Meine Kultivierung bei der Verkaufstätigkeit für Epoch Times

Erfahrungsbericht auf der Fa-Konferenz in Paris

(Minghui.de) Vor dreieinhalb Jahren fing ich mit der Kultivierung an, als die spanische Ausgabe von Epoch Times ins Leben gerufen wurde. Seitdem ist meine Kultivierung eng an die Epoch Times geknüpft. Es ist genau so, wie der Meister sagte, dass wir mit anfänglicher Unkenntnis anfangen und allmählich wissen, wie man etwas macht. In dieser Zeit haben sich viele Dafa-Jünger aus verschiedenen Ländern sehr bemüht, die Epoch Times für die Errettung von mehr Menschen aufzubereiten. Wir sollten den Jüngern aus Argentinien danken, die der spanischen Ausgabe der Epoch Times großartig geholfen haben.

Durch die Bemühungen aller Dafa-Jünger wurde unsere Zeitung inhaltlich, gestalterisch und hinsichtlich der Anzeigen verbessert. Ich bin sehr froh, auch wenn sie noch in vielen Aspekten verbessert werden muss. Ich habe bemerkt, dass alle Dafa-Jünger sich der Bedeutung bewusst sind, als ein Körper Lebewesen zu erretten. Wir versuchen unser Bestes, damit mehr Menschen über unsere Medien erfahren können, wie alles in Wirklichkeit zusammenhängt.

Ich möchte nun von meinen Erfahrungen beim Anzeigenverkauf für Epoch Times berichten. Es ist sehr wichtig, unsere Zeitung lebendig zu halten und wachsen zu lassen. Und sie spielt eine sehr wichtige Rolle bei meiner Kultivierung.

I. Die Angst vor dem Marketing überwinden

Ich hätte nie gedacht, dass ich Marketing machen und Anzeigen verkaufen könnte. Ich habe auch keinerlei Interesse an Marketing, doch genau das benötigt unsere Zeitung. Als der Meister zum ersten Mal erwähnte, dass die Epoch Times langsam von den Spenden unserer Praktizierenden unabhängig werden sollte und wir Fonds benötigten, damit unsere Zeitung richtig funktionieren könne, spürte ich einen starken Druck. Es gab in meinem Herzen einen Konflikt. Einerseits wusste ich, dass wir Leute dafür benötigten und ich außerdem Zeit dafür hatte. Andererseits musste ich viel Geld ausgeben, um Anzug und Krawatte zu tragen. Ich glaubte nicht, dass ich Anzeigen verkaufen könnte, da ich nie Interesse an Marketing gehabt hatte.

Monate vergingen und ich machte keine Fortschritte, da ich Angst hatte, es nicht gut zu machen. Ich hatte nicht genügend Fertigkeiten und hatte nie ein professionelles Training gehabt. Ich fand für mich selbst Entschuldigungen: Ich musste unterrichtet werden, ich hatte keine Visitenkarten, ich wusste nicht, wo ich anfangen sollte usw. Im Grunde genommen ging es um die Eigensinne, wie man mich betrachten würde, ob man meinte, dass ich nutzlos oder professionell sei usw.

Ich versuchte, in meinem Leben meine Talente zur Schau zu stellen. Ich fühlte mich selbstsicher, wenn ich anderen zeigte, dass ich jemand war, der sich bei Kultur, Literatur, Film und Musik sehr gut auskannte. Wenn ich jedoch Anzeigen verkaufen sollte, was ich nie zuvor gemacht hatte, dann verlor ich mein Selbstvertrauen. Und ich wollte nicht, dass sich andere unwohl fühlten bei meiner Angst, wenn ich ihnen unsere Zeitung vorstellte. Später fand ich heraus, dass dies nur Entschuldigungen waren. Ich machte mir mehr Sorgen um mein Image als um unsere Zeitung. Wegen meiner Eigensinne kam ich nicht voran und überwand meine Angst nicht. Mit dieser Angst nahm ich im Jahre 2007 an der europäischen Fa-Konferenz in Warschau teil, wo ich Gelegenheit hatte, mit anderen Praktizierenden aus anderen Ländern die Erfahrungen beim Anzeigenverkauf auszutauschen.

