Verprügelt und beinahe lebendig eingeäschert

- Ein junger Mann wurde mehrmals verfolgt und zu acht Jahren Gefängnis verurteilt -

(Minghui.de) Herr Lei Jingxiong (anderer Name: Lei Lan) ist 30 Jahre alt und praktiziert Falun Gong. Am 21. Juli 2009 wurde er unterwegs im Flughafen von der Polizei der Sicherheitsbrigade entführt und zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.

In den letzten zehn Jahren der Verfolgung hatte Herr Lei Jingxiong mehrmals darunter zu leiden. Damals, im Jahr 2000, war er noch Student und wurde bis jetzt des Öfteren von der Polizei verfolgt. Im Jahr 2004 nahmen ihn Beamte der Polizeistation Tianxin aus der Stadt Changsha (Hauptstadt der Provinz Hunan) fest und folterten ihn, wobei er beinahe gestorben wäre. Auf dem Weg zur Feuerbestattung entdeckte eine Polizistin, dass er noch atmete. Deshalb verhinderte sie, dass er verbrannt wurde. Im Krankenhaus wurde Lei Jingxiong verprügelt, so dass sein Gesicht deformiert war (siehe Foto). Sein linkes Auge quoll hervor, ein Ohr war vom Schlagen taub, sein Kinn und das übrige Gesicht waren zu einer Seite hin deformiert. As diesem Grund kann er keine Arbeit finden, niemand möchte ihn anstellen.


Herr Lei Jingxiong, 1980 geboren, hat im Jahr 1997 anfangen, Falun Gong zu praktizieren. Damals studierte er an der Hochschule Qunneng in der Stadt Chenzhou. Seitdem er Falun Gong praktiziert, richtet er sich im Alltagsleben nach den Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht”. Im Jahr 2000 wurde ein Fall bekannt, bei dem Dutzende von Schülern bei der Aufnahmeprüfung zur Hochschule (vergleichbar mit dem Abitur hier in Deutschland) Betrügereien begingen. Nur ein Schüler nahm nicht daran teil: Lei Jingxiong. Damals interviewte ihn sogar eine Zeitung. Die Pädagogische Hochschule der Stadt Changsha nahm ihn als Student auf. Nach einem halbem Semester wurden drei Studenten für das Zentrale Institut für Malerei in Peking empfohlen, Lei Jingxiong war einer von ihnen.

Seit dem Beginn der Verfolgung von Falun Gong am 20. Juli 1999 wurde er sechsmal verhaftet und grausam gefoltert.

Während der Studienzeit wurde Lei Jingxiong vom „Büro 610” seiner Heimat des Kreises Jiahe und von der Polizeistation festgenommen und 29 Tage im Untersuchungsgefängnis Jiahe gefangen gehalten. Am Ende erpressten die verschiedenen Behörden, darunter die Polizeibehörde, 10.000 Yuan (ca. 1.000 Euro, in etwa das Jahreseinkommen eines Arbeiters) von seiner Familie für seine Freilassung.

Nachdem Lei Jingxiong ein weiteres Mal ins Untersuchungsgefängnis verschleppt wurde, trat er in einen Hungerstreik. Nach 12 Tagen wurde er freigelassen.

Im Jahr 2001 fuhr Lei Jingxiong mit dem Zug von der Stadt Dongguan, Provinz Guangdong, nach Wuhan in die Provinz Hubei. Danach ging er zu Fuß nach Peking. Er war 33 Tage unterwegs. Das „Büro 610” und die Polizei nahmen ihn in Peking fest und steckten ihn ins Arbeitslager Xinkaipu in die Hauptstadt Changsha der Provinz Hunan. Nach sechs Monaten verlegte man ihn ins Untersuchungsgefängnis Jiahe und hielt ihn weitere sechs Monate gesetzwidrig gefangen.

Im Jahr 2002 arbeitete Lei Jingxiong in Peking. Mitarbeiter des „Büro 610” von Jiahe verhafteten ihn erneut mit der Begründung, dass Falun Gong-Praktizierende ihre Heimat nicht verlassen dürften. Weil Lei Jingxiong auf seiner Arbeitsstelle in Peking sehr fleißig war und nicht nach Ruhm und persönlichen Vorteilen strebte, sondern zu allen Leuten sehr freundlich war, wollte sein Arbeitsgeber in Peking ihn gegen Bezahlung behalten, damit er weiterhin in Peking arbeiten konnte. Das „Büro 610” von Jiahe trug der Firma auf, neue Arbeit für Lei Jingxiong zu finden. Fünf Tage nach seiner Rückkehr wurde Lei Jingxiong am Abend des Qingming-Festes (ein Toten-Gedenktag) erneut von vielen Polizisten des „Büro 610” und der Polizeibehörde festgenommen.

