Mein Sohn wird grausam gefoltert, sein Leben ist in Gefahr - wer ist dafür verantwortlich?

Dringender Brief des Vaters von Liu Yongwang an alle Regierungsebenen und alle damit zusammenhängenden Parteien

(Mninghui.de) Mein Sohn Liu Yongwang ist 35 Jahre alt. 2001 sperrten ihn Polizeibeamte und Beamte des „Büro 610” ein, anschließend sperrten sie ihn rechtswidrig in die Zwangsarbeitslager Baoding und Tangshan sowie im Gefängnis Hebei Jidong ein. Gegenwärtig ist sein Unterkörper gelähmt und er ist außerordentlich schwach. Er verlor während der Zwangsernährungen mehrmals das Bewusstsein und befindet sich in Lebensgefahr; er kann jeden Augenblick sterben! Wenn ich meinen sterbenden Sohn sehe, tut mir das Herz weh vor Angst und Sorgen! Darum schreibe ich diesen Brief und rufe alle Regierungsebenen auf, das Elend von uns gewöhnlichen Bürgern zu untersuchen, ob der Gerechtigkeit Genüge getan wird.

Yongwang war ein vielversprechendes Kind. Er wurde in der renommierten Universität Tianjin für Computerwissenschaft aufgenommen. Nach dem Abschluss arbeitete er als Manager und später als Chefingenieur in einem ausländischen Unternehmen in Peking. Er ist der Stolz und die Freude der gesamten Familie. Nachdem er angefangen hatte, sich nach Falun Gong zu kultivieren, wurde er sogar von all den ihn umgebenden Menschen noch höher geschätzt. Er teilte seinen Kollegen selbstlos die Ergebnisse seine Forschungen und all die berufsmäßigen Schriften, die er übersetzte, mit. Er gewann die Achtung aller Kollegen. Seinetwegen fingen mehr als 12 seiner Kollegen an, Falun Gong zu kultivieren.

Yongwang ist außerdem noch ein Sohn voller Ehrfurcht, besonders gegenüber seiner Großmutter, die immer für ihn sorgt. Während seine jüngere Schwester an der Industrie-Universität Huadong in Schanghai studierte, sparte Yongwang all sein Geld, um sie zu unterstützen.

Im Juni 2004 erlitt Yongwang starke Verletzungen und wurde deshalb aus dem Arbeitslager Tangshan Hehuakeng zu medizinischer Behandlung entlassen. Um der Familie ihre finanzielle Belastung zu erleichtern, schleppte Yongwang seine tauben Beine und seinen behinderten Körper hinaus, um Arbeit zu finden.

Meines Sohnes freundliche Gesinnung hat viele Menschen berührt. Als ich Ende 2006 ins Gefängnis Jidong ging, um ihn zu besuchen, berührte die Unterhaltung zwischen Yongwang und meiner Familie die drei Abteilungsleiter, welche die Unterhaltung kontrollierten, stark. Sie sagten, dass Yongwang seinen Eltern gegenüber so große Freundlichkeit gezeigt habe. So bewegende Worte sollten eigentlich alle Eltern von ihren Söhnen hören!

Jedenfalls wurde Yongwang, obgleich er so ein wunderbarer Mensch ist, grausam gefoltert, einfach weil er darauf bestand, Falun Gong zu praktizieren und Güte zu kultivieren. 2001 kam er ins Arbeitslager Baoding. Die Polizisten in der 1. Division unter der Leitung von Li Dayong folterten ihn, bis er behindert war. Gewaltsam zwangsernährten sie meinen Sohn. Seine Lippen und Gaumen bluteten, weil sie ihm den Mund mit Gewalt aufsperrten. Ihm wurde Wasser in die Lunge gefüllt, was ihm starke Schmerzen im Brustkasten verursachte. Er fiel dabei in Ohnmacht, blutete aus Mund und Nase und war inkontinent. Er hatte fortlaufend hohes Fieber und starb fast; aber keiner half ihm. Sie schlossen ihn mit einem Tuberkulosekranken zusammen ein, wodurch er sich diese Krankheit zuzog, er spuckte fortlaufend Blut. Später wurde sein linkes Bein infolge so unmenschlicher Folterung und hohen Fiebers gefühllos. 2002 wurde in seinem Bein eine Negrosis (Absterben der Zellen) der Nerven diagnostiziert.

