der Firma Guangda und war registrierte Chefbuchhalterin. Seit dem Jahr 1999 wurde sie sieben bis achtmal festgenommen. Jedes Mal kam sie mit Hilfe ihrer aufrechten Gedanken frei. Im Jahre 2001 wurde sie zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt. Im Frauenarbeitslager Jiamusi der Provinz Heilongjiang misshandelte man sie mit grausamen Foltermethoden. Sie protestierte dagegen mit einem lang andauernden Hungerstreik. Als sie sich etwa 80 Tage im Hungerstreik befand und in Lebensgefahr schwebte, wurde sie zurück nach Peking gebracht. Im Jahre 2002 wurde sie von Staatssicherheitsagenten gesetzwidrig abgeführt und im Gehirnwäschezentrum in Tongzhou von Peking, danach im Trainings-Zentrum für Gesetz in Daxing (auch eine Einrichtung für Gehirnwäsche) sowie im Polizeikrankenhaus mit verschiedenen Methoden gefoltert. Nach der Freilassung wurde sie von Beamten des Büros 610, der Polizei und dem Straßenkomitee überwacht und weiter verfolgt.

Am 14. Juni 2005 um etwa halb neun leitete der Vorsitzende der Polizeistation Xiangheyuan namens Wang Qing ein Dutzend Polizisten an, und sie drangen in ihre Wohnung ein. Sie plünderten ihre ganze Wohnung und stellten alles auf den Kopf. Auch wenn sie keinen „Beweis” gefunden hatten und das Baby schrie, schoben sie Frau Zhang Lianying in den Polizeiwagen. Die Polizei hielt sie zuerst im Untersuchungsgefängnis des Bezirks Chaoyang fest. Frau Zhang wirkte nicht mit und weigerte sich, umerzogen (ihren Glauben an Falun Gong aufzugeben) zu werden. Am 30. Juni 2005 wurde sie zu zweieinhalb Jahren Arbeitslager verurteilt und zum Übergangslager Tuanhe gebracht. Frau Zhang ließ sich nicht von ihrem Glauben abbringen und Frau Zhang kooperierte nicht mit den bösartigen Polizisten und trat nach der Festnahme in einen Hungerstreik.

Die Polizisten quälten sie wie wahnsinnig. Die Polizistin Zhang Dongmei stiftete acht Gefangene an, um Frau Zhang Lianying mit Fliegenklatschen täglich über zehn Stunden lang zu schlagen. Dazwischen durfte sie sich nicht waschen und nicht auf die Toilette gehen. Blut, Kot und Urin musste sie in die Hose machen, auch wenn sie ihre Tage hatte. Ihr wurde der Schlaf entzogen. Sie wurde am Hals aufgehängt und ihre Zehenspitzen berührten gerade mal den Boden. Verdreht wurde sie lange Zeit an einen Holzhocker gebunden, dabei wurde noch 24 Stunden lang auf sie eingeprügelt, so dass ihr ganzer Körper von Wunden bedeckt war. An verschiedenen Stellen hatte sie innere Blutungen. Am Kopf und Gesicht gab es mehrere tiefe Wunden von etwa drei Zentimetern Länge. Es gab Blutgerinnsel in ihren Augen, ihre Hörfähigkeit ließ nach, ihr Gesicht war völlig entstellt, so dass man sie kaum wieder erkennen konnte. Nur mit großer Mühe konnte sie sich bewegen, ihr Geist war nicht klar. Sie schwebte in Lebensgefahr.

