Behörden erpressten wiederholt Geld von einem behinderten Armee-Veteranen, dessen Tochter inhaftiert ist

(Minghui.de) Frau Qi Lei, 30, ist Lehrerin an der 1. Grundschule der Stadt Lu, Bezirk Junan, Provinz Shandong. Am 23. Februar 2010 gegen 16:00 Uhr wurde Qi Lei ohne gesetzliche Grundlage von Beamten der Polizeistation Chengdong in der Provinz Shandong vor der Schule festgenommen, als sie mit anderen Menschen über Falun Gong und die Verleumdungen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) über Falun Gong, sprach. Nachdem Qi Lei in das Untersuchungsgefängnis Linyi in der Provinz Shandong eingesperrt worden war, begannen die Behörden, ihre Familie zu schikanieren und Geld von ihnen zu erpressen. Qi Leis Vater ist ein behinderter Veteran, der an einen Rollstuhl gefesselt und selbst auf Betreuung angewiesen ist. Liu Xipeng und andere Agenten vom „Büro 610“ und der Staatssicherheit erpressten insgesamt 16.000 Yuan (ca. 1.600 EUR) von ihren Eltern.

Am 24. Februar 2010 gegen 18:00 Uhr erging ein Haftbefehl gegen Qi Lei und einen Tag später durchsuchten Chen Xin und Ma Zongtao von der Staatssicherheit, Vizedirektor Lu Chenghong, Direktor Liu Wei von der 1. Grundschule und weitere Personen gegen 18:00 Uhr ihr Haus und konfiszierten verschiedenes persönliches Eigentum. Danach durchsuchten sie die Wohnung ihrer Eltern, schikanierten sie noch weitere drei Male und erpressten sie. Sie drohten den Eltern, Qi Lei zu drei Jahren Gefängnis zu verurteilen. Diese gaben Liu Xipeng, dem Direktor der Staatssicherheit, daraufhin 4.000 Yuan in dem Glauben, dass sie damit die Freilassung ihrer Tochter erreichen würden.

Einen Monat später wurde Qi Lei jedoch von Chen Xin und Ma Zongtao zur weiteren Verfolgung in die Gehirnwäsche-Einrichtung in der Stadt Linyi verlegt. Liu Xipeng teilte Qi Leis Eltern mit, dass wenn ihre Tochter innerhalb eines Monats ihren Glauben an Falun Dafa aufgeben würde, würde sie entlassen werden, andernfalls bleibe sie weiter in Haft. Am 22. März rief Direktor Liu Wei erneut bei ihren Eltern an und verlangte eine Zahlung von 2.000 Yuan als „Unterrichtsgebühr“ für die Gehirnwäsche-Einrichtung. Als am 23. März ein Familienangehöriger zusammen mit dem Schulleiter zur Gehirnwäsche-Einrichtung kam, erhöhten die Zuständigen dort das Erpressungsgeld auf 3.000 Yuan. Am Abend bat ein Familienangehöriger Liu Wei darum, 500 Yuan an Qi Lei zu übergeben, damit sie Geld für tägliche Ausgaben zur Verfügung hätte. Später verständigte Liu Wei ihre Eltern, dass er die 500 Yuan an Lu Chenghong ausgehändigt habe, der sie komplett für ein verschwenderisches Essen ausgegeben habe.

Während der gesamten Zeit ihrer ungesetzlichen Haft wurde den Eltern nicht erlaubt, ihre Tochter zu besuchen. Am 18. April erhielten ihre Eltern plötzlich einen Anruf mit der Aufforderung, ihre Tochter zu besuchen. Als sie in der Gehirnwäsche-Einrichtung ankamen, zwangen die für die Umerziehung zuständigen Personen Frau Qi Lei im Beisein ihrer Eltern, ihren Glauben an Falun Gong abzuschwören. Sie drohten ihr außerdem mit weiterer Inhaftierung, sollte sie nach ihrer Entlassung erneut Falun Gong praktizieren.

Am Nachmittag des 21. April 2010 rief Lu Chenghong Qi Leis Eltern an und verlangte wieder 2.600 Yuan. Die Eltern gingen davon aus, dass ihre Tochter innerhalb von drei Tagen entlassen würde und sahen keinen Grund für diese Zahlung. Sie erkundigten sich deshalb bei Liu Xipeng nach dem Grund hierfür. Er behauptete, es würde sich um eine „Sicherheitszahlung“ handeln. Damit erpresste Liu Xipeng weitere 3.000 Yuan von ihren Eltern.

Am Abend des 23. April informierte Liu Xipeng ihre Eltern dann, dass ihre Tochter zur Umerziehung durch Zwangsarbeit verurteilt und in das Zwangsarbeitslager in der Stadt Jinan überführt worden sei. Ihre Eltern verlangten deshalb von Chen Xin die Rückgabe der persönlichen Gegenstände ihrer Tochter, die von der Polizei bei ihrer Verhaftung beschlagnahmt worden waren. Chen Xin gab nur das Mobiltelefon von Qi Lei zurück, behielt jedoch das Geld und die Schlüssel.

Es dauerte eine sehr lange Zeit, bis sie die Eltern informierten, dass ihre Tochter in das Zwangsarbeitslager Wangcun in der Stadt Zibo in der Provinz Shangdong verlegt worden sei. Nach all diesen Erpressungen und Bosheiten war Qi Leis Vater nervlich am Ende.

Kurz vor Qi Leis Entlassung aus dem Zwangsarbeitslager drohte Liu Xipeng den Eltern, niemandem etwas von dem erpressten Geld zu erzählen. Sie schüchterten die Eltern weiter ein und drohten ihnen, weitere Familienanhörigen zu verhaften, sollte Qi Lei nach ihrer Entlassung Falun Gong weiterhin praktizieren.

Am 15. Juli erpressten die Agenten der Staatssicherheit im Bezirk Junan nochmals 2.260 EUR von den Eltern und Anfang August nötigten sie Liu Wei, weitere 445 Yuan zu bezahlen.

Qi Lei erlitt während ihrer Haft körperliche und psychische Folter. Liu Xipeng und andere Mitarbeiter vom „Büro 610“ von Bezirk Junan und der Staatssicherheit nutzten gemeinsam mit Lu Chenghong, dem Vizedirektor, und Liu Wei, dem Schuldirektor, Qi Leis Verhaftung aus, benutzten sie als Geisel und erpressten insgesamt über 16.000 Yuan von ihren Eltern.