Geschichten aus dem alten China: Der kleine Mönch Miaoyan

(Minghui.de) Es gab einen kleinen Mönch, der Miaoyan hieß. Als er einmal den Palast des Kaisers besuchte, erblickte ihn die Kaiserin. Sie dachte, er sei sehr hübsch und bezaubernd und so wollte sie ihn umarmen. Doch Miaoyan hielt sie auf und sagte: „Sie sollten nicht zu nahe an einen Mönch herantreten.” Die Kaiserin war damit nicht einverstanden und sagte: „Du bist gleich alt wie mein Sohn und es ist nichts falsch daran, wenn ich dich umarme.”

Miaoyan sagte: „Was Sie gesagt haben, entspricht den Prinzipien der gewöhnlichen Menschen. Doch große Dinge nehmen ihren Anfang in trivialen Dingen, gerade wie der Funke eines Feuers eine ganze Prärie in Brand setzen kann oder winzige Wassertröpfchen in einen sehr harten Fels eindringen können. Viele Dinge entwickeln sich allmählich aus subtilen Dingen und viele kleine Portionen können sich zu einer großen Menge ansammeln. Daher sollte eine weise Person immer Argwohn vermeiden und auf die kleinsten Details achten.”

Wenn wir das weiter überdenken, bezieht es sich auf die Krankheit einer Person. Wenn er seiner Erkrankung keine Aufmerksamkeit schenkt, bevor sie schwerwiegend geworden ist, wird es für ihn schwierig sein, sich wieder zu erholen, wenn er ernsthaft krank ist.