Verfolgungsbedingte Todesfälle von 150 Falun Gong-Praktizierenden, im Jahre 2007 nachgewiesen

(Minghui.de) Die Todesfälle von 150 Falun Gong-Praktizierenden als Folge der Verfolgung wurden im Jahre 2007 durch Nicht-Regierungskanäle verifiziert. 123 dieser Todesfälle ereigneten sich im Jahre 2007. Davon waren 53,3 % der Fälle weibliche Praktizierende und Praktizierende im Alter von über 50 Jahren. Während dieser achteinhalb Jahre andauernden Verfolgung durch das kommunistische Regime Chinas, zwischen dem 20. Juli 1999 und dem 31. Dezember 2007, sind insgesamt 3.121 Todesfälle von Falun Gong-Praktizierenden verifiziert worden.

Dies spiegelt einen sehr kleinen Prozentsatz dessen wider, was sich wirklich während dieser brutalen Verfolgung ereignet. Eine viel größere Anzahl von Praktizierenden wird vermisst und vielen Praktizierenden wurden aus Profitgründen Organe geraubt, als sie noch lebten. Ihre Körper wurden eingeäschert. Die Verbrechen werden durch strikte Informationsbeschränkungen und die größten Bemühungen des kommunistischen Regimes zur Verheimlichung dieser Fakten vertuscht.

Die Olympischen Spiele 2008 beginnen in weniger als einem Jahr. Das kommunistische Regime hat seine Versprechen zur Verbesserung der Menschenrechte nicht umgesetzt. Stattdessen hat es eine weitere intensive Welle der Verfolgung im Namen der Vorbereitungen für die Olympischen Spiele eingeleitet.

Der frühere Minister für Öffentliche Sicherheit, Zhou Yongkang, initiierte eine neue Runde der Verfolgung gegen Falun Gong, die im März 2007 begann. Eine große Anzahl an Falun Gong-Praktizierenden wurde verhaftet. Manche wurden eingesperrt oder zu Gefängnishaft verurteilt. Andere Praktizierende wurden bis zur Behinderung oder sogar zum Tode misshandelt. Manche werden vermisst, ihre Aufenthalte sind unbekannt. Viele Praktizierende wurden gezwungen, nach ihrer Festnahme schwarze Kopfbedeckungen zu tragen. In manchen Fällen lehnten die verhaftenden Organisationen es ab, die Familien der inhaftierten Praktizierenden zu benachrichtigen, sie verweigerten ihnen Besuche und stritten sogar manchmal die Festnahmen ab.

Am 15. Oktober 2007 war zwischen der Europäischen Union und China ein Menschenrechtsdialog geplant. Vor dem Treffen schickte der Vizepräsident des Europaparlaments, Edward McMillan-Scott, einen Brief an den Sprecher des Europaparlaments, Hans-Gert Poettering. In dem Brief erwähnte er, dass in dem von dem UN Spezialberichterstatter über Folter Manfred Nowak geschriebenen Bericht über Folter in China zwei Drittel der von dem Regime Inhaftierten Falun Gong-Praktizierende sind. Der Menschenrechtsanwalt Hr. Gao Zhisheng folgerte, dass sich immer noch etwa 250.000 Praktizierende in Haft befinden.

In den vergangenen Jahren haben Polizeibeamte der Gefängnisanstalt der Stadt Jilin und das Polizeihundetrainingslager in der Provinz Jilin Elektrostöcke, Prügel und Senföl eingesetzt, um Praktizierende zu foltern. Zusätzlich fingen sie unlängst an, Chilipulver in Plastiktüten einzufüllen und diese dann den Praktizierenden über den Kopf zu stülpen. Mu Ping wurde mit Senföl zwangsernährt, was zu schweren Verletzungen ihrer Kehle führte. Ärzte operierten sie dann ohne Anästhesie. Einer ihrer Arme war infolge der Prügel schwer verletzt. Die Beamten stachen ihr Bambusspieße zwischen Haut und Nägel in die Finger- und Zehenspitzen. Ihr Gesicht, ihre Hände und Füße waren durch die Elektroschocks mit Blasen bedeckt. Trotz alldem wurde sie von der Polizei brutal zwangsernährt.

Elf Todesfälle von Praktizierenden wurden im Dezember 2007 als Folge der Verfolgung bestätigt

Im Dezember 2007 wurde der Tod von elf Praktizierenden bestätigt. Fünf davon waren Frauen und sieben Praktizierende im Alter von 50 Jahren. Alle elf Todesfälle ereigneten sich im Dezember.

Die elf Todesfälle verteilen sich auf zehn Provinzen und Gemeinden. Zwei Fälle in der Provinz Sichuan und je einer in den Provinzen Liaoning, Heilongjiang, Hebei, Jilin, Hunan, Hubei, Zhejiang und Anhui und der Stadt Chongqing.

