Die wahren Umstände von Haus zu Haus erklären

(Minghui.de)

Grüße an den Meister und die Mitpraktizierenden!

Ungeachtet der wiederholten Forderungen des Meisters bezüglich der drei wichtigen Dinge, die ein Praktizierender tun sollte - das Fa lernen, aufrichtige Gedanken aussenden und über die wahren Umstände der Verfolgung aufklären - nahm ich es immer noch leicht und machte jeden Tag gerade mal die Übungen und lernte das Fa. Ich dachte, dass ich mich ganz gut kultivieren würde, aber mir begegneten eine Menge Karmavergeltung und andere Störungen durch die alten Mächte. Ungeachtet all dieser Dinge dachte ich aber immer noch, dass ich mich gut kultivieren würde, aber damit lag ich völlig falsch.

Erst zu einem späteren Zeitpunkt änderten sich meine Gedanken im Hinblick auf den Kultivierungsweg, den ich eingeschlagen hatte. Ich wachte auf, nachdem ich Berichte auf der Minghui-Webseite und unseren anderen Internetseiten gelesen hatte über die intensive Verfolgung von Falun Gong in China und die schrecklichen Tatsachen des Organraubes, der erst kurze Zeit zuvor aufgedeckt worden war. Die blutigen Bilder der nachgestellten Inszenierungen in Übersee zum Organraub veränderten schlagartig meine Gedanken. All diese Dinge berührten mein Herz zutiefst und ich begann endlich wirklich Notiz von der Ungerechtigkeit, der Dafa in China gegenüber steht, zu nehmen. Ich änderte mein Herz, wollte endlich für Dafa aufstehen und etwas dagegen unternehmen und begann, für Dafa zu sprechen, wenn Menschen etwas Schlechtes über Dafa sagten.

Wie der Meister gesagt hat: "Als ein Dafa-Schüler, ein Teilchen des Dafa dieses Kosmos, ...” (”Der Vortrag von Meister Li Hongzhi auf der Falun Dafa-Konferenz zum Erfahrungsaustausch im Westen der USA”, 21. Oktober 2000). Wie können wir ruhig bleiben und uns nur selbst kultivieren, wenn Dafa so vielen Ungerechtigkeiten gegenübersteht und Mitpraktizierende unter der Verfolgung leiden, bis zum Tod gefoltert und sogar lebend ihrer Organe beraubt werden? Wenn ich nicht sofort aufstehe, um unser Dafa vor diesem Unrecht zu verteidigen, dann bin ich es nicht wert, ein Dafa-Praktizierender zu sein. Ich bin doch im Grunde genommen, und das ist auch am allerwichtigsten, ein Teilchen vom Dafa. Von nun an muss ich für Dafa aufstehen. Nach alldem bin ich mir ziemlich sicher, dass jeder von uns weiß, dass der Meister so viel für uns getan hat, um es uns zu ermöglichen, dass wir uns kultivieren können. Wir müssen uns den Anforderungen des Meisters würdig erweisen. Wir machen immer wieder Fehler und denken noch, dass wir stets im Recht sind und weigern uns sogar, unsere Fehler und falschen Gedankengänge abzulegen, selbst wenn Mitpraktizierende sie uns aufzeigen.

Mit Hilfe einiger Praktizierender ging ich von Haus zu Haus, um über die wahren Hintergründe von Dafa aufzuklären. Ich helfe dabei, die Öffentlichkeit wissen zu lassen, was Falun Dafa ist und warum das Regime in China Falun Gong verfolgt. Ich spreche über den Organraub, der tägliche Ermordungen unserer Mitpraktizierenden zur Folge hat.

Bevor ich nach draußen gehe, um die Menschen über die Geschehnisse zu informieren, treffe ich häufig auf Störungen, entweder zu Hause und auf dem Weg dorthin. Zu Hause habe ich dann plötzlich eine Menge Hausarbeit zu erledigen, die mich vollkommen einnimmt, bekomme Telefonanrufe von Freunden, oder ein Zusammenprall mit meiner Tochter ist gerade fällig wegen der schlechten Kultivierung meiner Xinxing. Meine Toleranz ist auch nicht gerade die beste. Und so entstehen aus dem einen oder anderen Grund unnötige Schwierigkeiten für mich selbst. Folglich fühle ich mich häufig sehr gestresst, sobald es Zeit ist, von Haus zu Haus zu gehen. Aber wenn ich an diesem Tag fertig bin, fühle ich mich gut, wenn ich auch sehr wenig getan habe, so habe ich doch mein Bestes getan.

Während meiner Aufklärungsaktion von Haus zu Haus musste ich mich immer wieder sehr zusammenreißen; ich war verängstigt und zaghaft, bevor ich bei den ersten Türen anklopfte. Ich kämpfte sehr dagegen an, wie ich es jetzt genau anstellen, wie und wo ich beginnen sollte, ob ich zuerst die Mappe mit der Erklärung der wahren Umstände oder zuerst die Broschüre herausholen oder zuerst mit einem Gespräch beginnen sollte. Manchmal hatte ich den Drang, einfach davonzulaufen, sobald sich die Tür öffnete. Aber jedes Mal erinnerte ich mich gleich wieder, dass dies meine Pflicht war und überwand die Sperre. Wenn Menschen anfingen, mich zu beschimpfen oder die Tür vor meiner Nase zuschlugen, empfand ich einen Anflug von Verzweiflung. Normalerweise konnte ich dann fühlen, dass der Meister mir half, was mir dann wieder Selbstvertrauen gab. Manchmal dauerte ein Gespräch länger als eine halbe Stunde, weil jemand mehr wissen wollte und sogar bereit war, in gewisser Weise zu helfen. Nach solchen Gesprächen fühlte ich mich ziemlich gut und war stolz, eine Dafa-Praktizierende zu sein.

Ich finde, dass dies auch eine Form der Kultivierung ist. Wir sind in allem wahrhaftig, was wir sagen; wir sind barmherzig, indem wir geduldig erklären, selbst wenn wir beleidigt werden; wir sind nachsichtig, während wir Härten aushalten.

Ich fühle, dass ich hier eine Menge Spielraum für die Erhöhung meiner Kultivierung habe. Bitte verzeiht die oberflächlichen Erkenntnisse meiner Kultivierung. Danke.

(Vorgetragen auf der Fa-Konferenz 2006 in Singapur)