Tage später nahm ich meinen Mut zusammen, zog den einzigen Anzug an, den ich habe und den ich seit Jahren nicht angerührt hatte. An einem großen Regentag ging ich zum ersten Mal hinaus, um Anzeigen zu verkaufen. Meine Füße schmerzten in den Fellschuhen, ich fühlte mich unbequem im Anzug und es regnete sehr stark. Doch ich war nicht mehr zu halten. Ich wusste, dass mich nichts mehr zurückbewegen konnte, und nichts konnte meinen festen Entschluss stoppen. Dann ging ich in das erste Geschäft, das mir passend erschien. Es war eine sehr luxuriöse Kunstgalerie. Als ich mit dem Geschäftsführer sprach, hörte ich eine sehr leise Stimme aus meinem Mund kommen. Ich hatte nie zuvor solch eine leise Stimme gehört. Normalerweise spreche ich sehr laut, doch nun klang ich wie eine kleine Maus, die um Hilfe rief. Die Angst ließ mich am ganzen Körper frieren. Was ich da tun konnte, war, nur kurz unsere Zeitung vorzustellen. Ich hinterließ meine Visitenkarten und verließ rasch das Geschäft. Ich schämte mich so, als ich wieder draußen war. Ich hatte dem Geschäftsführer keine gute Einführung gegeben. Doch gleichzeitig hatte ich auch das Gefühl, eine riesige Last losgeworden zu sein. Ich konnte endlich meiner Angst ins Gesicht sehen und war ein wenig ermutigt.

Ich wusste damals nicht, dass ich einen sehr wichtigen Schritt gemacht hatte auf dem Weg, den Eigensinn auf mein Ego loszuwerden. Ich erkannte, dass nichts unmöglich war, wenn ich einen starken Willen und aufrichtige Gedanken hatte. Dann besuchte ich eine Anzahl von Geschäften. Ich spürte, dass meine Stimme natürlicher und friedlicher wurde. Bei jedem Besuch lernte ich etwas dazu. Ich bin dem Meister dankbar, dass er mir die Chance zur Errettung von Lebewesen und zur Auflösung meiner Eigensinne gegeben hat.

II. Anzeigenverkauf ist eine Chance, Eigensinne zu erkennen und aufzulösen

Im Verlauf des Anzeigenverkaufs fand ich viele tief versteckte Eigensinne heraus. Nicht lange, nachdem ich mit dem Anzeigenverkauf angefangen hatte, besuchte ich einen Bezirksbeamten, der für Anzeigen zuständig war. Er erklärte, dass er kein Interesse hätte, weil unsere Zeitung sehr stark politisch orientiert sei. Er war sehr arrogant. Seine Haltung reizte mich und ich kämpfte heftig zurück. Er war so unglücklich, was unser Gespräch beendete. Ich war ziemlich traurig und begann, nach innen zu schauen. Ich fand meinen Eigensinn auf Konkurrenzdenken und Selbstbestätigung. Ich hatte nicht nur beim Anzeigenverkauf versagt sondern auch bei der Errettung dieser Person.

Nachdem ich diese Lektion gelernt hatte, versuchte ich mein Bestes, mich mit Güte und aufrichtigen Gedanken anzufüllen, als ich diesen Mann das zweite Mal aufsuchte. Ich fragte ihn, ob unsere Zeitung im Gebäude der Bezirksregierung ausgelegt werden könne. Nach Diskussionen am Telefon stimmte er schließlich zu. Später bekam ich die Möglichkeit, ihm persönlich zu danken. Obwohl mein Eigensinn auf Konkurrenzdenken noch nicht vollkommen verschwunden ist, fand ich den Eigensinn und begann, ihn zu eliminieren.

Der Anzeigenverkauf hilft mir, viele Eigensinne herauszufinden wie z.B. fanatische Hingabe, Angeberei, Kritik nicht akzeptieren zu wollen und sich übermäßig viele Sorgen über etwas zu machen. Einer meiner größten Eigensinne ist der, dass ich zu viel Wert darauf lege, Erfolge zu erzielen.