Herr Wu Jiuping starb durch Verfolgung in der Provinz Anhui

Hr. Wu Jiuping, Mitte Dreißig, lebte in der Stadt Tianchang. Er war bei der Testabteilung des Volkshospitals der Stadt Tianchang angestellt. Im Jahre 1996 begann er mit dem Praktizieren von Falun Gong. Im Jahre 2001 wurde er zu zwei Jahren Zwangsarbeit und im Jahre 2003 zu drei Jahren Gefängnis, mit zwei Jahren Bewährung, verurteilt.

Am 22. November 2007 kamen gegen 16 Uhr Xia Wenshi, der Leiter des Hospitalsicherheitsbüros, zusammen mit Chong Cicao, dem Leiter des "Büro 610" (1) des Polizeidezernats der Stadt Tianchang und zwei Polizeibeamten in die Wohnung von Wu Jiuping. Es war ein neues Appartment im vierten Stock, vorbereitet für Wus bevorstehende Hochzeit. Die Details über die konkreten Geschehnisse werden zurzeit untersucht. Ein Nachbar von Hr. Wu im ersten Stock vernahm ein lautes Geräusch; er dachte, es sei jemand die Treppe heruntergefallen und fand Wu Jiuping auf dem Boden liegend. Der Nachbar rief um Hilfe und sah, wie die vier Beamten rasch weggingen, trotz der Tatsache, dass sich Wu auf dem Boden liegend noch bewegte. Es ist nicht sicher, wer die Ambulanz rief, aber ein Rettungshelfer brachte ihn rasch in das Volkskrankenhaus der Stadt Tianchang, in dem Wu arbeitet. Bald danach kamen über ein Dutzend Polizeibeamte, um seine Wohnung zu versiegeln. Wus Verlobte, die Krankenschwestern im gleichen Hospital und seine Familie werden alle streng überwacht.

Gegen 20 Uhr des 22. November 2007 starb Wu Jiuping im Krankenhaus.

Laut einem Augenzeugen bewegte sich Wu noch nach seinem Fall. Quellen sagten aus, er habe in einem halb bewusstlosen Zustand nach seiner Ankunft im Krankenhaus noch gesprochen. Seine linke Gesichtshälfte war sehr geschwollen und sein rechtes Auge fast blind. Sein ganzer Rücken und der untere Körper waren von Blutergüssen bedeckt. Die linke Beckenseite war zerschmettert und sein linkes Bein gebrochen. Am Abend des 22. November 2007 wurde das Krankenhaus von der Polizei verbarrikadiert. Der Öffentlichkeit erklärten die Polizisten, Wu Jiuping sei selbst von dem Gebäude heruntergesprungen, eine von der Kommunistischen Partei Chinas wiederholt angewandte Taktik, wenn sie für den Tod eines Praktizierenden verantwortlich ist. Weitere Untersuchungen ergaben, dass die Polizisten, nachdem sie Wu Jiuping geschlagen hatten, bis er schwer verletzt war, ihn dann vom vierten Stock herunter geworfen hatten.

Wu Yueqing starb aufgrund der Verfolgung

Wu Yueqing, Mitte 30, lebte in der Stadt Shuangyashan, Provinz Heilongjiang. Er wurde mehrere Male verhaftet, weil er Falun Gong praktizierte.

Im Juni 2000 fuhr er nach Peking, um für das Recht Falun Gong zu praktizieren, zu appellieren. Dabei wurde er festgenommen und in der Gefängnisanstalt Tiebei in der Stadt Changchun eingesperrt. Er trat aus Protest in einen Hungerstreik und wurde von den Wächtern und dem Gefängnisarzt grausam zwangsernährt. Sie steckten ihm eine Wasserflasche in die Kehle, wobei diese beschädigt wurde und führten unter Zwang Nahrung ein. Es gelangte auch etwas in seine Luftröhre, was zu einer Lungeninfektion führte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo Wächter Gefangene aufforderten, ihn zu verprügeln und kaltes Wasser über ihn zu schütten. Die Polizei erpresste 3.000 Yuan (2)von ihm und sperrte ihn für über neun Monate ein.

Im Dezember 2001 wurde Hr. Wu in einer Produktionsstätte für Informationsmaterialien über Falun Gong verhaftet und gefoltert. Im Januar 2002 wurde er zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt und in den 23. Zweig der 11. Abteilung des Gefängnisses der Stadt Mudanjiang eingewiesen. Unter den Personen, die sich an den Misshandlungen von Wu Jiuping Wu beteiligten, befanden sich Ling Qingfan, Vorsitzender des "Büro 610"; die Wächter Ling Dawei, Li Hongbo, Du Zhanyi und Liu Weitong und andere.

