Australische Medien schenken den westlichen Politikern Beachtung, die den Organraub der KPC an lebenden Menschen aufdecken (Fotos)

(Minghui.de) Der ehemalige kanadische Staatssekretär für den Asien- und Pazifikraum David Kilgour und der Vizepräsident des europäischen Parlaments Edward McMillan-Scott wurden nach Australien eingeladen, um den politischen Kreisen Australiens und der Öffentlichkeit über ihre Untersuchungen in Bezug auf den Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden in China zu berichten.

Ihre Reise nach Australien fand bei den australischen Hauptmedien Interesse; der australische Parlamentsabgeordnete Chris Bowen leitete die Pressekonferenz. Der Präsident des nationalen Zivilgerichtes Peter Westmore drückte seine Besorgnis über den Organraub aus.

Der Vizepräsident des europäischen Parlaments Edward McMillan-Scott hält auf der Pressekonferenz im australischen Parlamentsgebäude eine Rede
Der australische Parlamentsabgeordnete Chris Bowen (links) und David Kilgour (rechts) auf der Pressekonferenz im australischen Parlamentsgebäude

Als sie am 15. August 2006 in Australien ankamen, waren der Sydney Morning Herald, die Abendnachrichten von ABC und Late line, die bekannte politische Kommentarsendung, Gastgeber eines Spezialinterviews zu diesem Thema. „Asia Focal Point” von ABC hatte den Vizepräsidenten des europäischen Parlaments Edward McMillan-Scott schon vor der Ankunft der beiden Herren interviewt.

Am 16. August besuchten Kilgour und McMillan-Scott die Pressekonferenz, die vom australischen nationalen Zivilgericht im australischen Parlamentsgebäude für sie abgehalten wurde. Canberra war die erste Station der Australienreise von Kilgour und McMillan-Scott. Sie erklärten, dass der Zweck ihrer Reise sei, den australischen Politikern sowie der Öffentlichkeit über den Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden zu berichten und die Unterstützung der australischen Regierung zur Beendigung der Verfolgung von Falun Gong zu erbitten.

Australischer Parlamentsabgeordneter: Die Weltgemeinschaft ist Ihnen für Ihren Bericht sehr dankbar

Der australische Parlamentsabgeordnete Chris Bowen leitete die Pressekonferenz. Er erklärte, dass viele Menschen, die nicht von den Anschuldigungen des Organraubs an lebenden Menschen betroffen seien, nach einer unabhängigen Bestätigung gesucht hätten, die die Anschuldigungen unterstützen würde. Er sagte, dass die Weltgemeinschaft David Kilgour und David Matas sehr dankbar dafür sei, dass sie eine unabhängige Untersuchung durchgeführt hätten.

Bowen glaubte, dass der Bericht sehr zwingende Beweise aufführt. Er forderte das chinesische kommunistische Regime auf, auf diese Anschuldigungen zu reagieren. Er meinte, dass der unabhängige Untersuchungsbericht sehr bewegend und schockierend sei. Wenn all diese Anschuldigungen tatsächlich bestätigt seien, dann sei das etwas so Böses, was die Welt noch nicht gesehen habe. Er sagte, dass sie beunruhigend, grauenvoll und unglaublich seien, dass es jedoch Beweismaterial gebe, welches die Anschuldigungen bestätigen würde.

Kilgour berichtete den Medien über die Schlussfolgerungen, zu denen Matas und er durch die unabhängige Untersuchung gekommen seien. Er sagte, dass sie nach der Betrachtung von 18 Beweisunterlagen zu dem Schluss gekommen seien, dass es einen solchen großangelegten Organdiebstahl an lebenden Falun Gong-Praktizierenden gegeben habe und dass es ihn heute noch gebe. Er meinte, dass es bei den 18 Beweisen sein könne, dass einige Menschen sagen, sie mögen den einen oder anderen Beweis nicht. Doch er erklärte, dass sie es wagen zu sagen, dass die Menschen, egal ob in England, Kanada oder Australien, in juristischen Kreisen oder in der Öffentlichkeit, alle zu der gleichen Schlussfolgerung kommen werden, wenn sie alle 18 verschiedenen Beweise sehen.

Kilgour berichtete, dass es in dem Untersuchungsbericht auch Abschriften von Mitschnitten telefonischer Gespräche mit 15 Krankenhäusern gebe. Die Befragten sagten direkt, dass sie lebende Organe innerhalb kurzer Zeiträume beschaffen können. Er war über die Offenheit der Gesprächspartner sehr erstaunt gewesen. Er sagte, dass seit Beginn der Verfolgung von Falun Gong über 40.000 Organe aus ungeklärten Quellen stammen würden.

Kilgour sprach auch über eine Webseite, mit der beabsichtigt ist, Ausländer dafür zu interessieren, nach China zu Organtransplantationen zu reisen. Diese Webseite gibt es in sechs verschiedenen Sprachen. Dort wird ganz offen darauf verwiesen, dass Organtransplantationen sofort durchgeführt werden können und dass ein zweites Organ gefunden werden kann, falls die erste Operation fehlschlagen sollte. Er stellte die Frage: „Was hat das zu bedeuten?”

