Stellvertretender Vorsitzender der nordamerikanischen Sektion der CIPFG schreibt an Premierminister Harper, um den Völkermord an Falun Gong in China durch die KPCh aufzudecken und zum Boykott der Olympischen Spiele in Peking 2008 aufzurufen (Foto)

(Minghui.de) Am 8. September 2007 schrieb Herr Clive Ansley, der stellvertretende Vorsitzende der nordamerikanischen Sektion der internationalen Organisation CIPFG (Coalition to Investigate the Persecution of Falun Gong in China), an den kanadischen Premierminister Harper, um das entsetzliche Menschenrechtsregister der KPCh aufzuzeigen, einschließlich des Völkermords von Falun Gong in China und des Aufrufs zum Boykott der Olympischen Spiele 2008 in Peking. Es folgt der Text des Schreibens von Herrn Ansley.

Herr Clive Ansley, Jurist und Anwalt, stellvertretender Vorsitzender der nordamerikanischen Sektion von CIPFG

8. September 2007

Sehr geehrter Herr Premierminister Harper,

während China kürzlich zur Zielscheibe schwerer Kritik wurde, nicht nur wegen der gefährlichen Exportartikel, sondern auch wegen seines entsetzlichen Menschenrechtsregisters, möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf eine Gräueltat richten, die in diesem Lande immer noch wenig an die Öffentlichkeit getragen wird. Ich meine die seit acht Jahren sehr im Verborgenen stattfindende Verfolgung von Falun Gong, eine Gräueltat, an die das dritte Reich und Adolf Hitler nicht heranreichen. Mia Farrow und andere bezeichneten die Olympischen Spiele 2008 von Peking als „Olympische Spiele des Völkermords", weil Peking den Völkermord der Regierung des Sudan in Darfur unterstützt. Ich möchte nicht über die Haltung von Mia Farrow diskutieren, die absolute Ironie ist jedoch, dass Peking seit acht Jahren direkt eine Völkermord-Kampagne gegen Falun Gong in China durchführt, während sie Peking wegen der indirekten Unterstützung des Völkermords international kritisiert.

Bis zum heutigen Tag ermittelten drei unabhängige Untersuchungen, dass eine große Anzahl von Falun Gong-Praktizierenden als unfreiwillige Organspender am Leben erhalten werden, bis sie auf Bestellung getötet werden, so dass ihre Organe geerntet werden können, welche an wohlhabende Patienten auf dem internationalen Markt für Organtransplantationen verkauft werden. Die Tötung zum Organraub auf Bestellung ist nur eine, zugegebenermaßen zwar die grauenvollste, Komponente des Völkermords, welcher an Falun Gong-Praktizierenden seit über acht Jahren stattfindet.

Eine gewaltige Propaganda-Maschinerie, die von den durch die kommunistische Partei kontrollierten Medien, einer rauen Internet-Zensur, einem Schein-Rechtssystem, einem Netzwerk von Gefängnissen und Arbeitslagern, missbrauchenden psychiatrischen Krankenhäusern, einer Gestapo-ähnlichen Behörde mit unbegrenzter Macht zur Verfolgung im Ausland und riesigen Finanzquellen unterstützt wird, ermöglicht es dem kommunistischen Regime von Peking die Verfolgung unvermindert fortzusetzen. Diese Menschenrechtsverletzungen wurden von Amnesty International, Human Rights Watch, Human Rights in China, Lawyers' Rights Watch Canada und den Vereinten Nationen genau belegt.

In einem Bericht 2006 von Amnesty International wird die Besorgnis angesprochen, dass „die offizielle Kampagne der öffentlichen Schmähung von Falun Gong in der offiziellen chinesischen Presse ein Klima des Hasses gegen Falun Gong-Praktizierende hervorgerufen hat, welches Gewalttaten gegen diese gefördert hat." Dies ist nur eine von vielen schauerlichen Parallelen zu den Olympischen Spielen 1936 in Berlin. Es ist klar, dass China sein Versprechen zur Verbesserung der Menschenrechtslage eingehalten hat, welches es gegeben hat, als ihm im Jahr 2001 die Olympischen Spiele zugesprochen wurden. Tatsache ist, dass sich die Lage wesentlich verschlechtert hat.

Bis heute haben wir es nicht geschafft, das chinesische Regime davon zu überzeugen, die Verfolgung einzustellen und alle Gefangenen des Gewissens freizulassen. Daher möchten wir das internationale Rampenlicht der Olympischen Spiele auf den eigenen Völkermord Chinas werfen, indem wir zum Boykott der Olympischen Spiele 2008 in Peking aufrufen. Wir hoffen, dass der alternative weltweite Fackellauf für Menschenrechte, der am 9. August 2007 in Athen gestartet wurde, für die internationale Gemeinschaft die Möglichkeit schafft, uns bei unseren Boykottbemühungen zu unterstützen. (http://www.humanrightstorch.org/)

Als die Grauen von Auschwitz und Buchenwald im Jahr 1945 ans Tageslicht kamen, waren ehrbare Menschen überall der Meinung, dass man die Olympischen Spiele 1936 niemals nach Berlin hätte vergeben dürfen. „Wenn wir nur gewusst hätten!", sagten viele. Obwohl es bedauerlicherweise bis heute an der Massenpublikation mangelt, verfügen wir heute über Wissen, Forschungsergebnisse und Beweise. Dieses Mal wird die Welt nicht sagen können: „Wir hatten keine Ahnung, dass dieses Regime, welches wir mit Ruhm überhäuft haben, gleichzeitig einen Völkermord und Massenmord zum Zwecke des Organraubs verübt".

Es ist äußerst bedauerlich, dass die kanadischen Regierungsinstitutionen und andere Organisationen die Werbeaktionen für die Olympischen Spiele 2008 direkt hier in Kanada mit einer Reihe von kulturellen Darbietungen voll unterstützen, die von CCTV, dem Sprachrohr der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), und der CBC als Mitveranstalter durchgeführt werden. Aus früheren Olympischen Spielen machten diktatorische Gastgeber ausschweifende Propagandakampagnen, so wie die Nazis in 1936 und die Sowjets in 1980. Sie förderten nicht in Übereinstimmung mit dem olympischen Ideal die universelle Feier des friedlichen sportlichen Wettbewerbs für Menschen aller Hautfarben und Glaubensrichtungen.

Steven Spielberg erklärte kürzlich, dass er darüber nachdenke, seine Ratgeberrolle für die Olympischen Spiele aufzugeben, wenn Peking sich nicht bald mit seiner unterstützenden Haltung gegenüber des Regimes im Sudan auseinandersetzt.

Es ist nicht zu spät, sich in den Chor der Stimmen für den Boykott einzureihen. Peking kann einfach nicht erwarten, dass es mit seiner ungezügelten politischen Unterdrückung, den Massenexekutionen, den Zwangsabtreibungen, den gesetzwidrigen Organentnahmen, der religiösen Verfolgung und dieser Menge von Menschenrechtsverletzungen ungehindert weitermachen kann. Vielleicht können wir mit vereinten Kräften dem chinesischen Volk den wahren Olympischen Geist bringen.

Mit freundlichen Grüßen

Clive Ansley

Stellvertretender Vorsitzender Sektion US-Kanada

Die Coalition to Investigate the Persecution of Falun Gong (CIPFG)