III. Den Eigensinn los werden, nach Erfolgen zu streben

Mit der Entschuldigung, dass ich viele andere Dinge für die Zeitung zu erledigen hätte, hörte ich eine Zeit lang mit dem Anzeigenverkauf auf. Doch der wirkliche Grund war, dass ich keine sofortigen Erfolge sehen konnte. Später fand ich diesen Eigensinn, der seit langem dort verwurzelt war.

Der Meister sagte in seiner ”Fa-Erklärung und Fa-Erläuterung auf der Fa-Konferenz im Großraum New York» (20. 04.2003): ”Ich habe oft gesagt, wir streben nicht nach Verlust und Gewinn auf der Welt, stimmt das? Wenn ich etwas mache, lege ich am meisten Wert auf den Prozess, denn in diesem Prozess kann man die Menschen die Wahrheit erfahren lassen, in diesem Prozess kann man die weltlichen Menschen erretten und in diesem Prozess kann man die wahren Umstände offenbaren.» .... ”Wichtig ist, dass man während des Prozesses Wert darauf legt, das, was man machen soll, unbedingt gut zu machen. Das Resultat ist dann eben so, wie es sein soll.»

Bei jedem Dafa-Projekt, das ich machte, legte ich größten Wert auf das Ergebnis. Ich wusste nicht, wie wichtig der Prozess ist.

Als wir in der Klinik eines Praktizierenden ein ”Anzeigenwerbebüro» einrichteten, veränderte sich alles. Monatelang suchten wir mögliche Kunden, tätigten Anrufe und besuchten Kunden. Das Büro wurde mehr zu einer Kultivierungsumgebung als zu einem Arbeitsplatz. In dem Büro können wir Ideen, Erfahrungen und Kultivierungserfahrungen austauschen. Obwohl wir keinen klaren Arbeitsplan haben, wissen wir ziemlich genau, was wir tun sollen. Wir können nie aufhören, ganz egal, was das Ergebnis ist. Immer, wenn ein Praktizierender Schwierigkeiten hat, dann ermutigen wir uns gegenseitig und erinnern uns gegenseitig daran, uns wegen des Ergebnisses keine Sorgen zu machen. Wir ermutigen uns gegenseitig, mit positiven Aktivitäten und starken aufrichtigen Gedanken standhaft weiterzugehen.

Einige Anzeigenverkäufe waren sehr einfach, sogar ohne unsere Kunden persönlich zu treffen. Andere Verkäufe jedoch kamen erst nach monatelangen Gesprächen mit den Kunden zustande. Wir erwarteten nie, dass die Ergebnisse gleich einfach sind. In Wirklichkeit ist das einzige, woran wir uns hielten, dieser Prozess, durch den wir gehen mussten. Wenn wir nicht mehr an das Ergebnis denken, dann kommen die Anzeigen automatisch.

IV. Anzeigenverkauf für die chinesische Epoch Times in Europa

Obwohl die Bedeutung des Anzeigenverkaufs für die chinesische Ausgabe der Epoch Times viele Male unter den Praktizierenden erwähnt wurde, kam es mir schwierig vor, weil die Anzahl der chinesischen Ausgabe so niedrig ist. Nach vielen Diskussionen mit chinesischen Praktizierenden kam ich zu dem Verständnis, dass unsere chinesische Zeitung einzigartige Vorteile hat, die keine andere Zeitung je haben kann, besonders ihre Mission und ihren Geist. Sie ist am wichtigsten, unsere Zeitung hat die größte Verbreitung einer chinesischen Zeitung außerhalb von China.

Wir besuchten immer ein Medienberatungsunternehmen. Einer der Kunden davon ist eine sehr wichtige Fluggesellschaft. Als ich die Fluggesellschaft zum ersten Mal besuchte, brachte ich nur ein Blatt Papier mit meiner Visitenkarte mit. Doch mein Denken war sehr klar und meine aufrichtigen Gedanken waren sehr stark. Ich stellte unsere Zeitung kurz vor und klärte über die wahren Umstände auf. Ohne jegliche andere Dokumente und Daten glaubten sie, dass unsere Zeitung die größte chinesischsprachige Zeitung auf der Welt ist. Damals bereiteten sie eine neue Werbestrategie vor, die sie bald in Aktion setzen wollten. So zeigte ich ihnen unseren Geschäftsplan. Es vergingen jedoch Tage und keine Antwort kam. Ich rief sie mehrmals an. Doch sie sagten, sie könnten keine Entscheidung treffen. Dann vergingen Wochen. Ich beschloss, sie eine Zeit lang nicht anzurufen. Drei oder vier Monate später erhielt ich jedoch unerwarteterweise einen Anruf. Er kam vom Manager, der für die Anzeigen zuständig ist. Er sagte, dass seine Firma beschlossen hätte, eine ganzseitige Anzeige in unserer Zeitung zu kaufen und außerdem einen Monat lang Anzeigen auf unserer Webseite schalten zu wollen.

