Den Kultivierungsweg solide gehen

(Minghui.de) Als ich vor kurzem die „Fa-Erklärung in Manhattan» studierte, bekam ich in Bezug auf Kultivierung eine neue Sichtweise. Im Rückblick auf die 14 Jahre meiner Kultivierung, habe ich es viele Male nicht geschafft, mit Dingen gut umzugehen, wenn ich Schwierigkeiten begegnete, allein wegen der Tatsache, dass ich das Fa nicht gut genug gelernt hatte. Weil es mir nicht gelang, zu verstehen, was der Lehrer in tieferer Hinsicht in Bezug auf die Kultivierung in der profanen Welt meint, war ich einige Male ins Extreme gegangen.

Als ich 2001 nach Peking ging, um dort die wahren Umstände über die Verfolgung von Falun Gong zu verbreiten, stifteten die Beamten der KPCh (Kommunistische Partei Chinas) die Administratoren in meiner Arbeitseinheit und meinen Mann an, mich zu zwingen, mich für meinen Job, die Familie oder Dafa zu entscheiden. Ich wählte Dafa. Obwohl ich meinen Job und meinen Mann verlor, verstand ich das Fa immer noch nicht klar. Dieses - „sich um eine Sache kümmern, aber etwas anderes verlieren” - wurde von der Partei-Kultur hervorgebracht. Durch die Anerkennung ihres Arrangements hatte ich indirekt die Verfolgung durch die alten Mächte akzeptiert und außerdem übernahm ich für Lebewesen nicht die Verantwortung. Infolgedessen feuerte mich meine Arbeitseinheit und ich wurde für ein ganzes Jahr obdach- und mittellos.

2002 nutzten die alten Mächte meine Lücken aus, man verhaftete mich und sperrten mich drei Jahre ein. Nachdem ich fortwährend das Fa lernte, um mich zu kultivieren, entdeckte ich, dass ich die Dinge nicht aufrichtig gemacht hatte. Ich muss auf dem richtigen Weg gehen. Da ich keine Verstärkung vom Lehrer bekam, konnte ich all die Trübsal nicht durchbrechen und ich hatte auch nicht die mächtige Kraft des Fa und die Unterstützung seitens der Mitpraktizierenden.

Ich möchte gerne mitteilen, was ich in den vergangenen Jahren unternommen habe, um das Gleichgewicht zwischen Familie und Kultivierung zu bewahren und am Arbeitsplatz und mit Mitpraktizierenden gut zu arbeiten. Bitte weist mich auf Unangemessenes hin.

1. Rettung meiner zerbrochenen Familie; Auflösung der Arrangements der alten Mächte

Ich heiratete 1994. Jedoch hatte mein Mann 1995 eine außereheliche Affäre mit einer anderen Frau. Ich suchte mich von Störungen frei zu halten und forschte nach dem Sinn des Lebens. Im Sommer 1995 machte mich meine Schwester mit Falun Dafa bekannt und ich begann zu praktizieren. Meine anfängliche Absicht war jedoch nicht sehr rein, da ich immer noch Groll gegen meinen Mann empfand. Ich fühlte mich mental ausgelaugt.

Nachdem ich 2004 aus dem Zwangsarbeitslager entlassen wurde, traf sich mein Mann immer noch mit dieser Frau, doch ich gab vor, überhaupt nichts zu merken. Als ich jedoch eines Tages erfuhr, dass sie diejenige Frau ist, welche dafür verantwortlich war, dass ich ins Arbeitslager kam, konnte ich es nicht mehr länger ertragen. Ich schrie die beiden am Telefon an. Hinterher schlug mich mein Mann und sagte: „Was ist dir bloß in den Sinn gekommen?” Er schlug mir so heftig ins Gesicht, dass es schlimm anschwoll und ich nicht mehr klar sehen konnte. Er sperrte mich auch zu Hause ein, so dass niemand mich besuchen konnte. Zwei Tage danach kam mein Neffe vorbei. Weil er nicht hereinkommen konnte, um mich zu besuchen, erzählte er meiner Schwester, was mir zugestoßen war. Daher war mein ganzes Haus in Aufruhr; meine Familie und die Familie meines Mannes lieferten sich einen heftigen Kampf. Damals beurteilte ich das, was geschah, nicht aus der Perspektive des Fa und der Kultivierung und ich konnte daher nicht begreifen, dass ich in die von den alten Mächten eingerichtete Falle getappt war.

