Folterungen im Arbeitslager in Harbin, Provinz Heilongjiang

(Minghui.de) Die 48-jährige Falun Gong-Praktizierende Song Yulian lebt im Gebiet Weijiatun in der Nähe des Dorfes Wanchun, das zum Landbezirk Bin gehört. Sie wurde illegalerweise zu eineinhalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt, da sie in einer Polizeistation um die Rückgabe ihrer konfiszierten Bücher bat. Sie wurde am 8. Mai 2008 im Qianjin Zwangsarbeitslager in Harbin interniert.

An dem Tag, an dem sich Song Yulian weigerte, die drei Erklärungen zu schreiben, wurde sie von acht Übeltätern gefoltert. Hinzu kamen der Wachhabende Zhang Bo sowie folgende Wächterinnen: Zhou Muqi, Zhou Lifan, Cong Zhixiu. Involviert waren ebenfalls die Leiter der Kommunistischen Partei Chinas Wang Min und Liang Yachun, eine drogenabhängige Gefangene. An diesem Nachmittag folterten sie Song Yulian vier- oder fünfmal mit der Methode des „großen Aufhängens” und schlugen sie bis zur Bewusstlosigkeit. Um sie aus der Bewusstlosigkeit zu holen, drückte Zhang Bo den Akupunkturpunkt Renzhong. Ein Wächter holte den Gefängnisarzt. Er teilte ihm mit, dass Song Yulian plötzlich schwer erkrankt sei. Danach schlugen Sun und Wang Min sie sehr lange. Dabei zählten sie die Schläge. Nach einiger Zeit sagte Sun: „Gebt ihr eine Pause.” Einige Leute brachten die bewusstlose Song Yulian ins Bett. Sie erlangte erst am Abend das Bewusstsein wieder.

Nach dem 10. Mai 2008 fiel es Song Yulian schwer einzuschlafen, da ihre Schultern von dem „großen Aufhängen” verletzt waren. Aus dem Grund verbrachte sie die gesamte Nacht im Sitzen. Die Wächterin Cui Jianmei befahl ihr, sich hinzulegen. Sie weigerte sich. Cui Jianmei sagte daraufhin zu ihr: „Wenn ich dir sage, dass du dich hinlegen sollst, legst du dich hin.” Diese verfahrene Situation dauerte 20 Minuten. Als die Wachhabende Xie Qiuxiang ihren Dienst antrat, weckte sie Cui Qiuyan und Liang Yachun. Die drei Frauen zogen Fr. Song an den Haaren aus dem Bett und schlugen ihren Kopf an die Kopflehne des Bettes. Danach schleppten sie sie zu den wachhabenden Beamten und ließen sie die ganze Nacht nicht schlafen.

Am Morgen des 11. Mai 2008 wurde der Wachhabende Zhang Bo darüber informiert, dass Song Yulian Falun Gong Übungen praktiziere. Er trat sie zweimal. Nach dem Mittagessen fesselten Zhang Bo, Zhou Muqi, Zhou Lifan, Cong Zhixui und Sun Bo ihre Hände an zwei Betten. Zhang Bo schockte ihren Nacken, Bauch und ihre Hände mit einem elektrischen Schlagstock Ihr Nacken schwoll auf beiden Seiten an und wurde schrecklich deformiert. Die restlichen Beteiligten schlugen sie. Cong Zhixui und Zhou Muqi traten heftig nach ihren Beinen und sagten ihr, dass sie sie brechen würden. Song Yulian erlitt so furchtbare Schmerzen, dass sie mehrere Tage bettlägerig war. Nach einem Monat sah ihr Nacken immer noch schrecklich aus.

Der Wachhabende Cong Zhixui setzte Song Yulian mit den Worten: „Wenn du irgendjemandem von den Geschehnissen hier erzählen, wirst du wieder geschlagen,” unter Druck. Aber unabhängig davon wurde sie wieder brutal gefoltert. Trotz der Folter musste sie ihre Arbeit im Zwangsarbeitslager weiterhin verrichten. Wenn nicht, würde sie bestraft werden. Zhou Muqi und Cong Zhixui waren diejenigen, die sie am meisten folterten.

