Bericht über die Verfolgung von Chengqiang Tan

(Minghui.de) Chengqiang Tan aus Shuangcheng in der Provinz Heilongjiang hatte 1995 begonnen, Falun Gong zu praktizieren. Er hörte während seiner Kultivierung mit dem Rauchen, Trinken, Spielen und anderen schlechten Angewohnheiten auf. Aufgrund der Verfolgung verstarb er am 19. Juli 2003. Nachstehend ein detaillierter Bericht seiner Leiden, die letztendlich zu seinem Tod führten.

Opfer von Zwangsarbeit und Folter

Nachdem die Kommunistische Partei China (KPCh) am 20. Juli 1999 unter der Führung Jiang Zemins mit der Verfolgung von Falun Gong begonnen hatte, begab sich Tan im August nach Peking, um für das Recht auf Ausübung der Praktik zu plädieren. Er wurde dort unrechtmäßig festgenommen und für zwei Wochen in das Gefängnis Shuangcheng gebracht. Am 5. September 1999 reiste er erneut nach Peking, wurde abermals festgenommen und zwei Monate lang im Gefängnis Shuangcheng eingesperrt. Hier wurde er von Wärtern und Häftlingen gefoltert und geschlagen. Anschließend wurde er zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und kam in das Arbeitslager Yimianpo der Stadt Shangzhi, Provinz Heilongjiang, wo er einen Monat lang unter Intensivüberwachung stand. Anschließend kam er in die zweite Abteilung des Arbeitslagers, wo er zum Opfer weiterer Folter wurde.

Am 13. Mai 2000, als er sich mit anderen Praktizierenden auf dem Weg zu einem Feld befand, wo sie die Falun Gong Übungen praktizieren wollten, wurden sie in ihre Zellen geschleift und von den Wärtern schlimm verprügelt. Am darauf folgenden Tag wurden sie von den Wachhabenden gezwungen, in einem Steinbruch Steine zu sammeln und damit die Güterzüge zu füllen. Die Arbeit war schwer und gefährlich, da Verletzungsgefahr durch Steinschlag bestand. Die Wärter schrien: „So lange ihr noch atmen könnt, müsst ihr arbeiten! Wenn ihr euch verletzt, geht die Arztrechnung an eure Familie!”

Wenn es nicht genug Arbeit für alle gab, wurden Kriminelle dazu angehalten, die Praktizierenden zu überwachen, die zu besonders schwerer Arbeit gezwungen wurden. Die Gefangenen füllten Körbe mit Steinen, die bis zu 100 kg wogen, und die Praktizierenden mussten diese Körbe schleppen. Mit jedem vollen Korb wurden sie gefragt: „Willst du immer noch mit Falun Gong weiter machen?” Danach mussten sie immer wieder einen steilen Hang ohne Pause und ohne einen Schluck Wasser hochsteigen. Oben angekommen, wurden sie aufgefordert, mit Falun Gong aufzuhören. Wenn sie sich weigerten, stießen die Gefangenen sie den Berg hinunter. Viele Praktizierende hatten von diesen Misshandlungen offene Wunden auf dem Rücken. Nach der Rückkehr in die Zellen mussten sie den Fußboden fegen und durften nicht vor 23:00 Uhr zu Bett gehen. Diese Misshandlungen wiederholten sich täglich und die Praktizierenden waren dadurch alle sehr geschwächt. Viele bekamen Entzündungen auf dem Rücken. Die Entzündung des Praktizierenden Lianhe Yus war so stark, dass sie sich bis zum Brustkorb ausdehnte und beim Atmen Rasselgeräusche entstanden. Die Wärter hielten andere Gefangene dazu an, die Haut der Praktizierenden abzupellen und Salz und Pfeffer in die offenen Wunden zu streuen. Dies führte bei einigen Praktizierenden aufgrund der unerträglichen Schmerzen zur Bewusstlosigkeit.

Das Arbeitslager hatte auch mit externen Unternehmen Arbeitsverträge wie beispielsweise über den Abriss alter Gebäudefundamente oder Abwasserkanäle, das Mischen von Beton, Verlegen von Drainageleitungen, Abladen von Kohle und die Ernte von ungeschältem Reis; für diese Arbeiten wurden die Praktizierenden herangezogen. Im Oktober 2000 mussten sie ungefähr einen Monat lang eine Kabeltrasse in einem Feld mitten auf einem Berg graben. Sie mussten über 30 Meilen hinter sich bringen, um zu diesem Feld zu gelangen, das aus steinigem, lehmigem Boden bestand. Das lange Stehen im Lehm in der eisigen Oktoberkälte war kaum auszuhalten.

Chengqiang Tan wurde im Dezember 2000 in das Suihua Arbeitslager überführt. Nach seiner Entlassung überwachten und drangsalierten ihn weiterhin Beamte der Polizeiwache Handian.

Tod durch Zwangsernährung

Am 13. Mai 2003 wurde Tan an die Behörden verraten, als er die Dorfbewohner über die Verfolgung von Falun Gong aufklärte. Der Dorfsekretär Hongsheng Wang und der Bürgermeister des Dorfes Xiaoping Liu verrieten ihn an die übergeordnete Behörde. Aus diesem Grund sandte der Sekretär der Rechtspolizei Jihua Sun ein paar Beamte zu Tan nach Hause. Da er nicht zu Hause war, bedrohten sie seine Kinder. Eines der Kinder entwickelte große Angstzustände. Kurz darauf berichtete Jihua Sun den Fall an die Öffentliche Sicherheitsbehörde von Shuangcheng. Am 18. Mai erschienen gegen 16:00 Uhr Beamte in mehreren Polizeiwagen und nahmen Herrn Tan fest.

Herr Tan trat in einen Hungerstreik, um gegen die Verfolgung im Gefängnis zu protestieren. Daraufhin wurde er zwangsernährt. Als ein Arzt mit dem Nachnamen Zhang von der 3. Klinik in Shuangcheng die Zwangsernährung anleitete, wurde der Schlauch in die Lunge von HerrnTan geschoben, woraufhin er Blut erbrach und das Bewusstsein verlor. Die Behörden weigerten sich, ihn freizulassen, obwohl er sich in einem kritischen Zustand befand. Man fuhr fort, ihn monatlich 7-8-mal zwangszuernähren. Dem Tode nahe wurde er zur Notambulanz in ein Krankenhaus gebracht und erst dann zu seiner Familie freigelassen.

Tan konnte weder schlafen noch essen, hatte Brustschmerzen, hustete, keuchte, war kurzatmig und das noch nach einem Monat seiner Entlassung. Der Bürgermeister des Dorfes bedrohte ihn: „Wenn es dir besser geht, werden sie wieder kommen und dich mitnehmen.” Herr Tan verstarb am 19. Juli 2003 gegen 22:30 Uhr. Er hinterlässt eine trauernde Ehefrau und drei minderjährige Kinder. Die Mitarbeiter der Öffentlichen Sicherheitsbehörde drangsalieren die Familie weiter.