Danach empfahlen mir einige Mitpraktizierende, ich solle mich von meinem Mann scheiden lassen, um nicht weiter gestört und erneut verfolgt zu werden. Andere wiederum sagten, ich solle mich nicht scheiden lassen, da ich eine Praktizierende sei. Natürlich wollten sie mir in ihrer Gutmütigkeit alle helfen, doch ich begriff, dass ich mich von mir aus wie eine Praktizierende verhalten und nicht versuchen sollte, der Situation zu entfliehen. Nachdem ich mich völlig gereinigt und meine Eigensinne losgelassen hatte, wusste ich, dass ich aufhören muss, ins Extreme zu gehen, wie ich das zuvor getan hatte. Dafa harmonisiert alles. Als Kultivierende im Dafa sollte ich zuerst an andere denken, bevor ich an mich denke. Wenn ich mich nur darauf fokussiere, wie ich gelitten habe, würde ich nicht in der Lage sein, zu verstehen, wie sich mein Mann fühlt. Während der drei Jahre, die ich im Zwangsarbeitslager war, kümmerte er sich von sich aus um die Kinder. Weil ich mich im Dafa kultiviere, habe ich eine strahlende Zukunft vor mir, doch wie würde er das Karma zurückzahlen, das er ansammelte, als er mich tyrannisierte? Ich war dazu verpflichtet, ihm zu helfen und ich glaubte daran, dass Dafa ihn verändern könnte. Es war auch wahr, dass wir als Praktizierende das tun sollten, was der Lehrer von uns erwartet:
„... ein Praktizierender soll eben nicht zurückschlagen, wenn er geschlagen wird, nicht zurückschimpfen, wenn er beschimpft wird, ...” (Zhuan Falun, Li Hongzhi, Lektion 4, „Die Umwandlung des Karmas»)

Ich muss diese Ebene erreichen können. Es mag für mich eine Gelegenheit sein, meine Xinxing (Charakter, Herz- und Geistnatur) zu erhöhen und Karma zu transformieren. Vor allem aber, war nicht ich die Praktizierende? Er war nur ein gewöhnlicher Mensch, der von den alten Mächten kontrolliert wurde, weil er die Wahrheit von Dafa nicht kannte.

Nachdem ich das Fa lernte und nach innen schaute, wurde meine Xinxing erhöht. Später kam die Frau mehr als einmal in unsere Wohnung. Sie benutzte eine gotteslästerliche Sprache gegen mich und verlangte eine Geldzahlung für ihre „emotionalen Schäden”. Sie sagte, sie würde unser Haus nicht eher verlassen, bis mein Mann ihr Geld gegeben hätte. Völlig hilflos wusste mein Mann nicht, was er tun sollte, doch ich tadelte ihn überhaupt nicht. Durch Aussenden aufrichtiger Gedanken, um die alten Mächte zu eliminieren, welche die beiden manipulierten, erklärte ich ihnen die wahren Begebenheiten über Falun Gong. Während ich aufrichtige Gedanken aussendete, konnte ich die Auflösung des bösen Geistes spüren, der hinter ihr war. Im Gegenzug entschuldigte sie sich aufrichtig bei mir und sagte, dass sie sich mit meinem Mann nicht hätte treffen und sich hätte nicht in unsere Familie hineindrängen sollen. Danach ging sie beruhigt weg.

Ich bemühte mich sehr, meinen Mann nicht zu tadeln und nicht den Fehler bei ihm zu suchen. Als ich jedoch bei einigen Gelegenheiten etwas sagte, was seine negativen Faktoren auslöste, kam seine Wut hoch und er schrie mich an und verfluchte mich. Nachdem ich herausgefunden hatte, dass ich ihm immer noch nachtrug, was er zuvor getan hatte, begriff ich durch das Lernen des Fa, dass Nachsicht (Toleranz) Menschen erretten kann; dadurch verbreiterte sich meine Verständnisebene. Von da an hörte mein Mann auf, mich beim Fa-Lernen zu stören, wie er es vorher so häufig getan hatte. Außerdem brachte er immer wieder Informationsmaterial über Falun Gong mit nach Hause, das er draußen gefunden hatte. Er wollte mehr über Dafa erfahren und so zeigte ich ihm DVDs der Shen Yun Performing Arts Shows. Vor Januar 2009 erzählte er mir, er wolle einen Wagen kaufen und so könne er uns zum Verteilen von Materialien über die wahren Umstände mitnehmen, weil er die Umgebung sehr gut kenne und er auch sehr wachsam sei und für mich Ausschau halten könne. Gerade zuvor hatten wir die Shen Yun DVDs für 2009 erhalten und uns darüber ausgetauscht, wie wir sie verteilen können und wir hatten auch den Wunsch, einen Lieferwagen zu bekommen, in den wir die DVDs legen können. Es wäre so sicherer. Als ich Mitpraktizierenden erzählte, dass mein Mann etwas Gutes tun wolle, waren sie begeistert und sagten, es sei etwas sehr Wertvolles für ihn, ein solches Herz zu haben.

