Stellvertretender Beamter eines Landkreises in der Provinz Shandong im Hungerstreik aus Protest gegen Haft und Folter

(Minghui.de) Der Falun Dafa-Praktizierende Jiang Guobo ist ein hoher Beamter auf der Bezirksebene der Stadt Weifang, Provinz Shandong. Nachdem sie ihn illegal verhaftet, eingesperrt und in ein Zwangsarbeitslager gebracht hatten, verhafteten sie ihn im Februar 2009 erneut. Diesmal verurteilten sie ihn zu fünf Jahren Haft. In den letzten zweieinhalb Jahren trat er immer wieder in einen Hungerstreik, um gegen die Verfolgung zu protestieren. Er befindet sich jetzt aufgrund der Folter, die er erlitt, im Krankenhaus.

Während seiner Haft in der Untersuchungshaftanstalt Weifang unterzogen sie Herrn Jiang einer Vielzahl von Foltermethoden, darunter Körperverletzung, Beleidigungen, während extrem heißer Tage der Sonne aussetzen, Schlafentzug, auf ein „Todesbett“ legen und Zwangsernährung. Die langandauernde körperliche Folter machte ihn äußerst schwach und er magerte stark ab. Daraufhin wurde er ins Gefängniskrankenhaus gebracht, wo er sich seit dem vergangenen Jahr befindet.

Jiang Guobo wurde im März 1963 in der Stadt Weihai, Provinz Shandong, geboren. Nach der Hochschule bekam er eine Stellung als stellvertretender Bezirksbeamter und wurde Mitglied des städtischen Ausschusses für Politik und Recht. Er erhielt eine hohe Einstufung in seiner jährlichen Leistungsbeurteilung. Als er mit dem Praktizieren begann, behielt er in den ersten Jahren eine ehrliche und aufrichtige Haltung als Inspektor des politischen und rechtlichen Systems der Stadt bei. Im Jahr 1999 stiftete er einen erheblichen Teil seines Einkommens für Menschen, die unter den Auswirkungen der Flutkatastrophe in den Städten Zhucheng und Gaomi litten. Während dieser Zeit hatte er sein Büro in der Stadt Qingzhou. Er bohrte Brunnen und reparierte Straßen für die Dorfbewohner und wurde daraufhin von ihnen hoch geachtet. Wenn er später einmal zurückkam, um sie zu besuchen, begrüßten sie ihn mit Feuerwerkskörpern.

Herr Jiang war ein vorbildlicher Beamter und wurde dafür von allen respektiert und bewundert. Nachdem er einmal im November 2000 und das zweite Mal am 2. November 2005 im Changele Zwangsarbeitslager in der Stadt Weifang inhaftiert gewesen war, verlor er seine Arbeit. Im eisigen Winter des Jahres 2000 zogen ihn acht Wachleute nackt aus und warfen ihn, mit Händen und Füßen gefesselt, in eine Regentonne und drückten seinen Kopf unter Wasser. Sie folterten ihn über 30 Minuten lang auch durch Besprühen mit Wasser in die Nase. Im Jahr 2005 wies Xu Lihua, Leiter des Changle Zwangsarbeitslagers, die Strafgefangenen an, Substanzen in sein Essen zu mischen, die Schwindel und Herzrhythmusstörungen verursachten.

Am 27. Februar 2009 um 9.00 Uhr verhafteten Beamte aus dem Staatssicherheitsbüro der Stadt Weifang und dem Büro für Öffentliche Sicherheit Weifang ihn, während er gerade arbeitete. Vier Zivilbeamte, deren Gesichter bedeckt waren, stülpten einen schwarzen Sack über seinen Kopf, zwangen ihn in ein Auto und brachten ihn in die Untersuchungshaftanstalt Changle. Sie beantworteten keine Fragen und erlaubten keine Besuche. Herrn Jiangs Ehefrau verhafteten sie noch am selben Tag.

Im März 2009 verbreiteten Agenten in der Stadt Weifang die Nachricht, dass Herr Jiang freigelassen worden sei. Sie beabsichtigten damit, Leute davon abzuhalten, sich auf den Fall zu konzentrieren und die Verfolgung aufzudecken. In den ersten drei Monaten seiner Haft verhörten Beamte des Büros für Öffentliche Sicherheit Weifang Herrn Jiang ohne Unterbrechung, wechselten sich dabei ab und entzogen ihm den Schlaf. Dies führte bei Herrn Jiang schließlich zu Bluthochdruck. Im April 2009 trat Herr Jiang in einen Hungerstreik, um gegen die Verfolgung zu protestieren. Er verlor stark an Gewicht.

Im Mai eröffnete die Staatsanwaltschaft der Stadt Weifang die Anklage gegen Herrn Jiang, während er den Hungerstreik fortsetzte und sehr schwach war. Die Wärter der Haftanstalt zwangsernährten ihn brutal durch die Nase. Viele Praktizierende haben mittlerweile durch diese Methode der Zwangsernährung ihr Leben verloren.

Die Wärter der Haftanstalt folterten Herrn Jiang auf dem „Todesbett“. Sie beorderten sieben verurteilte Straftäter, Herrn Jiang an Händen und Beinen auf dem Todesbett festzubinden und ihn weiterhin auf diese brutale Art der Zwangsernährung zu foltern. Sie folterten ihn solange, bis er Blut erbrach.

Bis Juni 2009 war Herr Jiang durch die Folter so schwach, dass er nicht mehr essen konnte und sein Gesundheitszustand sehr schlecht war. Sein Haar war durch die grausame Behandlung und den Hungerstreik grau geworden. Er hatte Symptome einer Lebererkrankung und entwickelte Bluthochdruck. Egal wie schwer die Verfolgung auch war, ging Herr Jiang aufgrund seines starken Glaubens an Falun Dafa niemals Kompromisse ein.

Um den 15. Januar 2010 wurde er sehr schwach. Daraufhin verlegten sie ihn heimlich in das Jinan Gefängnis in der Provinz Shandong. Er setzte seinen Hungerstreik gegen die Verfolgung fort und Häftlinge zwangsernährten ihn jeden Tag. Schließlich magerte er so stark ab, dass man ihn in ein Krankenhaus brachte.