Im Jahr 2003 hängten das „Büro 610” und die Polizei eine Suchanzeige auf, um Lei Jingxiong festzunehmen. Wer dabei helfen könne, bekäme als Belohnung 10.000 Yuan! Die Polizei nahm sogar seinen Vater, zwei Schwager und andere Verwandte fest und verhörte sie gesetzwidrig in der Polizeibehörde. Ein Polizist sagte zu seinem Vater: „Dein Sohn hat hier viele ,Schüler' aufgenommen und etliche Leute sind wahnsinnig geworden.” Der Vater von Lei Jingxiong antwortete darauf: „Eure Geschichte ist lächerlich. Mein Sohn richtet sich nach Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht, er ist ein guter Mensch. Ich unterstütze ihn voll.”

Am 18. August 2004 entführte ihn die Polizeizweigstelle Tianxing von der Hauptstadt Changsha der Provinz Hunan. Um 16:00 Uhr setzten sie Herrn Lei dermaßen der Folter aus, dass er am Abend an den Folterungen starb. Die Polizisten wollten ihn zum Krematorium bringen und ihn einäschern lassen. Bevor er verbrannt werden sollte, bewegte sich Lei Jingxiong plötzlich ein bisschen. Das sah eine Polizistin. Sie sagte: „Er ist noch nicht gestorben, man darf ihn nicht verbrennen.” Einige anwesende Polizisten entgegneten: „Er ist es aber so gut wie tot, lassen wir ihn einfach verbrennen.” Die Polizistin entgegnete: „Er ist noch nicht gestorben, man darf ihn nicht so einäschern lassen. Wenn dieser Fall später untersucht wird, wer übernimmt dafür die Verantwortung?” Die Kollegen antworteten nicht und lieferten Lei Jingxiong ins Zentralkrankenhaus der Stadt Changsha ein.

In diesem Zentralkrankenhaus wurde Lei Jingxiong weiterhin von der Polizei verprügelt, so dass alle seine Zähne lose und die Kinnknochen zerbrochen wurden. Er hatte nur noch Knochen und kaputte Haut am Gesicht, ein Auge quoll hervor und ein Ohr wurde durch das Schlagen taub. Die Ärzte mussten seine Luftröhre aufschneiden, damit er besser atmen konnte. Nahrung bekam er durch eine Spritze. Sein Vater sagte zum Arzt: „Mein Sohn ist ein guter Mann, er hat nichts verbrochen. Versuchen Sie bitte, ihn zu behandeln.” Danach befestigte man im Krankenhaus sein Gesicht über 40 Tage lang mit Eisenklemmen. Seine Mutter besuchte ihn und weinte sich fast zu Tode. Lei Jingxiong lächelte und sagte zu seiner Mutter: „Weine nicht, mir geht's doch gut.”

Zurzeit ist sein Gesicht ganz und gar deformiert, sein linkes Auge quillt noch immer hervor und ist geschwollen. Sein Kinn und sein Gesicht sind schief, im Gesicht hat er viele Narben. Wegen dieser Verunstaltung kann er keine Arbeit finden.

Seine Verwandten wollten ihm helfen und ihm eine Arbeit geben. Am 18. Juni 2009 begleitete ihn sein Schwager zum Flughafen und er wollte von Guangzhou nach Hangzhou fliegen. Am Flughafen wurde er erneut festgenommen. Sein Schwager erzählte, dass das Sicherheitspersonal behauptet habe, Lei Jingxiong hätte Rasierklingen im Geldbeutel und ließ ihn im Warteraum sitzen. Vor dem Einchecken um 10:40 Uhr steckten ihn zwei Polizisten in einen Polizeiwagen, danach hörte man nichts mehr von ihm.

Am 1. Juli 2009 teilte ein Mitwisser seiner Familie mit, dass Lei Jingxiong am Abend des 28. Juni von der Staatssicherheitsbrigade von Guangzhou nach Guizhou ins Untersuchungsgefängnis des Kreises Xishui gebracht worden wäre. Seine Familie erfuhr, dass Lei wahrscheinlich zu einer Freiheitsstrafe verurteilt werden sollte. Sein Vater schrieb der Polizeibehörde des Kreises Xishui und die Polizeibeamten dieser Polizeibehörde kamen zu ihm nach Hunan. Laut Auskunft wurde Herr Lei Jingxiong zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.