Wahrscheinlich erfüllte er ein Gelübde, das er in prähistorischen Zeiten abgelegt hatte. Meine Heimatstadt war der erste Platz, an den uns mein Mann fuhr. Die Bewohner waren damit beschäftigt, sich auf das chinesische Neujahr vorzubereiten und so teilten wir uns in vier verschiedene Gruppen auf, um Coupletgedichte (Paarreime) zu verkaufen (Chinesen lieben es, zum chinesischen Neujahr Coupletgedichte zu beiden Seiten des Haupteingangs zu befestigen, um Glück zu haben), und wir sprachen mit den Leuten über den Austritt aus der KPCh. Die meisten meiner Verwandten wussten, dass mein Mann eigentlich gegen mein Praktizieren von Falun Gong war. Als sie sahen, wie er mich nun unterstützte, waren sie alle berührt und sagten Falun Dafa sei wirklich großartig. Weil er sich verändert hatte, änderten auch meine Brüder und Schwestern ihre Einstellung zu ihm. Die alten Mächte hatten beabsichtigt, die Trübsal in meiner Familie zu manipulieren, um Lebewesen zu vernichten, doch dies war nun völlig fehlgeschlagen.

2. Ignorierung meiner finanziellen Situation als Mittel der Verfolgung durch die alten Mächte und meine Transformierung von, egoistisch zu sein, in Richtung, zuerst an andere zu denken

Am 30. November 2008 war mein Mann, nachdem er arbeitslos wurde und eine Diagnose mit hohem Blutdruck und Diabetes erhielt, völlig erschüttert. Einmal, als ich von der Arbeit nach Hause kam, befanden sich er und meine Schwiegermutter in einer Diskussion darüber, dass, wenn wir eine Scheidung vortäuschen würden, er eine Arbeitslosenunterstützung bekommen könnte. Weil aber mein Personalausweis, nachdem im Jahre 1999 die Verfolgung einsetzte, von der örtlichen Polizeistation konfisziert worden war, konnten wir uns nicht scheiden lassen. Meine Schwiegermutter unterstützte diese Idee. Ich erkannte, dass die alten Mächte wieder einmal hinter dieser Sache steckten und nach einem Austausch mit Mitpraktizierenden sagte mir die Mitpraktizierende A, ich müsse starke aufrichtige Gedanken haben. Sie sagte, du musst deinen Personalausweis zurückbekommen, doch du darfst dich nicht scheiden lassen. Dies ist ein Arrangement der alten Mächte und das ist nicht real.” Sie sagte, sie würde zur örtlichen Polizeistation gehen, um meinen Personalausweis zurückzufordern, während ich draußen aufrichtige Gedanken aussende. Mit ihrer Hilfe und der Kraft des Lehrers konnte ich meine Einwohnerbescheinigung ausgestellt bekommen. Als ich für den Personalausweis fotografiert wurde, kam ein Polizist und bat mich um meine Fingerabdrücke. Standhaft fragte ich ihn: „Welche Verbrechen habe ich begangen? Mit welchem Recht verlangen Sie von mir meine Fingerabdrücke?” Als er dies hörte, ging er weg.

Nachdem ich meinen Personalausweis zurückerhalten hatte, änderte mein Mann seine Anschauung, dass Falun Gong-Praktizierende alles verloren hätten. Er erwähnte das Wort Scheidung nie mehr; stattdessen hatte er aufrichtige Gedanken für Dafa. Er lud Mitpraktizierende in unsere Wohnung ein und wir diskutierten darüber, wie wir zu meiner früheren Arbeitseinheit gehen sollten, um das ausbezahlt zu bekommen, was mir zusteht, nachdem ich gefeuert wurde. Er fragte, ob wir jemanden bestechen sollten, um das Geld zurückzubekommen. Ich sagte, wir sollten unseren Weg aufrichtig gehen und daher überhaupt niemanden bestechen. Nachdem wir miteinander das Fa lernten, begriffen die Mitpraktizierenden und ich, dass wir die Verfolgung der alten Mächte in Bezug auf unsere finanzielle Situation ablehnen müssen, doch dies war nicht unsere Priorität. Zuerst sollten wir den Lebewesen die Tatsachen über Falun Gong erklären. Ich entwarf einen Antrag, in dem beschrieben wurde, wie ich verfolgt worden bin. Zusammen mit der Mitpraktizierenden A gingen wir zu dem Leiter der Arbeitseinheit, auf die Wirtschaftsbehörde, das Arbeitsamt, die Appellationsbehörde und zu einigen anderen Stellen. Eine von uns sprach, während die andere aufrichtige Gedanken aussendete. Wir erwähnten meine arme Familie mit Kindern in der Grundschule und älteren, kranken Eltern und so sympathisierten die Menschen, mit denen wir sprachen, mit uns und die meisten von ihnen sagten, das Geld sollte uns zurückgegeben werden. Einige von ihnen sagten jedoch, sie seien zu beschäftigt, um mit uns reden zu können. Wir notierten ihre Namen und schickten ihnen hinterher Informationsmaterial zur Erklärung der wahren Umstände. Nach mehr als sechs Monaten sandte schließlich die Appellationsbehörde meinen Fall an den Leiter der Bezirksregierung, der einverstanden war, mir zu helfen. Er bat mich auch bei meiner früheren Arbeitseinheit nachzuprüfen, ob es noch jemanden gäbe, dessen Fall mit meinem gleich sei, damit er unsere beiden Fälle zusammen bearbeiten könne. Ich erinnerte mich, dass noch eine weitere Praktizierende entlassen worden war, die immer noch eingesperrt ist. Ich realisierte, dass der Lehrer nicht wünscht, uns weiterhin in Schwierigkeiten zu sehen. Er möchte keinen Praktizierenden zurücklassen. Der Lehrer sagte:
„Wenn aufrichtiger Gedanke der Jünger ausreicht
Der Meister hat die Kraft, zum Himmel zurück zu führen.” (Li Hongzhi, „Gnade von Meister und Jünger”, 01. Februar 2004, aus Hong Yin II).

