Mit eigenen Bedingungen das Fa harmonisieren und die Lebewesen erretten (Teil 1)

Von der vierten Konferenz zum Erfahrungsaustausch per Internet für Praktizierende in China

(Minghui.de)

Ich grüße den verehrten Meister und meine Mitpraktizierenden!

Die Dafa-Schüler, die mit der Fa-Berichtigung bis heute durchgekommen sind, können alle mit ihren Erlebnissen ein dickes Buch schreiben. Der Meister sagte in der „Fa-Erklärung in der Hauptstadt der USA”, Li Hongzhi, 22.07.2007 (Letzte Änderung 04.08.2007): „ ... noch besser, noch effektiver und noch einflussreicher machen und noch mehr Menschen erretten ... ”. Was ich heute niederschreibe, ist nur ein Teil meines Lebens, um mich hinsichtlich des oben genannten Grundsatzes mit den Mitpraktizierenden auszutauschen. Es gibt bei meiner Kultivierung noch viele Schwächen und meine Erkenntnisse zu manchen Dingen sind noch begrenzt. Ich freue mich bei Mängeln auf die barmherzige Korrektur meiner Mitpraktizierenden.

Das Fa erhalten

Als ich 25 Jahre alt war, nämlich im Jahr 1995, lernte ich Falun Dafa kennen. Damals hatte ich viele Eigensinne und fast alle schlechten Gewohnheiten, die Jugendliche in der Gesellschaft haben. Als ich das erste Mal das Hauptwerk von Falun Dafa „Zhuan Falun” las, verstand ich gar nichts, obwohl ich an dem Tag das Buch mehrmals las. Nur bemerkte ich, dass ein Eigensinn in dem Buch erwähnt wird, den ich überhaupt nicht loslassen konnte. Was mich wunderte war, dass ich das erste Mal erlebte, ein Buch nicht verstanden zu haben, obwohl ich von meiner Kindheit an viele Bücher des Buddhismus, des Taoismus und die Bibel gelesen hatte.

Weil ich neugierig war oder der Zeitpunkt für meine Kultivierung ankommen sollte, las ich das Buch Zhuan Falun einmal am Tag und das jeden Tag für einen halben Monat. Zum Schluss erkannte ich endlich, dass das Buch dazu da ist, Menschen zur Kultivierung anzuleiten. Von klein auf glaube ich an Gottheiten und daran, dass Menschen sich zur Gottheit kultivieren können. Ich hoffte schon immer, dass ein Meister mich das lehren könne. Ist es das, was ich suche? So begann ich die Kultivierung.

Am Anfang war es für mich sehr schwierig und ich wusste nicht, wie man seine Xinxing (Herzensnatur) kultivieren soll, da ich das Buch nicht verstand. Jedoch bin ich sehr eigen und niemand kann mich hindern, sobald ich zu einer Sache entschlossen bin. Ich lernte das Buch auswendig und schrieb es auf. Ich erinnerte mich daran, dass ich damals den Artikel des Meisters „Wahre Kultivierung” auswendig gelernt hatte, aber ich verstand immer noch nichts. Jedoch tauchte jedes Zeichen dieses Artikels Tag und Nacht in meinen Gedanken auf und jedes Zeichen war ungefähr 30 Quadratzentimeter groß und lebendig.

Damals nutzte ich meine Freizeit voll und ganz für das Lernen des Fa und das Praktizieren der körperlichen Übungen zu Hause. Drei Monate später konnte ich endlich die Bücher des Meisters verstehen. Von da an genoss ich die Freude der Kultivierung. Alle zwei oder drei Tage las ich ein Mal das Buch Zhuan Falun oder schaute ein Mal das Videoseminar des Meisters. In der Zwischenzeit lernte ich das Fa auswendig. Manchmal, während ich laut las, wanderte die Stimme zu der des Meisters, als ob er mich Satz für Satz lehrte; mir kamen in dem Moment oft die Tränen. Egal, ob bei Wind oder Wetter, ich ging jeden Morgen um 05:00 Uhr in der Früh zum Praktizieren der Übungen, danach ging ich zur Arbeit. Das war für uns junge Menschen sehr schwierig. Wenn es im Winter Schneeregen gab, kamen nur noch einige zum Praktizieren, obwohl normalerweise bis zu hundert Menschen erschienen. Ich war jedoch immer dabei. Ich fühlte mich wie im Frühling, obwohl der Wind eiskalt blies.

Die heiligen Grundsätze zeigten sich immer wieder und alle Menschen und Gegenstände der Menschenwelt schienen so bedeutungslos für mich. Während der persönlichen Kultivierung hatte ich nicht das Gefühl, dass ich Pässen zur Erhöhung der Xinxing begegnete. Jeder lächelte mir zu; sogar diejenigen, die früher von mir verletzt wurden, lobten das Dafa sehr und meinten, dass ich durch das Praktizieren von Falun Gong ganz anders geworden sei. Das alles ist die großartige Verkörperung, die der Meister in seiner Selbstlosigkeit den Lebewesen erschafft.

