Geschichte aus dem Alten China: Ein weiser und toleranter Beamter

(Minghui.de) Wang Dan, ein hochrangiger Beamter in der Song Dynastie empfahl dem Kaiser Kou Zhun für das Amt des Premierministers. Nachdem Kou Zhun tatsächlich Premierminister wurde, sprach er in Anwesenheit des Kaisers immer über Wang Dans Schwächen und Fehler. Wang Dan hingegen lobte Kou Zhun vor dem Kaiser.

Eines Tages sprach der Kaiser zu Wang Dan: ”Obwohl du Kou Zhu lobst, berichtet er mir immer über deine Fehler.”

Wang Dan antwortete: ”Das ist sehr vernünftig, da ich jahrelang als Premierminister gearbeitet habe und viele Fehler in meinem Amt begangen habe. Kou Zhun versucht meine Fehler nicht vor Ihnen zu verheimlichen. Das zeigt seine Loyalität Ihnen gegenüber, und das ist auch der Grund, weshalb ich ihn so schätze.” Die Bewunderung des Kaisers für Wang Dan wurde nach diesem Gespräch umso größer.

Wang Dan besaß enorme Toleranz. Niemand hatte jemals gesehen, wie er die Beherrschung verlor. Wenn das Essen verdorben war oder schlecht zubereitet, beschwerte er sich nicht, sondern aß an diesem Tag einfach nichts.

Einige in seiner Familie wollten seine Geduld einmal auf die Probe stellen und mischten einige Tropfen Tinte unter seine Fleischsuppe. Wang Dan sagte immer noch nichts, obwohl er an diesem Tag nur Reis gegessen hatte.

Einer in seiner Familie fragte ihn, weshalb er die Fleischsuppe nicht gegessen habe, und Wang Dan antwortete darauf nur: „Plötzlich war mir nicht nach Fleisch.”

An einem anderen Tag mischte einer seiner Familienangehörigen etwas Tinte in die Reisschüssel. Als Wan Dan die Tinte in der Reisschale sah, sagte er zu den Bediensteten nur: ”Ich möchte heute keinen Reis. Bitte bereiten Sie mir etwas Haferbrei zu.»

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