Frau Li Chuanlan aus der Stadt Yushu, Provinz Jilin, vor Gericht angeklagt

(Minghui.de) Frau Li Chuanlan aus der Stadt Yushu, Provinz Jilin, wurde am 25. August 2010 angeklagt. Das Gericht erlaubte ihr nicht vorzusprechen und rollte eiligst das Verfahren auf. Frau Li war am 29. April 2009 illegal verhaftet worden, als sie Materialien über Falun Gong verteilte. Sie wurde nach 56 Tagen Haft entlassen. Am 29. Juni 2010 ist sie erneut verhaftet worden.

Am 25. April 2010 umkreisten gegen 14 Uhr 60 oder 70 Polizisten mit 20 Autos, darunter auch Ambulanzen, mit geladenen Waffen das Gericht. Das Aufgebot einer solch großen Anzahl von Polizisten, Polizei- und Notfallwagen vor dem Gericht verursachte einen Stau. Viele Autofahrer waren über die Anzahl so vieler bewaffneter Polizisten erstaunt und fragten sich, wer da wohl vor Gericht stehe.

Frau Li war sehr schwach und wurde in einem Rollstuhl in den Gerichtssaal gebracht. Das Gericht erlaubte nur zwei ihrer Familienangehörigen, der Anhörung beizuwohnen. Sie mussten im hinteren Bereich sitzen und zwei Polizisten (mit Schlagstöcken bewaffnet) standen in der Nähe, um sie zu überwachen.

Der Vorsitzende Richter war Shen Jiachao. Er sagte, dass am Abend des 29. April 2009 der Polizist Li Wie von der städtischen Polizeistation Heilin und der Fahrer Peng Xianming entdeckt hatten, dass Frau Li Informationsmaterialien über Falun Gong verteilt hatte. Sie fuhren zu Frau Lis Haus und nahmen einige Falun Gong-Bücher mit. Danach gingen sie zu dem Dorf, wo Frau Li die Materialien verteilte, und konfiszierten alle Broschüren. Diese waren ihre „Beweismittel”, was Shen auch häufig wiederholte. Frau Li saß im Rollstuhl und durfte kein Wort zu ihrer Verteidigung sagen. Kurz darauf vertagte Shen Jiachao das Gericht und versprach den Angehörigen, sie über den Termin der nächsten Anhörung zu informieren.

Es wurde bekannt, dass sie Frau Li in sieben Tagen verurteilen und das Gericht ihre Familie jedoch nicht vorher darüber informieren würden und dass geplant war, Frau Li in das Gefängnis Heizuizi zu überführen. Falls die Familie etwas Geld bezahlte, würde die Strafe auf drei Jahre reduziert werden, andernfalls würde die Verurteilung vier oder fünf Jahre Haft betragen. Frau Lis Familie durfte sie erst nach Tagen ihrer Verurteilung besuchen.

Details von Frau Lis zwei Inhaftierungen

Am 29. April 2009 gegen 23 Uhr wurden Frau Li und ein anderer Praktizierender von dem Polizisten Li Wie und dem Fahrer Peng Xianming wegen des Verteilens von Informationsmaterialien über Falun Gong verhaftet. Sie wurde 56 Tage lang festgehalten, bevor sie entlassen wurde. Ihre Schwester und ihre Tochter suchten nach einem Weg, um ihr zu helfen, und zahlten über 30 000 Yuan. Weil Frau Li sehr krank war und sich in einem kritischen Zustand befand, wurde sie schließlich am Nachmittag des 24. Juni 2009 entlassen.

Am 29. Juni 2010 gegen 11 Uhr als Frau Li gerade Unkraut im Garten jätete, erschienen der Polizist Cui Guanglai und der Fahrer Peng Xiangming von der Polizeistation Heilin und schleppten sie in ein Auto, ohne ihr zu erlauben, die Kleidung zu wechseln. Sie brachten sie zur Polizeistation. Später brachten Polizisten der inneren Sicherheit in Yushu sie ins Gefängnis Yushu.

Liste der Verfolger:

Zhao Guojun, Vorsitzender des politischen und judikativen Komitees: 86-43183800001 (Büro), 86-431-83613979 (Festnetz)
Li Fenglin, Vorsitzender des lokalen "Büro 610": 86-431-83630197 (privat), 86-13756570561 (Mobil)
Fan Hongkai, Polizist in der Abteilung für innere Sicherheit: 86-15904409088, 86-431-83618238 (Festnetz)
Polizeistation Heilin: 86-431-83911110
Li Wie: 86-13596454466, Cui Guanglai: 86-1336451192