Beamte des Arbeitslagers Baoding richteten ganz offen Folterräume ein und schlugen brutal Praktizierende, auch Yonwang, die sich weigerten, ihren Glauben aufzugeben. Mein Sohn bekam nach den Elektroschocks am ganzen Körper Blasen, der ganze Raum roch nach verbranntem Fleisch. Sie benutzten die „Tötungstau-Methode” bei meinem Sohn und das dünne Tau schnitt ihm ins Fleisch. Sie bohrten Gummistöcke und Bierflaschen in Yongwangs Armhöhlen, wenn die Taue nicht stark genug waren. Von diesem Tag an hatte mein Sohn Wunden auf den Schultern. Wenn mein Sohn mit diesem „Tötungstau” gebunden war, schlug Li Dayong ihm mit einer Lederpeitsche ins Gesicht, wodurch sich seine Zähne lösten. Der Polizist Liu Liang schlug meinen Sohn mit einem Bambusstab ins Gesicht, auf Mund und Nase, bis die Nase blutete. Dann fesselten sie ihm die Hände auf dem Rücken und gaben ihm Elektroschocks über den ganzen Körper. Sie schockten besonders sein behindertes linkes Bein, sein Herz und den Oberkopf, bis die Batterien der Elektrostäbe leer waren. Yongwangs Mund war angeschwollen. Danach banden sie meinen Sohn für 21 Tage mit ausgestreckten Beinen auf ein Bett. Sie gaben ihm weiterhin Elektroschocks auf Rücken und Sitzfläche, bis die Haut schwarz wurde und sich Hautgeschwüre bildeten und anfingen zu bluten. Selbst dann noch sagte Li Dayong sarkastisch: „Du kannst mich ja verklagen, aber du hast keine Beweise.” Als Yongwang sagte, es sei ungesetzlich, Gefangene zu foltern, sagte Li: „Dies sind Polizeitricks. Die Regierung gab mir das Recht, sie anzuwenden.”

2005 bekam Yongwang eine Magnetresonanztomografie-Untersuchung im 2. Krankenhaus Baoding und man stellte pathologische Veränderungen in seinem Rückgrat fest. Trotzdem wurde er weiterhin gefoltert und verhört. Damals war er zwei Monate in Hungerstreik. Sie hinderten ihn sechs Tage lang durch Elektroschocks und starke Lichtstrahlen am Schlafen. Sie fixierten seine Beine lange Zeit, wodurch sie anschwollen. Das verschlimmerte den Zustand seiner Beine noch mehr.

Vor der Gerichtsverhandlung sagten uns Polizisten des Lagers und des Sicherheitsbüros, dass es ihm gut ginge und er entlassen würde, sowie er verspräche, die Kultivierung aufzugeben. Nach einem Monat entließen sie Yongwang wegen Mangel an Beweisen. Sie schickten ihn aber nur in ein Gehirnwäschezentrum und nahmen ihn später erneut fest. Während der Verhandlung sagte der Anwalt, dass Yongwang unschuldig sei. Nach Schluss der Verhandlung erklärte der Richter, dass trotz unverständlicher gesetzlicher Vorgänge ein Falun Gong-Praktizierender nicht zu so einer hohen Strafe verurteilt werden dürfte, Yongwang wurde zu acht Jahren verurteilt. Die Verfassung sagt aus, dass die Bürger Glaubensfreiheit haben, aber Yongwang wurde verurteilt, weil er an Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht glaubt.

Später wurde Yongwang ins Gefängnis Jidong, 1. Division innerhalb der Konstruktionsabteilung, Gruppe für Zimmerarbeit, gesteckt. Dort benutzten sie einen mehr als fingerdicken Schlauch für die Zwangsernährung. Dadurch wurde Yongwang mehrere Male ohnmächtig. Er war in Lebensgefahr, aber das Gefängnis weigerte sich, ihn zu entlassen. Im Dezember 2006 protestierte Yongwang gegen die brutale Zwangsernährung, biss ein Stück des Schlauchs ab und schluckte es hinunter. Sie hatten Schwierigkeiten, ihn mit irgendetwas zwangsweise zu ernähren. Daher riefen sie seine Familie herbei, weil sie keine Verantwortung für ihn übernehmen wollten. Die ganze Familie ist äußerst traurig beim Anblick meines gelähmte Sohnes.

Yongwang wurde derartig grausam gefoltert, weil er darauf bestand, an Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht zu glauben. Ich verstehe nicht, was mein Sohn Schlechtes verbrochen haben soll! Seine Tochter ist erst acht Jahre alt, ein niedliches Kind. Immer wenn ich meine Enkelin ansehe, werde ich traurig und mache mir Sorgen. Wie sehr sehnt sich dieses kleine Mädchen nach der väterlichen Liebe und Fürsorge! Aber mein Sohn steht jetzt an der Todesschwelle. Yongwangs Mutter ist vor 19 Jahren gestorben, ich habe mich bemüht, ihn alleine großzuziehen. Wenn mein Sohn sterben sollte, wie sollten meine Enkelin und ich leben?

Ich rufe hiermit alle Ebenen der Regierung auf, ihre Moral zu zeigen und meinen Sohn nach Hause zu schicken!

Liu Liguo, Yongwangs Vater

Dorf Nanshuiyu, Chande, Quyang - Bezirk, Provinz Hebei