Das Fa schützen

Als die Verfolgung von Falun Gong am 20. Juli 1999 begann, bekam ich überhaupt keine Angst. Als Dafa-Schüler ist es selbstverständlich, den Meister und das Dafa zu schützen; das ist unsere Verantwortung und Mission. Jedoch war die damalige Situation wirklich chaotisch. Nachdem ich mich entschieden hatte, nach Peking zu fahren, um das Fa zu schützen, fühlte ich mich plötzlich am ganzen Körper kraftlos und konnte es fast nicht mehr ertragen. Damals habe ich gerade mein Kind geboren und ich wollte mit dem Kind und meinem Mann nach Peking fahren. Da ich von dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens am 4. Juni 1989 wusste, dachte ich, dass ich wahrscheinlich nicht mehr zurückkehren könnte. Nachdem mein Mann und ich dem Meister Räucherstäbchen verbrannt hatten, wollten wir losfahren. Mein Vater rief uns plötzlich an und sagte: „Bitte lasst das Kind zu Hause!”

Nachdem wir am Flughafen angekommen waren, sahen wir viele Praktizierende, die auch nach Peking fahren wollten. Wir ermutigten uns gegenseitig. Damals fühlte ich mich plötzlich am ganzen Körper leicht. Eine unbeschreibliche Freude strahlte in meinem ganzen Körper und jede Zelle von mir tanzte fröhlich. Nach Peking zu fahren, um das Fa zu schützen, ist die erfreulichste Sache für mich und ich hatte überhaupt keine Angst oder Unruhe. Wenn ich jetzt zurückblicke, weiß ich, dass die Freude war, mit dem Fa zu verschmelzen und im Fa ein neuer Menschen zu werden.

Da es zu viele Praktizierende gab, die nach Peking fahren wollten, kam das Flugzeug nach Peking wahrscheinlich nicht an, dafür aber eine Gruppe Polizisten nach der anderen. Wir wurden gesetzwidrig festgenommen. Während des Verhörs erklärte ich den Polizisten unaufhörlich die wahren Umstände der Verfolgung. Meine Gedanken waren sehr klar und ich hatte das Gefühl, dass der Meister bei mir war. Danach betrachteten mich die Polizisten als ihren Schwerpunkt der Verfolgung. Über zehn Polizisten verhörten mich und ich sagte gar nichts mehr. Als sie den Meister verleumdeten, hörte ich ihnen nicht zu und lief nach draußen. Sie fragten mich warum und ich antwortete ihnen, dass ich nicht wolle, dass sie Karma aufbauten. So beendeten sie das Verhör.

Am zweiten Tag in dem Untersuchungsgefängnis wurden im Radio Verleumdungen gegen den Meister und das Dafa abgespielt und alle Praktizierenden wurden gezwungen, sie anzuhören. Ich konnte es nicht mehr aushalten und weinte laut, sodass alle überrascht waren. Ein Praktizierender sagte mir, dass ich mein Herz nicht bewegen lassen und meine Ebene erhöhen solle. Ich antwortete: „Mein Herz bewegt sich natürlich, da mein Meister verleumdet wurde. Ich bin eben auf dieser Ebene.” Am nächsten Tag wurde ich bedingungslos freigelassen und mir wurde gesagt: „Geh nach Hause und praktiziere zu Hause!”

Vor dem chinesischen Neujahr 2000 nahm ich an einer kleinen Fa-Konferenz teil. Nachdem ich erfahren hatte, wie die anderen Praktizierenden nach Peking gefahren waren, um das Fa zu bestätigen und wie die Situation in Peking war, bemerkte ich den Abstand zwischen den anderen und mir. Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht würdig sei, eine Dafa-Schülerin zu sein, wenn ich nicht nach Peking fahren würde, um das Fa zu bestätigen. Ich hatte deshalb vor, mit dem Buch „Zhuan Falun” nach Peking zu fahren und wieder mit ihm nach Hause zurückzukehren. Ich nahm das Buch dann mit. Unterwegs zum Bahnhof rezitierte ich die Gedichte des Meisters „Mächtige Tugend”, „Gelöbnis einlösen” und „Fa helfen” (alle aus Hong Yin). Fröhlich stieg ich den Zug nach Peking ein. Damals wurden außer mir alle Passagiere streng kontrolliert. Nachdem ich am Platz des Himmlischen Friedens angekommen war, waren überall Zivilpolizisten zu sehen, die die Touristen beobachteten. Ich beruhigte mich ein wenig, rezitierte im Herzen unaufhörlich das Fa und kam an dem Flaggenmast an. Ich wollte, dass alle sahen, dass die Dafa-Schüler - unerschütterlich wie ein Diamant - das Dafa schützen. Mein Mann und ich praktizierten nebeneinander die erste Übung. In dem Moment, als ich meine Augen schloss, hatte ich das Gefühl, dass sich mein Körper gigantisch zwischen Himmel und Erde ausdehnte und alles in der Umgebung verschwand. Als ich meine Augen öffnete, sah ich viele Polizisten.

