Geschichten aus dem alten China: Regenwurm, Kaiser Liangwu und der Mönch

(Minghui.de) In der Liang-Dynastie in einem der südlichen Königreiche gab es einen buddhistischen Mönch. Er kultivierte sich gewissenhaft und besaß übernatürliche Kräfte. Die Menschen nannten ihn ”Kotau Mönch». Kaiser Liangwu (502 bis 549 n. Chr.) hörte von dem Mönch und hatte das Gefühl, er könnte von dem Mönch einige Weisheiten erfahren. Daher versuchte Kaiser Liangwu, ihn zu treffen. Er sandte einen Botschafter mit einer Einladung in den Palast zu ihm. Eines Tages spielte Kaiser Liangwu Schach, als ein Bote kam und ihm erzählte: ”Eure Majestät, der Kotau Mönch ist angekommen.» Kaiser Liangwu war so tief in sein Schachspiel vertieft, versuchte herauszubekommen, welche gegnerische Schachfigur er nehmen könnte, sodass er laut ”Töte!» sagte. Der Bote entfernte sich sofort, um dem Befehl nachzukommen. Der Mönch wurde getötet.

Als Kaiser Liangwu sein Schachspiel beendet hatte, erinnerte er sich daran, dass der ”Kotau Mönch» auf ihn wartete. Er sagte: ”Bittet doch den Meister, hereinzukommen». Der Bote entgegnete: ”Sie haben mich doch angewiesen, ihn zu töten.» Kaiser Liangwu war sehr traurig und bereute zutiefst, was sich ereignet hatte. Er fragte: ”Hat der Kotau Mönch noch ein letztes Wort gesprochen?» Der Bote erwiderte: ”Der Mönch sagte, er sei unschuldig. Er erzählte, dass er in einem seiner letzten Leben Bauer gewesen sei und beim Umgraben von Erde mit einer Schaufel versehentlich einen Regenwurm getötet habe und er deswegen heute Vergeltung erleide.» Kaiser Liangwu hörte mit Tränen in den Augen zu und verspürte tiefe Reue.

Diese Geschichte beinhaltet viele tiefere Bedeutungen. Erstens, das Leben hat eine außergewöhnlich lange Geschichte. Es trifft zu, dass ”das Leben endlos ist». Man betrachtet einen kleinen Regenwurm nur als einen ”kleinen Regenwurm», während er nach einigen Leben zum Kaiser werden kann. Daher wird im Buddhismus gesagt: ”Töte keine lebende Kreatur, sei barmherzig zu allen Wesen.» Zweitens, für skrupelloses Töten von Leben muss man mit seinem eigenen Leben bezahlen. Es ist einfach eines der himmlischen Gesetze, dass eine Schuld beglichen werden muss. Nimm ein Leben, dann wird auch das deine genommen. Drittens, wir müssen soviel zurückzahlen, wie wir schulden. Himmlische Gesetze sind unparteiisch, wie die Skala einer Waage. In einem vorausgehenden Leben tötete der Bauer den Regenwurm versehentlich, in diesem Leben tötete Kaiser Liangwu den Meister aus Versehen. Beides waren keine absichtlichen Handlungen, so war auch die Strafe gerecht!

Schauen wir auf die Moral der Geschichte. In der unsichtbaren Welt gibt es Gottheiten. Gottheiten sind allwissend und allmächtig. Sie bewahren Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit. Manche Menschen sagen: ”Ich wünsche mir einfach soviel persönlichen Gewinn, wie möglich, ohne mich um irgendetwas in meinem nächsten Leben zu kümmern.» Aus diesem Grunde gibt es Menschen, die es wagen, korrupt, promiskuitiv, mörderisch und skrupellos zu sein. Doch die himmlischen Gesetze existieren, und es ist einem Schuldigen unmöglich, zu entkommen. Wenn man sich nicht um sein nächstes Leben kümmert, die Gottheiten tun es! Gottheiten werden niemals zulassen, dass jemand, der Schulden hat oder Leben tötete, es nicht zurückzahlen muss. Es gibt einen literarischen Reim in Shanghais Göttertempeln, der folgende Botschaft vermittelt: ”Sei ein guter Mensch! Einen aufrichtigen Geist zu besitzen, bedeutet, der Körper ist sicher und die Seele ist voller Frieden! Vollbringe gute Taten, der Himmel sieht das, die Erde weiß es, Gottheiten und Engel zeigen Respekt!» Dies zeigt ganz klar an, dass es das Beste ist, eine sittsame und gute Person zu sein.