Beamte des Frauenzwangsarbeitslagers Shijiazhuang halten Zhu Lihua über den Ablauf ihrer Haftstrafe hinaus gefangen

(Minghui.de) Zhu Lihua, eine Falun Gong-Praktizierende, die in einem Krankenhaus für traditionelle chinesische Medizin im Landkreis Li, Boading arbeitete, wurde in den letzten zehn Jahren häufig verfolgt. Im September 2009 wurde sie in ein Arbeitslager gebracht. Nach Ablauf ihrer Haftstrafe am 22. März 2011 verlängerten Beamte des Zwangsarbeitslagers Shijiazhuang ihre Haftstrafe.

Viele Menschen waren in ihre Verfolgung involviert, wie Wang Yongze, Leiter des Krankenhauses für traditionelle chinesische Medizin im Landkreis Li, Boading; Zhai Zhangsuo, der stellvertretende Leiter; Tian Yuxin, ebenfalls ein stellvertretender Leiter sowie Zhao Xinli, ein Assistent. Sie arbeiteten in Bezug auf die Verfolgung von Frau Zhu mit dem Büro 610 zusammen. Sie kündigten ihr und behielten ihr Gehalt ein. Ihre ID-Karte zogen sie während der Olympischen Spiele in Peking ebenfalls ein. Beamte des Büros 610 wiesen im September 2009 verschiedene Beweise vor, die kriminelle Machenschaften belegen sollten und brachten sie in ein Arbeitslager.

Aufgrund des Befehls des Leiters der Polizeiabteilung des Landkreises Li, Guo Jinmin wurde Frau Zhu am 23. September 2009 um 19:00 Uhr bei sich zu Hause verhaftet, als sie gerade zu Abend aß. Mitbeteiligt waren Polizeibeamte wie unter anderem Han Dakuan, der Leiter der Polizeistation Guodan. Sie konfiszierten einen Computer, zwei Telefone, Falun Gong-Bücher und einen MP-4-Spieler. Am nächsten Tag brachten sie sie in das Frauenzwangsarbeitslager Shijiazhuang, in dem sie eine eineinhalbjährige Haft verbringen sollte.

Vor der Verhaftung war Zhu Lihua ein völlig gesunder Mensch, aber aufgrund der Misshandlungen und Folter in der vierten Abteilung des Arbeitslagers entwickelten sich viele Erkrankungen wie zum Beispiel eine Herzerkrankung, Vergrößerung der Lymphknoten und Schwellungen in bestimmten Bereichen des Körpers: am Kopf, im Nacken, am Arm sowie im Schritt. Trotzdem zwangen die Wächter Frau Zhu, lange Zeit zu stehen. Wenn sie dazu zu schwach war, musste sie sich auf den kalten Zementboden im Flur setzen, ohne auf die Toilette gehen zu dürfen. Einmal, als Frau Zhu auf der Toilette war, kam der Wachhabende Zhao Yuan in das Badezimmer geschossen, schlug sie zu Boden und zog sie danach sofort wieder hoch. Das Resultat: Frau Zhu machte in die Hose. Zu einer anderen Gelegenheit - es war eine kalte und windige Nacht - zwang er Frau Zhu, die bereits geschlafen hatte, aufzustehen, um die ganze Nacht auf dem kalten Zementboden im Flur zu verbringen.

Ende März 2011 schlug der Wächter Gao Xinlei Frau Zhu mehr als zwanzig Mal ins Gesicht, nur weil sie während des Morgenappells den Kopf nicht gedreht hatte. Nach diesem Vorfall wurde ihr ganz schwummerig und ihr Gesicht schwoll an. Von diesem Moment an ging es mit ihrer Gesundheit bergab.

Zhu Lihuas Haft endete am 22. März 2011. Aufgrund der Tatsache, dass sie sich weigerte, ihren Glauben an Falun Gong aufzugeben, verlängerten die Beamten des Arbeitslagers ihre Haftstrafe und verweigerten jegliche Familienbesuche. Bereits kurz nach ihrer Verhaftung machte sich ihr Schwiegervater derartige Sorgen um sie, dass seine früheren Erkrankungen wieder auftraten und er nach vier Monaten starb.

Frau Zhu hatte mit dem Praktizieren von Falun Gong 1998 begonnen. Krankheiten wie Schwellungen der Brustdrüsen, Ischias, Magengeschwüre, Sinusitis und nervöse Migräneanfälle verschwanden bereits nach kurzer Zeit. Nach dem Beginn der Verfolgung am 20. Juli 1999 versuchten Beamte des Krankenhauses für traditionelle chinesische Medizin im Landkreis Li – unter anderem Wang Yongze – Frau Zhu zur Unterschrift eines Schreibens zu bewegen, in dem sie versichern sollte, ihren Glauben an Falun Gong aufzugeben.

Als Frau Zhu am 18. Dezember 1999 nach Peking ging, um sich für Gerechtigkeit einzusetzen, verlangten Beamte des Verbindungsbüros in Peking vom Krankenhaus, ihrem Arbeitsplatz, 3.000 Yuan Lösegeld. Nachdem sie sie in die Haftanstalt des Landkreises Li gebracht hatten, verlangten sie von ihrer Familie 10.000 Yuan Lösegeld.

2001 verhafteten Beamte Frau Zhu am Arbeitsplatz und brachten sie für einige Tage ins Gehirnwäschezentrum Balizhuang. In diesem Fall verlangten sie 1.000 Yuan Lösegeld.

2002 wurde sie in das Gehirnwäschezentrum des Landkreises Li, das sich innerhalb einer Saatgutfirma befand, geschickt. Auch in diesem Fall verlangten Beamte Lösegeld vom Krankenhaus: Es handelte sich um einen Betrag von 1.000 Yuan. Wang Daqiang, Parteisekretär des Gesundheitsbüros, war in die gesamte Verfolgung verwickelt.

Einige Beamte des Krankenhauses für traditionelle chinesische Medizin sind direkt für die Verfolgung von Frau Zhu verantwortlich. Dazu gehören: Wang Yongze, der Krankenhausleiter; Zhai Zhangsuo und Tian Yuxin, die stellvertretenden Leiter sowie der Assistent Zhao Xinli. Sie wussten alle, dass sich Frau Zhus Gesundheitszustand nach dem Beginn des Praktizierens von Falun Gong gebessert hatte und dass sie nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht lebte. Trotzdem nahmen sie unter dem Druck des Büros 610 und des Gesundheitsbüros aktiv an der Verfolgung von Frau Zhu teil. Sie glaubten, dass sich ihre Probleme durch eine Zusammenarbeit mit Beamten des Büros 610 und der Einlieferung von Frau Zhu in ein Arbeitslager endgültig lösen würden. Den Preis für diese Aktionen mussten Frau Zhu und ihre Familie zahlen – mit dem Leben und ihrem Glück.