Am Morgen des 30. April 2008 litt die Falun Dafa-Praktizierende Jia Xinghua, die hohen Blutdruck hatte, nach dem Aufstehen an unerträglichen Kopfschmerzen. Aus dem Grund kreuzte sie die Beine und setzte sich für eine Weile auf das Bett. Als die Wachhabende Zhou Muqi sie dabei erwischte, schlug sie sie auf den Rücken und den Kopf. Jia Xinghua sagte: „Ich habe fürchterliche Kopfschmerzen.” Zhou verspottete sie: „Wenn du Schmerzen hast, solltest du sterben. Du bereitest den Dünger für die Erde, während andere Getreide pflanzen.”

Am Nachmittag des 19. Mai 2008 fiel Jia Xinghua auf den Boden und verstreute auf dem gesamten Flur Papiertaschentücher. Wang Min fühlte ihren Puls und sagte: „Nicht tot.” Es dauerte lange, bevor sie nach dem Doktor rief. Doktor Li befahl ihr, bestimmte Medikamente zu nehmen. Sie antwortete, dass sie auf sie allergisch reagiere. Doktor Li zwang Jia Xinghua trotzdem, die Medikamente zu nehmen. Nach der Einnahme erbrach sie sich sofort. Sie brach den ganzen Nachmittag über, bis schließlich nur noch Galle kam. Ihre Speiseröhre infizierte sich, sodass sie vier bis fünf Monate lang Blut erbrach. Von ihrem Zustand hat bis jetzt noch niemand Notiz genommen.

Zhao Jinhua (w) ist 62 Jahre alt und lebt im Bezirk Daiwuai in Harbin. Sie wurde am 28. Februar 2008 illegal im Qianjin Zwangsarbeitslager inhaftiert. Sie wurde ebenfalls mit der Methode des „großen Aufhängens” gefoltert, weil sie sich weigerte, die drei Erklärungen zu schreiben. Als Resultat der Folter litt sie unter schweren Schulter- und Nackenschmerzen. Sie fühlte sich sehr schwach. Da sie nachts nicht einschlafen konnte, legte sie sich ihr Kissen bequem zurecht. Trotz ihres Zustandes musste sie weiterhin die Zwangsarbeit verrichten. Aufgrund der Foltermethode des „großen Aufhängens” weisen ihre Beine inzwischen eine ungleiche Länge auf. Sie kann ihre Beine vor Schmerzen nicht einmal strecken.

Seit April ist die Tür zum Pausenraum Tag und Nacht verschlossen. Die Gefangenen dürfen den Raum nur zu bestimmten Zeiten benutzen. Die Gefangenen, die im „Workshop” arbeiten, dürfen die ganze Zeit nicht auf die Toilette, sodass sie ständig in die Hose machen. Sie dürfen den Pausenraum nachts nicht benutzen. Stattdessen wurde eine Bettpfanne in einer Zelle mit 30 Gefangenen bereitgestellt. Der Gestank des Urins hält sie vom Einschlafen ab. Lui Wenhui (w) wälzte sich wegen des Gestanks mehrere Male herum. Die Gefangenen mit hohem Blutdruck und Herzproblemen bekamen aufgrund des stechenden Uringeruchs kaum Luft.

Die (weiblichen) Inhaftierten Liang Yachun, Cui Yanqiu, Sun Bo, Liu Dongli und Zhang Caixia haben sich den Praktizierenden im „Workshop” gegenüber am aggressivsten verhalten. Sie kamen zu allen in die Zelle und schlugen sie, wann immer sie wollten. Zhang Caixia schlug Li Jinku (w) und Xiao Hua (w) ins Gesicht. Die bösartigsten Menschen im Qianjin Zwangsarbeitslager sind die Wächter Zhang Bo, Zhou Muqi, Zhou Lifan und Cong Zhixui.


Anmerkung:

(1) Das „große Aufhängen” wird auf zwei verschiedene Arten durchgeführt:

(a) Beide Hände werden auf den Rücken gebunden und nur die Zehenspitzen berühren den Boden. Die Gefangenen werden an einem Seil, das an einem Metallfensterrahmen festgebunden ist, hochgezogen.

(b) Die Hände eines Praktizierenden werden an zwei verschiedenen Bettpfosten
festgebunden. Die Betten werden in die entgegengesetzte Richtung weggezogen. Der Gefolterte fühlt sich, als würde er auseinander gerissen. Illustration: http://www.clearwisdom.net/emh/articles/2004/11/17/54624.html