Kilgour glaubt, dass die für das Jahr 2008 in China bevorstehenden Olympischen Spiele als Möglichkeit genutzt werden können, um diese Angelegenheit zu beenden. Er hoffte, dass die Regierungen einschließlich Australien und Kanada dieser Angelegenheit Beachtung schenken. Er sagte, dass sie bei ihren Empfehlungen nicht dazu aufgerufen hätten, die Olympischen Spiele 2008 in China zu boykottieren, doch dass er hoffte, dass die KPC ihre Verbrechen bald einstellen werde. Wenn die KPC dies nicht macht, werden sie der australischen und der kanadischen Regierung empfehlen, die Olympischen Spiele zu boykottieren.

Aufruf an die Vereinten Nationen, eine Untersuchung einzuleiten

Kilgour glaubt, dass ein solches Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wie es der Organraub an lebenden Menschen ist, sofort eingestellt werden muss. Die Vereinten Nationen müssen eine Untersuchung dieser Angelegenheit einleiten, da in den Paragraphen der UN der Handel mit menschlichen Organen untersagt ist.

Kilgour wiederholte die Notwendigkeit, dass Ärzten, die derartige widerrechtliche Transplantationen durchführen, die Teilnahme an Organtransplantationskonferenzen im Ausland untersagt werden sollte, besonders einigen Ärzten, deren Namen in ihrem Untersuchungsbericht festgehalten seien. Ihnen sollte die Einreise nach Australien oder in andere Länder nicht gestattet werden. Er ist der Meinung, dass alle Länder den Handel mit menschlichen Organen verbieten sollen und dass alle Patienten, die zu Organtransplantationen nach China reisen, registriert und gemeldet werden sollen. Kilgour gehört zu den Personen, die am längsten als Abgeordnete im kanadischen Parlament tätig waren, so wie es auch McMillan-Scott im europäischen Parlament ist.

McMillan-Scott berichtete den Medien von seinen Erfahrungen auf seiner Reise nach China, um
Fakten zu finden. Er hatte sich mit Diplomaten, Reportern und auch mit zwei Falun Gong-Praktizierenden getroffen, die einmal in China inhaftiert gewesen waren. Einer der Falun Gong-Praktizierenden, Cao Dong, hatte mit eigenen Augen den Körper eines befreundeten Praktizierenden mit Löchern gesehen. Er nahm an, dass dessen Organe entfernt worden waren. Cao Dong ist jetzt wieder von der KPC eingesperrt worden. McMillan-Scott sagte, dass außer ihm und seinem Assistenten alle, die er getroffen hätte, eingesperrt worden seien. Er appellierte mehrmals an die Europäische Union, in Hongkong und an anderen Orten.

McMillan-Scott sagte, dass er sich als Parlamentsabgeordneter für ausländische Angelegenheiten bewusst sei, dass die KPC die Organe von exekutierten Gefangenen missbrauche. Doch der Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden, der Anfang diesen Jahres aufgedeckt wurde, ist ein Verbrechen, das bestürzend und widerlich ist. Er sagte: „Wir sprechen von Völkermord und Falun Gong wurde ausgesucht. Deshalb müssen Regierungen handeln, um auf die Vereinten Nationen Druck auszuüben, damit diese eine Untersuchung durchführen.”

Die Falun Gong-Praktizierende Frau Chen Hong erzählte, dass sie einmal wegen des Praktizierens von Falun Gong ein Jahr lang in China eingesperrt gewesen sei. Während ihrer Haft hatten sich alle inhaftierten Falun Gong-Praktizierenden Blut abnehmen und ihren Blutdruck messen lassen sowie andere medizinische Untersuchungen über sich ergehen lassen müssen. Andere Häftlinge waren jedoch davon ausgenommen. Außerdem bekamen sie (nach der medizinischen Untersuchung) keine Behandlung. Die Gefängniswärter ließen sie wissen, dass diejenigen, die sich nicht „umerziehen” (ihren Glauben aufgeben) ließen, in einen entfernten nordwestlichen Teil Chinas gebracht werden würden. Frau Chen sagte, dass sich viele Falun Gong-Praktizierende während ihrer Haft weigerten, ihre Namen anzugeben, weil sie ihre Familien und Freunde nicht hineinziehen wollten. Man gab ihnen eine Nummer und sperrte sie an geheimen Orten ein. Chen Hong erklärte ihre Besorgnis über die Praktizierenden, die sich geweigert hatten, ihre Namen zu nennen und geheim eingesperrt worden waren. Es ist über ihr Leben oder ihren Tod nichts bekannt. Sie rief dazu auf, dass noch mehr wohlwollende Menschen den Menschenrechten der Falun Gong-Praktizierenden Beachtung schenken sollten.

Peter Westmore, Präsident des nationalen Zivilgerichts, drückt seine Besorgnis aus

Der Präsident des nationalen Zivilgerichts Peter Westmore drückte seine Besorgnis über den Organraub der KPC an lebenden Falun Gong-Praktizierenden aus. McMillan-Scott und Kilgour beantworteten auch die Fragen der Journalisten.

Kilgour und McMillan-Scott hielten am Nachmittag nach ihrer Ankunft in Australien an der Universität von Canberra ein Seminar ab. Sie werden in Sydney, Melbourne, Brisbane und an anderen Orten eine Reihe von Pressekonferenzen und Foren abhalten.