Niu Jinping hatte seine Frau einmal besucht. Als er sah, wie grausamarg seine Ehefrau zugerichtet worden war, konnte er nicht schweigen. Er setzte sich für ihre Freilassung ein. Er klärte über die Verleumdung und Verfolgung von Falun Gong auf und bat andere Menschen um Hilfe. Unter der Diktatur der KPC (Kommunistische Partei Chinas) wagte keine Behörde seine Anklage anzunehmen und zu bearbeiten. Als manche Leute von Falun Gong hörten, wagten sie nicht einmal, laut zu sprechen. Trotzdem lernte er im letzten Jahr viele gutherzige Menschen kennen. Manche von ihnen sind Mitarbeiter der Regierungsbehörden, Justizbehörden, Rechtsanwälte für Menschenrechte, Journalisten und auch die Mitarbeiter der Behörden, die direkt Falun Gong-Praktizierende verfolgen. Manche fürchten die Partei nicht und boten ihm Unterstützung und Hilfe an.

In den letzten Jahren hat die bösartige Partei verstärkt betont, Wert auf die Klagen und Beschwerden von Bürgern zu legen und sich über ihre Ansichten zu informieren. Aber die Tür des Petitionsbüros war für Niu Jinping geschlossen, stattdessen verschärfte sich die Verfolgung gegen ihn. Als Zhang Lianying dort war, durfte er seine Frau gelegentlich noch besuchen, gelegentlich erhielt er auch einen Telefonanruf oder Briefe von ihr. Er hat sie damals zweimal besucht, obwohl es insgesamt nur zehn Minuten innerhalb von vier Monaten waren. Aber seit dem Frühlingsfest, Ende Februar bekam er keine Briefe oder Anrufe mehr. Besuch war auch nicht mehr gestattet.

Bevor Frau Zhang Lianying vom Übergangslager ins Arbeitslager verlegt wurde, hat sie einige Tage ganz wenig gegessen. Ansonsten hat sie seit ihrer Festnahme keinen Bissen mehr gegessen. Inzwischen befindet sich sie schon über ein Jahr im Hungerstreik, wenn sie noch am Leben ist. Zurzeit erhält man gar keine Nachricht über Ihren Verbleib.

Die Geschichte der Familie von Herrn Niu Jinping ist nur eine der unzähligen Tragödien von Falun Gong-Praktizierenden, die unter dem KP-Regime an der Tagesordnung sind. Unter den Praktizierenden, die Niu Jinping kannte, sind schon über 30 aufgrund der Verfolgung gestorben. Manche wurden auf der Stelle von der Polizei tot geprügelt, andere starben auf eine sehr grausame Weise. Angesichts der fortgesetzten Misshandlungen an Frau Zhang Lianying im Übergangslager, fragen wir uns: in welcher körperlichen und geistigen Verfassung Zhang Lianying heute ist. In welchem Zustand ist sie? Lebt sie noch oder ist sie schon gestorben? Wieso verweigerte die Behörde den Besuch von Familieangehörigen?

Hier appellieren wir dringend an die internationale Gesellschaft, verschiedene Regierungen und aufrichtige Menschen, dem Schicksal der Familie von Niu Jinping Aufmerksamkeit zu schenken. Ergreift bitte Maßnahmen, Frau Zhang Lianying zu retten. Wir bitten die Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong in China (Coalition to Investigate the Persecution of Falun Gong in China, CIPFG), so bald wie möglich das Frauenarbeitslager in Peking zu untersuchen und die Situation über Frau Zhang herauszufinden. Sie sollte geschützt und sofort freigelassen werden. Alle Übeltäter, die an der Verfolgung an Herrn Niu Jingping und Frau Zhang Lianying und anderen beteiligt sind, sollten bald vor Gericht gestellt werden.


Telefonnummern (Vorwahl 0086-10):

Der Vorsitzender der Polizeistation Xiangheyuan Wang Qing: 64660050
Büro 610 des Bezirks Chaoyang: 65892288 mit Durchwahl 320 oder 322
Ein Mitarbeiter des Büros 610 mit dem Nachnamen Bai: 0086/13601255959 (Handy)
Auskunfts-Hotline verschiedener Arbeitslager: 1600225
Übergangslage Tuanhe: 61291199
Leiterin der 9. Brigade Zhang Dongmei: 0086/13661000078(Handy)
Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Frauenarbeitslagers Peking: 60278899