Im Gefängnis der Qianmen Polizeistelle lernte ich Praktizierende kennen, die aus dem ganzen Land gekommen waren. Ich wurde berührt von ihrem festen Willen, den Meister und das Fa zu schützen und ich bekam ganz neue Erkenntnisse. Dort wurde ich nicht überprüft und ich konnte wirklich mein Buch mit zurück nach Hause nehmen. Nur am Flughafen wurde das Buch durch das Kontrollgerät herausgefunden, da der Einband des Buches Metallelemente enthält. Die Polizisten sagten allen, dass das Buch mir gegeben werden solle. Im Flugzeug fragte ein Polizist meinen Mann: „Haben Sie Bücher (von Falun Dafa) bei sich? Wenn ja, geben Sie sie Ihrer Frau mit.” Ich wunderte mich, warum er das sagte. Das Rätsel wurde gelöst, als ich nach der Ankunft in meiner Heimat von der Leitung meiner Firma abgeholt wurde, während mein Mann von der Polizei mitgenommen wurde.

Die Leitung meiner Firma hieß mich schriftlich garantieren, dass ich nicht mehr Falun Gong praktiziere. Meine Eltern kamen zu meiner Firma, um mit mir darüber zu reden. Ich schrieb nichts auf und erinnerte mich an die Worte eines Praktizierenden in Peking: „Ich werde keinen Strich auf dem Blatt hinterlassen.” Damals wusste ich nichts vom Aussenden der aufrichtigen Gedanken, aber ich dachte immer an den Meister und sagte ihm im Herzen, dass ich mich gut verhalten werde. Mein starker Wille ließ die Leitung meiner Firma nachgeben und mir wurde gesagt, dass ich am nächsten Tag zur Arbeit kommen solle. Ich dachte, dass diese Sache zu Ende sei, jedoch ging es bei mir zu Hause weiter. Mein Vater war sehr verärgert, wollte mich verprügeln und dass ich versprechen sollte, nicht mehr nach Peking zu fahren. Ich dachte einfach: „Jegliches Versprechen ist Nachgeben zur Seite des Bösen. Wenn man das macht, ist man nicht mehr würdig, ein Dafa-Schüler zu sein.” Ich sagte im Herzen zum Meister: „Meister, ich werde es sicherlich gut machen; ich gebe nicht nach.” Zum Schluss fiel mein Vater in Ohnmacht. Ich war zwar sehr traurig, gab aber trotzdem nicht nach. Als er wieder zu sich kam, sagte er mir, dass ich zu meiner Schwiegermutter gehen solle.

Nachdem ich wieder zur Arbeit ging, suchte meine Leitung mich andauernd auf, um mit mir über die sogenannte Politik der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) zu reden. Ich hörte ihm nicht zu, im Gegenteil, ich informierte ihn über die Wahrheit der Verfolgung. Die Leitung sagte mir: „Eurer Meister ist in die USA geflohen, warum fuhrst du noch nach Peking, um das Fa zu schützen?” Ich antwortete ihm: „Unser Meister wurde dorthin eingeladen, außerdem war es seine Barmherzigkeit China gegenüber, dass er in die USA auswanderte. Wenn Ihr während der Verfolgung meinem Meister etwas tun wollt, werden alle Schüler dagegen sein; wir werden vor ihm stehen, um ihn zu schützen. Sie sehen, wie stabil unsere Herzen unserem Meister gegenüber sind.” Er fragte dann: „Nutzt das etwas?” Ich antwortete: „Mein Herz hat es geschafft.” Von da an suchte mich niemand mehr auf, um mit mir über diese Sache zu reden. Ich las wie früher auf meiner Arbeitsstelle die Bücher von Falun Dafa und niemand verleumdete den Meister und das Dafa, wenn ich anwesend war.

Später vernachlässigte ich das Fa-Lernen und das Praktizieren der Übungen, konnte die Xinxing nicht bewahren und betrachtete alle Pässe der Xinxing als Verfolgung des Dafa. Der Grund war, dass mein Mann lange Zeit eingesperrt wurde, mein Kind klein war und ich noch arbeiten gehen musste. Zum Schluss wurde ich ins Arbeitslager eingeliefert, nachdem ich zum dritten Mal nach Peking gefahren war, um mit einem Plakat das Fa zu bestätigen. Wenn ich zurückblicke, bin ich sehr traurig, da diese Verfolgung darauf zurückzuführen war, dass ich das Lernen des Fa und die Kultivierung des Herzens vernachlässigt hatte.

Nachdem mein Mann im Arbeitslager zu einem Behinderten gefoltert wurde, ließ man uns beide frei. Danach konnte ich monatelang nicht regelmäßig schlafen, da ich mich um meinen Mann kümmern musste. Damals schlief ich tagsüber höchstens eine Stunde lang ohne Unterbrechungen; ich war körperlich und geistig schwach. Nachdem der Meister mir mehrmals Hinweise gegeben hatte, konnte ich bei der Kultivierung wieder fleißiger werden.

(Fortsetzung folgt)