Bei einem anderen Beispiel blieben wir monatelang mit einer anderen Firma in Kontakt. Eines Tages reichten wir ihnen eine neue Preisliste ein. Sie sagten uns, dass sie sich an einer Ausstellung in Italien beteiligen würden und daran interessiert seien, eine Anzeige in unserer Zeitung zu schalten, weil unsere Zeitung in ganz Europa gelesen werden könne. Nach dem Ende der Ausstellung erinnerte mich ein Praktizierender daran, dass ich sie anrufen sollte, um zu fragen, wie effektiv die Anzeigen gewesen seien. Ich rief sofort in dieser Firma an. Sie erzählten, dass die Anzeige geholfen hätte, da einige Chinesen ihren Stand mit unserer Zeitung in der Hand besucht hätten. Dann verwies ich sie auf unsere Webseite und NTDTV. Sie zeigten Interesse dafür und für die chinesische Zeitung in Argentinien. Sie baten uns, ihnen die entsprechenden Informationen zuzusenden.

Wir machen weiter, weil wir wissen, dass wir nur mit unermüdlichen Bemühungen Erfolg haben können. Es ist genau wie das Aussäen von Samen. Ohne harte Arbeit können sie keine Frucht bringen. Ich bin sehr glücklich, weil wir sie über die wahren Umstände aufklären können. Sie erkannten auch, was die wirkliche Aufgabe unserer Zeitung ist und wie großartig sie ist. Das gute Ergebnis kommt nicht von unseren Verkaufsfähigkeiten, sondern von der Kraft unserer aufrichtigen Gedanken und der Hilfe des Meisters.

V. Uns selbst gut kultivieren, um unsere historische Mission zu erfüllen

An das Ende meiner Ausführungen möchte ich gerne den neuesten Artikel unseres Meister stellen.

”An die Fa-Konferenz in Brasilien
Alle Dafa-Jünger auf der Fa-Konferenz in Brasilien: Seid begrüßt!
Die Dafa-Jünger sind die Hoffnung für die Errettung aller Völker. Wenn man die Dinge der Errettung aller Wesen gut machen möchte, muss man sich zuerst selbst gut kultivieren. Nur wenn man das Fa viel lernt, kann man starke aufrichtige Gedanken haben. Nur wenn man das Fa gut lernt, kann man die historische Mission der Dafa-Jünger erfüllen.
Ich wünsche der Fa-Konferenz viel Erfolg!
Ich wünsche euch eine gemeinsame Erhöhung!
Meister: Li Hongzhi
Oktober 2009”

Wir sind die Hoffnung für die Errettung aller Völker. Wie können wir Millionen von Spaniern und noch Millionen von spanisch sprechenden Südamerikanern erretten, wenn wir derzeit keine große Anzahl von Praktizierenden sind? Dort sind noch weniger Praktizierende. Es gibt gar nicht genug Zeit, um alle von Angesicht zu Angesicht über die Fakten aufzuklären, Flyer zu verteilen und zu erretten. Die Zeit wartet nicht. Was sollen wir machen? Unser Medium ist sehr wichtig, um unser Ziel zu erreichen.

Um das vom Meister geforderte Ziel zu erreichen, müssen wir uns zuallererst gut kultivieren. Wir müssen das Fa mehr lernen. Nur so können wir starke aufrichtige Gedanken bekommen. Wie eben der Meister sagte, dass wir alle Schwierigkeiten nur überwinden können, wenn wir so gut wie eine Faust kooperieren. Nur so können wir bei der Errettung aller Lebewesen reif werden.

Danke, Meister!
Dank an meine Mitpraktizierenden!

Rubrik: Fa-Konferenzen