Nachdem ich durch viel Trübsal gegangen war, fand ich heraus, dass ich etliche Schwachstellen und Mängel hatte: Ich war introvertiert und war nicht sehr gewandt in meiner Wortwahl und tendierte daher dazu, ins Extreme zugehen. Deswegen arrangierte der Lehrer, dass die Mitpraktizierende mit mir zusammenarbeitet. Sie war extrovertiert und sehr redegewandt. Wir beide ergaben ein perfektes Team und so bildeten wir eine kleine Union, so dass wir gut zusammenarbeiten konnten.

Ich arbeitete einige Jahre als Verkaufsassistentin. Mein Gehalt war niedrig, doch ich hatte ausreichend Zeit, die „drei Dinge” gut zu tun (Lernen des Fa [Lehren von Falun Dafa], Aussenden aufrichtiger Gedanken und den Menschen auf der Welt die wahren Umstände über Falun Dafa und die Verfolgung erklären). Doch meine Familienangehörigen waren nicht glücklich mit mir und ich hatte mich nicht wirklich selbst in die Situation meines Mannes versetzt und für ihn einige Haushaltsaufgaben übernommen. Ich dachte, weil ich nicht eigensinnig auf Geld sei, wäre das in Ordnung. Doch zu Hause hörten die Schwierigkeiten nie auf. Nachdem ich das Fa lernte und nach innen schaute, begriff ich, dass die Situation nicht so war, wie es von außen den Anschein hatte. Meine Probleme zu Hause resultierten durch meine selbstgefälligen ichbezogenen Standpunkte. Mich selbst loslassen und zuerst an andere denken zu können, würde für mich eine Erhöhung in der Kultivierung bedeuten. Ich muss zuerst an andere denken. Welche Art von Job sollte ich finden, um es für mich bei der Erklärung der Tatsachen an Menschen leichter zu machen und genug Geld für die Familie zu verdienen? Viele Mitpraktizierende in meinem Umfeld waren Maler und Anstreicher. Ich wollte es in diesem Job auch versuchen. Sie brachten mir bei, wie ich malen kann und einige von ihnen teilten sogar ihr Einkommen mit mir. Als ich dann ausgebildet war, stellte ich sicher, jederzeit auf meine Xinxing zu achten. Innerhalb einer kurzen Zeitspanne konnte ich all die benötigten grundlegenden Fertigkeiten lernen. Oft ging ich zusammen mit der Mitpraktizierenden B zur Arbeit. Obwohl wir beide erst vor kurzem Malen gelernt hatten, konnten wir unsere Aufgaben gut erledigen. Es war ein harter Job, doch wir konnten mehr Menschen die wahren Begebenheiten erklären, um sie zu erretten.

Meine Familienagehörigen werfen mir nicht länger vor, egoistisch zu sein. Genau wie der Lehrer sagte:
„Wie auch immer, als Kultivierende seid ihr euch schon darüber im Klaren, dass alles, was ihr jetzt in der Gesellschaft macht, einschließlich eures täglichen Lebens, komplett als Kultivierung zählt, deshalb sollt ihr die Dinge, die um euch herum passieren, mit noch größerer Ernsthaftigkeit betrachten, ihr sollt dieser Form der Kultivierung, die eigentlich keine Form hat, noch ernsthafter gegenüberstehen.” (Li Hongzhi, „Fa-Erklärung in Manhattan”, 26. März 2006, New York, USA)