Im Gefängnis von Mudanjiang sind die Bedingungen extrem schlecht. Die zwei Jahre Haft zerstörten Wu Jiuping sowohl geistig als auch körperlich. Er erkrankte an Tuberkulose und magerte zum Skelett ab. Die Wächter ignorierten seine körperlichen Probleme, bis er sich in Lebensgefahr befand. Schließlich kam er in ein Krankenhaus, doch die Medikamente verschlimmerten seine Situation noch und er hatte ein großes Loch in einem seiner Lungenflügel. Er wog weniger als 80 Pfund und war dem Tode nahe. Die Gefängnisverwaltung zögerte seine Entlassung noch hinaus und ließ ihn erst frei, als er beinahe tot war.

Ende des Jahres 2006 oder Anfang 2007, als er nach Hause kam, starb Wu Yueqing. Seine Frau war schon früher gestorben. Seine ältere Schwester Wu Yuexia, die auch Falun Gong praktizierte und Lehrerin an der Mittelschule Baoshan war, schaute nach ihm. Am 28. September 2007 stürmten die Polizeibeamten Zhao Kui, Fang Siaoming und Li Fu vom Polizeidezernat Baoshan in die Wohnung von Wu Yuexia und gaben vor, sie müssten ihre so genannten Hintergrundinformationen prüfen. Sie nahmen sie direkt in das Arbeitslager der Stadt Jiamusi mit. Wu Yuexia war die einzige Unterstützung von Wu Yueqing. Sein Zustand verschlimmerte sich und er verschied am 23. Dezember 2007.
Er ließ ein 13-jähriges Kind, das nun in einem Waisenhaus lebt, zurück.

Zhao Jiafang starb, nachdem ihr Arbeitslagerpersonal unbekannte Drogen injiziert hatte

Zhao Jiafang, 64 Jahre alt, lebte in der Songnan Straße in der Songzao Kohlenmine im Kreis Qijiang, Stadt Chongqing. Sie fing im Oktober 1996 an, Falun Gong zu praktizieren. Nach dem Praktizieren von Falun Gong verschwanden mit der Zeit all ihre verschiedenen Krankheiten.

Am 20. Juli 1999 setzte die Verfolgung von Falun Gong durch das Regime von Jiang Zemin ein. Ende 1999 reiste sie nach Peking, um für Falun Gong zu appellieren und wurde dabei festgenommen. Yang Mingyu, der Sekretär des Polizeidezernats der Songzao Kohlenmine,kam nach Peking, um sie abzuholen und sperrte sie für 30 Tage in die Kreisgefängnisanstalt Qijiang.

Als sie wieder nach Hause kam, forderten die Beamten Yang Mingyu und Yu Zhengming von Fr. Zhaos Familie, 3.000 Yuan zu bezahlen, um die Kosten für die Reise von Yang Mingyu nach Peking zu erstatten, andernfalls würden sie den Betrag vom Gehalt ihres Mannes einbehalten.

Im August 2001 verhafteten, angeführt von He Xinqiang, mehrere örtliche Polizeibeamte und Sicherheitswächter, Zhao Jiafang in ihrer Wohnung. Sie sperrten sie in der Kreisgefängnisanstalt ein und verhörten sie unter Gewalteinsatz. Sie wurde unter dem Vorwurf „der Gesetzesbehinderung” zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt und in das Zwangsarbeitslager des Bezirks Yongchuan gebracht.

Zhao Jiafang war im Zwangsarbeitslager für den Bezirk Yongchuan über Jahre hin einer brutalen Behandlung ausgesetzt. Wegen der langandauernden harten Arbeit war ihr Sehvermögen getrübt. Dreimal wurde sie im Lager ohnmächtig, doch das Wachpersonal im Lager ignorierte es.

Zum Schluss wurde sie in die Arbeitslagerklinik eingewiesen, doch als sie Injektionen mit unbekannten Drogen bekam, schien sie unter Atemnot zu leiden. Um für ihren Tod nicht verantwortlich gemacht zu werden, entließ sie die Arbeitslageraufsicht am 01. Oktober 2007 zur medizinischen Behandlung und ihre Familie holte sie ab.

Ihre Familie brachte sie sofort in das Krankenhaus für Angestellte der Kohlenmine, doch Zhao Jiafang konnte sich nicht mehr erholen. Sie starb am 21. Dezember 2007 gegen 3:40 Uhr.


Anmerkungen:

1. Büro 610: Ein staatliches Organ, das eigens für die systematische Verfolgung von Falun Gong geschaffen wurde. Es untersteht direkt dem Komitee für Politik und Recht des Zentralkomitees der KP Chinas und besitzt uneingeschränkte Vollmacht gegenüber allen Verwaltungsbehörden und Justizorganen.

2. Yuan: Chinesische Währungseinheit; das durchschnittliche Monatseinkommen eines Stadtarbeiters in China beträgt 500 Yuan.